Leichtathletik: Biederbick enttäuscht in Pfungstadt
Stromausfall kostet Dennis Biederbick den Sieg

Ahlen -

Das hatte er sich definitiv anders vorgestellt: Dennis Biederbick schien in Pfungstadt schon wie der sichere Sieger des 800-Meter-Laufs. Dann brach er ein.

Montag, 07.09.2020, 19:06 Uhr
Allein auf weiter Flur? Das galt für Dennis Biederbick nur für die ersten 600 Meter. Danach wurde er eingesammelt.
Allein auf weiter Flur? Das galt für Dennis Biederbick nur für die ersten 600 Meter. Danach wurde er eingesammelt. Foto: Lukas Abele

Nach dem für ihn enttäuschenden Abschneiden mit Bronze bei der Deutschen Meisterschaft in Braunschweig wollte Dennis Biederbick im Saison-Endspurt noch mal die gesamte Palette seiner Fähigkeiten aufdecken und die Konkurrenz mit einer Zeit in die Winterpause schicken, die als Kampfansage für das Jahr 2021 verstanden werden sollte.

Gemessen an den eigenen Ansprüchen ist ihm das beim Pfungstädter Abendsportfest über die 800 Meter nicht gelungen. „Es gibt selten Momente, in denen ich mit mir und meiner Leistung wirklich richtig zufrieden bin. Aber das war absolut ernüchternd und einfach traurig“, bekannte Biederbick. Er kam nach 1:48,42 Minute als Vierter ins Ziel.

Dabei lief zunächst alles nach Plan. Der Ahlener im Trikot der LG Eintracht Frankfurt setzte sich sofort an die Spitze des Feldes, marschierte voran, hatte bis 600 Meter schon eine ordentliche Lücke zur Konkurrenz gerissen. Doch dann packte den 23-Jährigen eine ebenso plötzliche wie unerklärliche Schwerfälligkeit. „Auf den letzten 100 Metern wurde mir der Stecker gezogen. Ich war stehend K.o., bin regelrecht verreckt“, sagte Biederbick zu seinem individuellen Stromausfall. So zogen Tom Elmer, Marc Tortell und Tim Assmann noch an ihm vorbei. Erneuter Frust bei Biederbick, der er nun am Dienstagabend beim Anhalt-Meeting beseitigen möchte. „Die Ziele, die ich mir gesetzt habe, eine 1:45 oder schneller, sind für mich aktuell nicht zu holen. Aber eine 1:46 sollte drin sein“, sagt Biederbick. Das 800-Meter-Rennen beginnt um 20.58 Uhr und damit für ihn zu einer „kriminell späten Uhrzeit“. Der MDR überträgt es per Livestream.

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