Fußball: Regionalliga West
Einen Satz heiße Ohren: RW Ahlen empfängt SV Lippstadt 08

Ahlen -

Rot-Weiß Ahlen empfängt am Samstag den SV Lippstadt 08. Bei einem Sieg wäre RWA gut im Rennen. Doch Lippstadt gibt in dieser Saison nur selten alle drei Punkte ab. Für eine zusätzliche Note sorgt das Verhältnis der beiden Trainer.

Freitag, 23.10.2020, 16:30 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 18:48 Uhr
RW Ahlens Trainer Björn Mehnert trifft mit seiner Mannschaft auf seinen Freund und Mitarbeiter Felix Bechtold. Der ist mit nur 29 Jahren mittlerweile Chefcoach beim SV Lippstadt 08 und bereit, seinen Chef zu ärgern.
RW Ahlens Trainer Björn Mehnert trifft mit seiner Mannschaft auf seinen Freund und Mitarbeiter Felix Bechtold. Der ist mit nur 29 Jahren mittlerweile Chefcoach beim SV Lippstadt 08 und bereit, seinen Chef zu ärgern. Foto: Marc Kreisel

Wichtiger, viel wichtiger als der eigentliche Punktgewinn war beim 2:2 gegen den FC Wegberg-Beeck am Mittwoch, dass Rot-Weiß Ahlen einen 0:2-Rückstand aufgeholt hat. Damit hat die Mannschaft von Björn Mehnert die Fähigkeit bewiesen, mit Rückschlägen umgehen zu können – und eine entsprechende Reaktion zu zeigen.

„Wie wir uns nach 25 Minuten beim Stand von 0:2 zurückgefightet haben, war bemerkenswert. Das war wichtig für die Stimmung und die Gefühlslage“, sagt Mehnert. Am Samstag im Wersestadion gegen den SV Lippstadt 08 möchte RWA nun einen Sieg nachlegen. „Wenn uns das gelingt, dann sind wir mitten im Geschäft und voll im Rennen“, so Mehnert.

Allerdings dürfte das gegen die Nullachter gar nicht so leicht sein. Denn sie zu besiegen ist mit RW Essen (3:0) und dem Bonner SC (1:0) im bisherigen Saisonverlauf gerade mal zwei Teams gelungen. Immerhin schon fünfmal hat der SVL die Punkte bereits geteilt, dazu mit 2:0 beim VfB Homberg gewonnen.

Lippstadts Trainer Felix Bechtold, als ehemaliger Rot-Weißer in Ahlen kein Unbekannter, ist derweil auch noch gut befreundet mit Björn Mehnert. Beide kennen sich seit gemeinsamen Tagen bei Westfalia Rhynern und sie sind sogar Arbeitskollegen bei der Tochtergesellschaft einer Bank in Hamm. Mehnert ist der Vorgesetzte des 15 Jahre jüngeren Bechtold. Wenn der also am Samstag seinen Chef ärgert, gibt es am Montag einen Satz heiße Ohren. Damit eine Standpauke von Mehnert an Bechtold ausbleibt, braucht seine Mannschaft allerdings aus Sicht ihres Übungsleiters einen starken Tag. „Wir müssen mutig und aktiv sein, agieren, die Räume eng machen, Zweikämpfe gewinnen“, zählt Mehnert all die Tugenden auf, die er sehen möchte. Diese sollen dann eine allenfalls leicht veränderte Mannschaft auf den Rasen bringen. Die vormals kräftige Rotation wird zunächst ausgesetzt. Auch am System möchte Mehnert nicht rütteln. „Die Jungs brauchen Halt“, sagt er.

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7645562?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57550%2F
Nachrichten-Ticker