Leichtathletik: Kreisläufer-Challenge
Jeder Kilometer zählt: Dieses Event ist eine Herausforderung für Läufer

Ahlen -

Wegen Corona finden derzeit kaum Volksläufe statt. Damit Läufer sich trotzdem weiter motivieren, startet ab November eine Kreisläufer-Challenge. In 100 Tagen sollen die Teilnehmer dabei so viele Kilometer wie möglich absolvieren. Mit dabei sind auch einige Ahlener – und das mit ganz unterschiedlichen Zielsetzungen.

Dienstag, 27.10.2020, 05:00 Uhr aktualisiert: 27.10.2020, 10:38 Uhr
Die Gold-Medaille soll es schon sein und vielleicht sogar ein Platz in den Top Ten: Der Vorhelmer André Kaldewei (rechts), hier mit seinem Laufpartner Frank Schwarte.
Die Gold-Medaille soll es schon sein und vielleicht sogar ein Platz in den Top Ten: Der Vorhelmer André Kaldewei (rechts), hier mit seinem Laufpartner Frank Schwarte. Foto: Lars Gummich

Jetzt beginnt sie, die kalte, dunkle, nasse Jahreszeit, in der das Sofa im Warmen eine noch größere Anziehungskraft ausübt als ohnehin schon. Ein Grund mehr, sich auch im Herbst und Winter zu bewegen.

Um die Menschen im Kreis Warendorf dazu anzuspornen, hat der Warendorfer Julian Tatje die Kreisläufer-Challenge ins Leben gerufen. Sie startet am 1. November und endet am 8. Februar. Anmelden kann man sich noch bis Samstag, 31. Oktober, über die Website www.lauferlebnisse.de. Genau 100 Tage haben die Teilnehmer Zeit, so viele Kilometer wie möglich für sich persönlich zu sammeln.

Dauerbrenner visiert Gold an

Dabei ist es völlig egal, wie groß die Distanz ist, die zurückgelegt wird, und auch wie schnell man sie läuft, ist nebensächlich. Ob gemütliche Joggingrunde, Tempotraining, Nordic Walking oder ein Spaziergang – jeder Meter zählt, der zu Fuß zurückgelegt wird. Ob Sportmuffel, Anfänger oder erfahrener Athlet – bei der Kreisläufer-Challenge ist jeder willkommen.

Es gibt unterschiedliche Ziele zu erreichen. Die Bronze-Medaille erhält, wer in 100 Tagen 248 Kilometer zurücklegt, also durchschnittlich 2,48 Kilometer am Tag. Silber gibt es für 6,03 Kilometer täglich, also 41,195 Kilometer in der Woche, was einem Marathon entspricht. Das macht 603 Kilometer insgesamt.

Getoppt wird das Ganze noch durch Gold. Dafür müssen ehrgeizige Läufer zehn Kilometer täglich, 70 Kilometer pro Woche und somit 1000 Kilometer in 100 Tagen abspulen. Dieses Ziel hat sich zum Beispiel der Ahlener Dauer(b)renner André Kaldewei gesetzt. Er absolviert ohnehin seit mehr als 215 Tagen einen Running Streak, läuft seit Mitte März täglich ohne einen Tag Pause. „Mein Ziel ist die Gold-Medaille. Vielleicht ist ja sogar ein Platz in den Top Ten drin, das wäre geil“, sagt Kaldewei.

Eine Alternative zu Volksläufen

Etwas ruhiger möchte es derweil Ralf Gosda angehen lassen. Da er beruflich stark eingebunden ist, hat er sich Silber als Ziel gesetzt. „Die 600 Kilometer möchte ich auf jeden Fall überschreiten, das ist für mich eine Herausforderung. Und ich finde die Idee insgesamt charmant – gerade jetzt, wo wegen Corona praktisch keine Volksläufe stattfinden“, sagt Gosda. Also hat er kurzerhand auch seine Tochter Domenika und seinen Vereinskollegen Jürgen Pollmeier für die Challenge gewinnen können.

Außerdem sei eine solche Challenge auch ein Ansporn, wenn es schwerfalle, sich zum Laufen aufzuraffen. „Ohne Wettkämpfe habe ich ein Motivationsproblem“, räumt Gosda ein. „Die Leute denken das zwar immer, aber ich breche auch nicht gerade in Jubelstürme aus, wenn ich nach einem langen Arbeitstag bei Regen noch laufen gehen darf“, sagt Gosda. Die Couch ist nun mal verlockend.

Aber – und das wissen erfahrene Läufer – sie ist eben noch viel bequemer, wenn man sich durchgerungen hat, vorher laufen zu gehen.

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