Fußball: Kreisliga A Beckum
Gegensätze prallen aufeinander: Ahlener SG empfängt Vorwärts Ahlen

Ahlen -

Bei der Ahlener SG läuft es wie geschmiert. Der Aufsteiger hüpft bislang federleicht durch die Kreisliga A. Ganz anders sieht die Situation bei Vorwärts Ahlen aus. Die DJK ist fehleranfällig und zeigt individuelle Aussetzer. Nun treffen beide Teams aufeinander – mit unterschiedlichen Erwartungshaltungen.

Samstag, 26.09.2020, 05:00 Uhr
Zufriedenheit sieht anders aus. Vorwärts-Trainer Oliver Glöden gehen die Auftritte und die sich wiederholenden Fehler seiner Mannschaft schwer auf den Zeiger.
Zufriedenheit sieht anders aus. Vorwärts-Trainer Oliver Glöden gehen die Auftritte und die sich wiederholenden Fehler seiner Mannschaft schwer auf den Zeiger. Foto: Marc Kreisel

Ahlens Stadtmitte steht nicht gerade im Verdacht, besonders hügelig zu sein. Der Lindensportplatz steht eindeutig im Flachland der Wersestadt. Dennoch hat es die dort beheimatete DJK Vorwärts nach Ansicht ihres Trainer Oliver Glöden geschafft, „ins Tal der Tränen“ abzurutschen.

Dem Erstrunden-Aus im Kreispokal gegen BW Sünninghausen (2:3) folgten dürftige Auftritte in der Meisterschaft bei Germania Stromberg (2:4) und zuletzt gegen Fortuna Walstedde (1:3). Nur zum Saisonauftakt gegen SuS Ennigerloh (5:1) stimmte die Performance.

Fehlermuster wiederholt sich

Was Trainer Glöden mächtig gegen den Strich geht, ist das Muster der Fehler. Denn das wiederholt sich. Nach Gegentoren ist seine Elf nicht bei der Sache, fängt sich schnell weitere Wirkungstreffer ein und hat dann eine Hypothek angehäuft, die sie nicht mehr abtragen kann. „Es nervt, dass ich fast jede Woche dasselbe erzähle und auf dieselben Dinge hinweise. Irgendwann müssen wir auch mal daraus lernen“, sagt Glöden. Immer wieder leisten sich seine Spieler unerklärliche individuelle Aussetzer, die Gegentore begünstigen. Glöden vermisst mannschaftliche Geschlossenheit.

Gemec hält Team auf dem Teppich

„Wir haben nur drei, vier Spieler, die funktionieren, die präsent sind. Das reicht nicht“, mahnt der Vorwärts-Coach. Als vorbildlich lobt er die Einsatzbereitschaft von Moritz Lüdemann und Niklas Uhlenbrock. Die beiden allein werden es gegen das Team der Stunde aber nicht richten können. Denn immerhin tritt die DJK am Sonntag im Sportpark Nord beim Tabellenführer Ahlener SG an. Der Stadtrivale zeigt als Aufsteiger bislang keinerlei Anpassungsschwierigkeiten an die neue Liga. Was womöglich auch damit zusammenhängt, dass Spielertrainer Kemal Gemec die Seinen auf dem Teppich hält. „Wir haben Qualität, das steht fest. Aber wir müssen uns alles erarbeiten. Ohne Fleiß erreicht man nichts“, sagt Gemec. Er attestiert seinem Team eine tolle Entwicklung. Allen voran Akin Demirci, der zum Rechtsverteidiger umfunktioniert wurde und in dieser Rolle glänzt.

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