Fußball: Kreisliga
Warum Miltes Trainer Hoffmann gerne in der Hessel baden würde

Milte -

Im kommenden Sommer geht Volker Hoffmann beim Fußball-B-Kreisligisten DJK RW Milte in seine zehnte Saison als Trainer. Über diesen ungewöhnlich langen Zeitraum bei dem gleichen Verein in der Verantwortung zu sein, ist Grund genug, mit dem 53-Jährigen zu sprechen. Im Interview verrät er, wie lange die Vertragsgespäche dauern und warum er gerne mal in der Hessel baden gehen würde.

Samstag, 28.11.2020, 06:03 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 13:59 Uhr
Miltes Trainer Volker Hoffmann
Miltes Trainer Volker Hoffmann

 

Herr Hoffmann , zehn Jahre RW Milte – warum?

 

Hoffmann: Weil es richtig viel Bock macht, dort Trainer zu sein. Und es macht von Jahr zu Jahr noch mehr Spaß. Die Mannschaft und das Drumherum mit Co-Trainer Nino Zimmermann und dem Vorsitzenden Dirk Strotbaum – das passt einfach. Vor zehn Jahren hätte ich noch jedem den Vogel gezeigt, der mir gesagt hätte, ich wäre jetzt noch in Milte.

 

Gibt es dort etwas, das besonders motiviert?

 

Hoffmann: Ja, noch mehr aus der Mannschaft herauszuholen. Ich glaube da ist noch einiges drin. Der Wille, sich weiterzuentwickeln, ist bei jedem einzelnen Spieler da. Natürlich sind die Schritte bei den jüngeren Spielern größer als bei den älteren, aber da macht es dann im Kader die richtige Mischung.

Wie lange dauern mittlerweile die jährlichen Vertragsgespräche?

 

Hoffmann (lacht): Die werden von Jahr zu Jahr kürzer.

 

Der Verein fragt also nur noch und Sie sagen ja?

 

Hoffmann: Nein, nein. Wir nehmen uns schon die Zeit, die beide Seiten brauchen. Wir tauschen uns aus, wir besprechen das Positive und das Negative. Ich muss auch das Gefühl haben, dass es weiterhin passt. Letztlich muss dann auch die Familie und der Oberfeldwebel (Anm. d. Red.: Hoffmann meint seine Frau) noch zustimmen.

 

Wie lange bleiben Sie noch in Milte?

 

Hoffmann: Da könnte ich eher die Lottozahlen vorhersagen. Wenn es weiter solchen Spaß macht, die Jungs mir zuhören und der Verein möchte, dann ist kein Ende in Sicht. Wir sind zusammen durch Höhen und Tiefen gegangen. Wir haben zum Beispiel die Hallenkreismeisterschaft als B-Ligist gerockt, aber auch zusammen am Grab eines Freundes geweint. So etwas schweißt zusammen. Es passt eben auch zwischenmenschlich.

 

Welche Ziele gibt es?

 

Hoffmann: Der Verein hat gesagt, das obere Drittel soll es sein. Ich traue uns auch die Top drei zu. Ich kann mir aber auch vorstellen, mal in der Hessel baden zu gehen. Das ist bei einem Aufstieg so Tradition. Wir sind auf einem guten Weg dahin, aber vielleicht jetzt noch nicht ganz soweit.

 

Der Kader hat also Ihrer Meinung nach das Potenzial für die A-Liga?

 

Hoffmann: Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, dann haben wir sowohl qualitativ als auch quantitativ eine B-Liga-Truppe, die einfach 1 A ist.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7697776?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57550%2F
Nachrichten-Ticker