Volleyball: 2. Bundesliga Nord Frauen
BSV Ostbevern will und darf nicht mehr trainieren

Ostbevern -

Die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern wollen nach den Corona-Infektionsfällen in der Mannschaft nicht wieder in den Trainingsbetrieb zurückkehren. Aber selbst wenn der Zweitligist trainieren wollte, er hätte keine Möglichkeit mehr in Ostbevern. Die Gemeindeverwaltung hat die Sondergenehmigung zurückgezogen.

Montag, 23.11.2020, 18:04 Uhr
Nach dem Spiel zwischen Borken (hinten) und Ostbevern wurden beide Mannschaften von einer Corona-Welle erfasst.
Nach dem Spiel zwischen Borken (hinten) und Ostbevern wurden beide Mannschaften von einer Corona-Welle erfasst. Foto: Aumüller

Im Dezember stehen für die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern noch drei Spiele auf dem Plan. Es sieht aber nicht danach aus, dass der Zweitligist 2020 noch einmal aufläuft. Wie der Verein am Montagnachmittag mitteilte, wird die Mannschaft „bis auf Weiteres nicht mehr in den Trainingsbetrieb zurückkehren“. Bis in dieser Woche befinden sich einige Spielerinnen, das Trainer- und Funktionsteam ohnehin noch in häuslicher Quarantäne.

Selbst wenn das Team trainieren wollte, es hätte keine Möglichkeit mehr in Ostbevern. Bislang durften die Volleyballerinnen als Zweitligist mit einer Sondergenehmigung aus dem Rathaus in die Sporthalle, während der Amateursport ansonsten in den Lockdown gehen musste. Die Gemeindeverwaltung, so teilt der BSV mit, stellt diese Hallenkapazitäten jetzt nicht mehr zur Verfügung. „Diese Maßnahme war zu erwarten und trifft beim BSV auf vollstes Verständnis“, heißt es von Seiten des Vereins. Die Hallen in Ostbevern sind seit Anfang vergangener Woche auch für den Schulsport geschlossen.

Spuren hinterlassen

Nach dem Auswärtsmatch der BSV-Frauen am 7. November bei den Skurios Volleys Borken waren beide Mannschaften von einer großen Corona-Welle erfasst worden. Das hat beim BSV Spuren hinterlassen. In der Mitteilung sprechen die Verantwortlichen von „beunruhigenden Nachrichten“ rund um das Infektionsgeschehen und von „Folgen, die auch nicht auf den Mannschaftskreis beschränkt blieben“.

Das Restrisiko, das trotz der aufwändigen Hygieneschutzmaßnahmen bestehen bleibt, ist uns durch die aktuellen Ereignisse leider deutlich vor Augen geführt worden.

Dominik Münch

Am Freitagabend haben die Spielerinnen, Trainer und Funktionäre in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen beraten. Der einhellige Tenor: Eine „Rückkehr in die Halle ist unter den gegenwärtigen Bedingungen für den BSV nicht möglich“. „Das Restrisiko, das trotz der aufwändigen Hygieneschutzmaßnahmen bestehen bleibt, ist uns durch die aktuellen Ereignisse leider deutlich vor Augen geführt worden“, wird Trainer und Abteilungsleiter Dominik Münch zitiert. „Die Ausnahmegenehmigung, die uns als Zweitligist im derzeitigen Lockdown zugestanden wird, wollen wir freiwillig aus Fürsorge gegenüber unserer eigenen Gesundheit und besonders gegenüber den Menschen in unseren privaten und beruflichen Umfeldern nicht weiter in Anspruch nehmen.“

Gemeinsam mit dem Dachverband VBL (Volleyball-Bundesliga) wolle der Club „erörtern, wie mit den für den BSV im Dezember anstehenden Meisterschaftsspielen umgegangen werden kann“. Ostbevern muss für die Partien in Essen (5. Dezember), gegen Oythe (13. Dezember) und gegen Dingden (20. Dezember) Spielverlegungen beantragen.

 

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