Handball 3. Liga:
Nach der Pause geht nichts mehr: Ahlener SG kassiert Klatsche bei Eintracht Baunatal

Ahlen -

Nanu, was war das denn? Die Ahlener SG ist beim GSV Eintracht Baunatal regelrecht untergegangen. Dabei lag sie zur Pause fast noch gleichauf. Was dann geschah, war jedoch allen Beteiligten ein Rätsel.

Samstag, 10.10.2020, 19:07 Uhr aktualisiert: 11.10.2020, 16:57 Uhr
Die Mimik von Sascha Bertow sprach Bände. Der ASG-Trainer litt am Spielfeldrand mit – die zweite Hälfte seiner Mannschaft war eine zum Vergessen.
Die Mimik von Sascha Bertow sprach Bände. Der ASG-Trainer litt am Spielfeldrand mit – die zweite Hälfte seiner Mannschaft war eine zum Vergessen. Foto: Sascha Schardt

Wegen Corona hatten sich beide Mannschaften im Vorfeld darauf verständigt, zur Halbzeit keinen Seitenwechsel vorzunehmen. Einseitig wurde es dennoch, allerdings erst nach Wiederanpfiff. Denn da kam die Ahlener SG nach ausgeglichener erster Hälfte vollkommen von ihrer Linie ab und kassierte beim GSV Eintracht Baunatal in der Konsequenz eine verdiente 27:40 (16:19)-Niederlage.

Blackout nach der Pause

In den ersten 30 Minuten aber standen sich zwei Teams mit offenem Visier und einer Menge Spielfreude gegenüber. GSV und ASG lieferten sich ein munteres Hin und Her, bei dem die Gastgeber stets vorne lagen, weil sich die Ahlener ein paar technische Fehler zu viel und einige Fehlwürfe leisteten. Baunatal legte den besseren Start hin, lag mit 5:2 (4.) vorn, ehe auch die Ahlener einen Gang hochschalteten und zum 5:5 (8.) gleichzogen.

Bis zum 10:7 (13.) ließen die Gäste die Eintracht abermals davonziehen, ehe sie per Dreierpack erneut egalisierten (10:10/17.). Auch beim 12:12 (20.) gelang ihnen abermals der Ausgleich durch den im ersten Durchgang schussstarken Max Nowatzki auf Halbrechts. Bis zum 15:14 (25.) und 17:16 (29.) hielt die ASG Anschluss, ehe sie sich kurz vor der Halbzeit noch zwei Treffer einschenken ließ.

Handball 3. Liga Nord-West: GSV Eintracht Baunatal – Ahlener SG 40:27

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Mit einem keineswegs uneinholbaren Drei-Tore-Rückstand ging es demnach in die Kabine. Ob dort mit Valium vermengter Pausentee serviert wurde, war nicht zu ermitteln. Jedenfalls kriegten die Ahlener nun kaum mehr ein Bein an den Boden, waren viel zu häufig zu spät und sahen beinahe tatenlos mit an, wie Baunatal aus einem 19:18 (33.) ein 25:18 (40.) machte. „Im gesamten Spiel haben wir nicht zu unserer Abwehr gefunden. Ob 6:0-, 4:2- oder 3:2:1-Deckung – wir hatten einfach keine Stabilität, keinen Zugriff“, bemängelte Sascha Bertow .  Beim Stand von 30:19 (46.) nahm der ASG-Trainer Sascha Bertow eine weitere Auszeit. 

Auszeit verpufft

Zu spät, um noch dringend notwendige Korrekturmaßnahmen einzuleiten. Bis auf ein paar gelungene Zuspiele zum Kreis, die Lukas Hinterding dann und wann zur Schadensbegrenzung verwertete, lief nicht mehr viel zusammen bei den Gästen. „Für Lukas tut es mir am meisten leid, dass wir nicht gut verteidigt haben. Denn er hat ein riesen Spiel gemacht, war auf den Punkt da“, urteilte Bertow. Hinterding, der den kurzfristig privat verhinderten Ferdi Hümmecke nahezu über 60 Minuten ersetzte, rieb sich unermüdlich auf und erzielte acht Treffer. Auch Eigengewächs Jan Hegemann bekam am Kreis seine Chance und traf einmal.

So hatte Baunatal leichtes Spiel, stand schon beim 30:20 (46.) als sicherer Sieger fest und untermauerte diesen Status über 33:21 und 37:23 (54.) bis zum 40:27-Endstand. Als i-Tüpfelchen sah Jannis Fauteck in der 50. Minute auch noch wegen eines groben Foulspiels die Rote Karte. „Wir waren verunsichert und haben Gegenstoß um Gegenstoß gekriegt“, registrierte Sascha Bertow. Aber viele seiner Spieler seien eben noch ziemlich jung. Daher sind schwarze Tage mit eingepreist. „Jetzt haben wir auf den Arsch gekriegt. Aber ich gehe jetzt nicht hin, suche das Negative und haue drauf. Wir werden das besprechen und unsere Lehren daraus ziehen“, so Bertow.

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