Rollstuhlbasketball: 1. Bundesliga
Phasenweise schon top: BBC Münsterland hält gegen Baskets Rahden lange gut mit

Warendorf -

Der BBC Münsterland hat den Baskets Rahden die Stirn geboten. Dass sie am Ende verloren, war für Marcel Fedde kein Ärgernis. Vielmehr sammelte der Trainer wichtige Erkenntnisse, was sein Team schon gut macht – und was noch nicht.

Montag, 15.02.2021, 13:52 Uhr aktualisiert: 15.02.2021, 14:47 Uhr
Sören Müller (Mitte) war am Samstag mit 20 Punkten der erfolgreichste Werfer des BBC Münsterland und konnte auch von den Rahdenern Tom Smith (l.) und Mustafa Korkmaz nur selten gebremst werden. Bei der zweiten Partie, tags darauf, fehlte er verletzungsbedingt.
Sören Müller (Mitte) war am Samstag mit 20 Punkten der erfolgreichste Werfer des BBC Münsterland und konnte auch von den Rahdenern Tom Smith (l.) und Mustafa Korkmaz nur selten gebremst werden. Bei der zweiten Partie, tags darauf, fehlte er verletzungsbedingt. Foto: René Penno

Mit 6:0 führten die Rollstuhlbasketballer des BBC Münsterland nach drei Minuten und zwangen den hohen Favoriten Baskets Rahden so zu einer frühen Auszeit. Die Warendorfer verloren die Partie der 1. Bundesliga am Ende zwar mit 52:69 (25:33), konnten aber insgesamt eine weitere Steigerung für sich verbuchen.

„Das war für uns noch ein Schritt nach vorne“, fand Trainer Marcel Fedde , der nicht viel zu meckern hatte. „Ich bin total zufrieden, wie wir uns da verkauft haben.“ In der Tat hielten die Warendorfer zunächst nicht nur mit, sondern lagen sogar vorne. Mit 12:8 führte der BBC nach acht Minuten, musste aber für jeden Korb hart kämpfen.

Pressdeckung macht den Unterschied

Schon nach dem schnellen 0:6 hatte Rahden auf die von den Gegnern so gefürchtete Pressdeckung umgestellt. Das Eins-gegen-Eins über das ganze Feld spielt wohl kein Team in der gesamten Liga so gut und effektiv. Das war es dann auch, was letztlich den Unterschied machte. „Wenn Rahden Ballverluste von uns provoziert hat, dann haben die Spieler diese auch zu Körben genutzt“, wusste Fedde.

Da sprachen auch die Zahlen eine deutliche Sprache. 18 dieser Ballverluste forcierten die Rahdener bei den Warendorfern, auf der anderen Seite waren es nur sechs. In allen anderen Statistiken lagen die beiden Mannschaften nahezu gleichauf.

Konstanz fehlt noch

„Wir haben uns zwar immer wieder an Rahden rangekämpft, konnten aber nie so weit verkürzen, dass wir noch eine Chance gehabt hätten, die Partie zu drehen“, fasste Fedde die zweite Hälfte zusammen. Das Positive: Die Münsterländer steckten nie auf und zeigten zumindest phasenweise, dass sie mit den Topteams in Liga eins mithalten können. Was noch fehlt, ist die Konstanz über die komplette Spielzeit. Aber auch das wird aus Sicht des Trainers von Begegnung zu Begegnung besser.

Selbst gegen die Pressdeckung fanden sich die Gastgeber mit zunehmender Spielzeit immer besser zurecht. „Das war schon hoher Druck“, sagte Fedde. „Aber wir haben unsere Angriffe trotzdem oft gut ausgespielt und uns gewehrt.“ So darf es für den BBC weiter vorangehen, dann ist auch der erste Sieg nicht mehr fern.

BBC: Müller (20), Bellers (13), Lammering (11), Knippelmeyer (6), Hoffmann (2), Henning, Schorp, Wissmann, Reinshagen, Niehaus.

 

In Wetzlar bereits zur Pause hoffnungslos hinten

Am Tag nach der Partie gegen Rahden musste der BBC Münsterland schon wieder ran. Doch dabei blie die Leistung weit entfernt von dem, was die Rollstuhlbasketballer können. Mit 35:84 (10:44) kamen die Warendorfer am Sonntag zum Abschluss des Doppel-Spieltags beim RSV Lahn-Dill in Wetzlar ordentlich unter die Räder. Die Partie war früh entschieden.

Vor allem im ersten Viertel waren die Gäste offensiv völlig harmlos. Aus dem Spiel heraus traf der BBC gar nicht. Lediglich Mattijs Bellers traf zweimal von der Freiwurflinie. Der Holländer war es auch, der erst nach exakt zehn Minuten und 41 Sekunden den ersten Korb der Münsterländer aus dem Spiel heraus erzielte. So lagen die Warendorfer zunächst mit 2:18, zur Pause dann mit 10:44 hinten. Da war die Partie natürlich längst gelaufen.

Nicht zu kompensieren war der Ausfall von Sören Müller, der aufgrund seiner lädierten Schulter eine Auszeit nehmen musste. Im zweiten Abschnitt kamen die Emsstädter dann wesentlich besser in die Partie, gewannen das dritte Viertel beim Champions-League-Teilnehmer sogar mit 19:16 und konnten wieder Mut für das wichtige Spiel gegen Frankfurt am kommenden Samstag in eigener Halle schöpfen.

„In der zweiten Halbzeit haben wir das gut gemacht“, stellte Trainer Marcel Fedde das Positive heraus. Wohlwissend, dass dieses Mal nichts zu holen war.

BBC: Bellers (20), Niehaus (11), Schorp (2), Gebauer (2), Hennig, Knippelmeyer, Hoffmann, Wissmann, Lammering, Reinshagen.

 

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