Reiten: Deutsche Meisterschaften
Schulze Niehues ist hochzufrieden – auch ohne Applaus

Kreis Warendorf -

Nach den Deutschen Meisterschaften der Springreiter und dem U 25-Deutschlandpokal zog Jan Andre Schulze Niehues eine in jeder Hinsicht erfreuliche Bilanz. Nach dem Turnier in Riesenbeck durften auch Katrin Eckermann (Füchtorf) und Sportsoldatin Lara Weber zufrieden sein.

Dienstag, 08.12.2020, 15:55 Uhr
Jan Andre Schulze Niehues aus Freckenhorst, hier auf einem Archivbild, darf auf eine erfolgreiche Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften der Springreiter mit seinen Oldenburger Fitch zurückblicken.
Jan Andre Schulze Niehues aus Freckenhorst, hier auf einem Archivbild, darf auf eine erfolgreiche Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften der Springreiter mit seinen Oldenburger Fitch zurückblicken. Foto: Hartwig

Nach den Deutschen Meisterschaften der Springreiter am vergangenen Wochenende, unter strengen Corona-Schutzmaßnahmen auf der Reitsportanlage von Ludger Beerbaum in Riesenbeck durchgeführt, zog Jan Andre Schulze Niehues eine erfreuliche Bilanz. So war der 25-jährige Freckenhorster mit seinem zehnten Platz in der Meisterschaftswertung hochzufrieden.

Mit seinem elfjährigen Oldenburger Wallach Fitch lieferte er nach einem Abwurf in der ersten Wertungsprüfung in der zweiten Wertung eine Nullrunde ab, was ihm in der Endabrechnung Platz zehn einbrachte.

Dabei hatte Schulze Niehues in Riesenbeck noch eine weitere Aufgabe zu bewältigen. Denn mit seinem Westfalen Coolinsky ML startete er zusätzlich im Finale des U 25-Deutschlandpokals, der bundesweit wichtigsten Serie für die besten deutschen Nachwuchsreiter dieser Altersklasse.

Knapp geschlagen auf Platz zwei

Auch dabei erzielte er respektable Ergebnisse. In der Final-Qualifikation fehlten ihm und seinem Schimmelhengst nach einer perfekten Runde ohne Strafpunkte lediglich zwei Zehntel Sekunden zum Sieg. Das Paar landete, nur knapp geschlagen, auf Platz zwei.

Im Finale des U 25-Deutschlandpokals gab es dann mit einem Abwurf noch den achten Rang für Schulze Niehues, der altersbedingt seinen letzten Auftritt in dieser Serie hatte.

Lederteil gerissen

Schulze Niehues zog nach seinem zweiten Start bei Deutschen Meisterschaften eine positive Bilanz: „Für mich ist das Wochenende sehr gut gelaufen, auch wenn ich am Sonntag etwas Pech hatte, weil mir in der zweiten Runde während des Ritts ein Lederteil an der Ausrüstung meines Pferdes gerissen ist. Dass hat mich zwar keine Medaille gekostet, aber vielleicht wären mit einer etwas besseren Zeit, die ich dabei verloren habe, noch ein oder zwei Plätze weiter vorne möglich gewesen.“

Es zeigte sich einmal mehr, dass bei Einhaltung der Schutzmaßnahmen Turniersport möglich ist.

Jan Andre Schulze Niehues

Auch mit der Veranstaltung selbst war Schulze Niehues mehr als zufrieden: „Insgesamt war es ein unglaublich professionell organisiertes Turnier, das gerade im Hinblick auf die Umsetzung von Corona-Schutzmaßnahmen vorbildlich war. Etwas komisch war allerdings die Atmosphäre. Bei so schweren Springen wie Deutschen Meisterschaften ist man es einfach gewohnt, dass einem anschließend viele Menschen applaudieren, was in Riesenbeck ja nicht möglich war. Es zeigte sich aber einmal mehr, dass bei Einhaltung der Schutzmaßnahmen Turniersport dennoch möglich ist. Das macht doch etwas Mut für die nächsten Monate.“

Andere Prioritäten

Im neuen Jahr haben für Schulze Niehues jedoch erst einmal andere Dinge Priorität: die Prüfung zum Pferdewirtschaftsmeister sowie sein Agrar-Studium an der Hochschule Osnabrück.

Mit Katrin Eckermann (Füchtorf) und der Sportsoldatin Lara Weber gingen in Riesenbeck auch zwei Reiterinnen aus dem Kreis Warendorf in der Meisterschaft der Damen an den Start.

Eckermann auf Platz zwei

Für Eckermann und ihre Stute Cala Mandia reichte es zu Rang zwölf in diesem Championat. Zudem wurde sie in der Youngster Tour mit dem siebenjährigen Cascadello Boy RM Zweite.

Lara Weber von der Sportschule der Bundeswehr setzte in der Meisterschaft auf den Warendorfer Landbeschäler Diathago, mit dem sie sowohl in der ersten als auch in der zweiten Wertung jeweils einen Abwurf hatte, was nicht zu einer Platzierung im leistungsstarken Teilnehmerfeld reichte. Im Finale des U 25-Deutschlandpokals belegte sie mit Bien-Aimee De la Lionne NRW Rang 15.

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