Fußball: Regionalliga West
Verfrühter Lockdown: RW Ahlen unterliegt Fortuna Düsseldorf mit 1:4

Ahlen -

Ob jemand ab Montag in der Regionalliga West den Pauseknopf drückt, steht noch nicht fest. Sicher ist, aber dass Fortuna Düsseldorfs U23 bei Rot-Weiß Ahlen den Aus-Schalter gefunden hat. Trotz eines gar nicht mal so schlechten Starts und einer 1:0-Führung lief bei den Ahlenern ab Minute 20 nicht mehr viel zusammen. Das Ergebnis: 1:4 aus Sicht der Gäste. Und das war nicht zu hoch.

Samstag, 31.10.2020, 17:46 Uhr aktualisiert: 31.10.2020, 17:55 Uhr
Da braucht es fast keine Worte mehr: RW Ahlens Yasin Altun (links) und Sven Höveler sind nach der deutlichen Niederlage konsterniert.
Da braucht es fast keine Worte mehr: RW Ahlens Yasin Altun (links) und Sven Höveler sind nach der deutlichen Niederlage konsterniert. Foto: Marc Kreisel

RWA-Coach Björn Mehnert versuchte dann auch gar nicht, das Ergebnis schöner zu reden. „Das war eine verdiente Niederlage. Es stand nicht umsonst 1:4“, sagte er nüchtern. Es klang aber durchaus ein bisschen Ernüchterung mit nach der zweiten hohen Niederlage nur zwei Wochen nach der 0:6-Klatsche bei Borussia Dortmunds U23.

Führungsspieler machen den Unterschied

Nach zuletzt zwei Unentschieden hatte es sich der Ahlener Coach anders erhofft. Doch dafür reichte es nicht. „Man hat klar Düsseldorfs höhere Qualität gesehen. Die haben sie ausgespielt, das machen sie einfach gut“, lobte Mehnert und hob erneut die Führungsspieler hervor, die er schon vor dem Spiel genannt hatte: Olive Fink, Kevin Hagemann und Cedric Euschen. „Die gehen voran und führen die Mannschaft mit ihrer Erfahrung. Wenn man sieht, wie der 38-jährige Fink das macht. . . sensationell.“

RW Ahlen geht per Foulelfmeter in Front

Zwei von den drei Genannten – nämlich Euschen und Hagemann – trugen sich zuvor auch in die Torschützenliste ein. Den ersten Treffer des Spiels markierte aber ein anderer, nämlich Ahlens Neuzugang Jan Holldack per Foulelfmeter. Kurz zuvor hatte sein Teamkollege Koray Kacinoglu mit einer Rettungstat auf der Linie nach einem Eckball schon das 0:0 sichern müssen. Fünf Zeigerumdrehungen später war es Holldack, der die Szene, die zur Gästeführung führen sollte, mit einem Tempogegenstoß im Mittelfeld einleitete. Er schickte Nico Lucas steil, der im 16er zu Fall gebracht wurde. Holldack verwandelte sicher (7.).

Bis zur 20 Minute – ungefähr bis Mike Pihl an der Seitenlinie seinen Gegenspieler umgrätschte und dafür den dunkelgelben Karton sah – hatten die Gäste ihre beste Phase, spielten ziemlich gut mit, wenngleich Mehnert auch schon da ein paar Probleme ausgemacht hatte. „Wir haben die Flanken nicht verhindert bekommen“, sagte er.

Ab Minute 20 geht nichts mehr für die Gäste

Rot-Weiß Ahlen bezieht 1:4-Klatsche bei Fortuna Düsseldorf

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  • 2020-10-31 Fortuna Düsseldorf U23 - RWA -Kreisel- Foto Marc Kreisel

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Nach Minute 20 aber war es mehr als das. Bei den Rot-Weißen schien nichts mehr zusammenzulaufen, als sei der Lockdown vorgezogen worden, bei den Düsseldorfern klappte es dafür umso besser. Die 28. Minute lief, Euschen suchte und fand Steffen Meuer und der schob zum Ausgleich ein. 42. Minute, Freistoß Euschen, genau ins Eck – 2:1 für die Fortuna. Dazwischen war Ahlens Arda Nebi noch mit einem abgefälschten Volleyschuss gescheitert.

Von Hälfte zwei gibt es nicht viel mehr zu berichten als die Treffer der nun deutlich überlegenen Hausherren. Das 3:1 besorgte Lex Lobinger nach einem Fehler von Mohammed El Bouazzati in der 58. Minute. Vor dem 4:1 setzte sich Oliver Fink im Mittelfeld gegen drei Ahlener durch, steckte dann in die Mitte, wo Kevin Hagemann schon lauerte und keine Probleme hatte. Der eingewechselte Davor Lovren hätte kurz vor Schluss fast noch das 5:1 markiert.

Wenn es weitergeht, will Mehnert sich auf dem Platz „einigeln“

Es waren also zuvörderst – aber nicht nur – die Düsseldorfer Führungsspieler, die den Unterschied machten. Auf Ahlener Seite werden die noch gesucht, die in wichtigen Situationen das Zepter in die Hand nehmen. „Da tut sich noch keiner hervor. Von den jungen Spielern kann ich es nicht erwarten. Holldack versucht‘s immerhin und hat auch schon gezeigt, wie wichtig er sein kann“, so Mehnerts Fazit.

Was also tun, sollte es doch in den nächsten Tagen und Wochen weitergehen? Wie soll RW Ahlen kurzfristig zurückkommen? Wohl nur mit einer Mauertaktik. „Wir werden uns wohl erstmal einigeln und versuchen, hinten Sicherheit zu gewinnen. Das ist das Einfachste, wenn man bei Qualität und Tempo unterlegen ist“, sagt der Trainer. Ob es dazu kommt, wird der Montag zeigen. Dann soll entschieden werden, ob und wie es in der Regionalliga weitergeht. Angesichts der jüngsten Erfahrungen wären die Ahlener wohl nicht nur wegen der Coronasituation für eine Pause zu haben.

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