Fußball: Regionalliga West
Noch ein Mal gegen die da oben: RW Ahlen beim Vierten Fortuna Köln

Ahlen -

Kräftezehrende Wochen liegen hinter Rot-Weiß Ahlen. Nach Partien in kurzer Folge gegen den Ersten, Zweiten, Fünften und Dritten der Regionalliga würde es nicht verwundern, wenn dem Schlusslicht die Puste ausgeht. Vor dem Nachholspiel gegen den Vierten Fortuna Köln macht Trainer Andreas Zimmermann jedoch eine Ansage. „Das waren noch zu wenig Punkte“, sagt er – und hofft nun auf einen Nachschlag.

Dienstag, 13.04.2021, 16:22 Uhr aktualisiert: 14.04.2021, 22:04 Uhr
Zuletzt – wie hier gegen Preußen Münster – bekamen es Sebastian Mai (Mitte), Mike Pihl (r.) und Rot-Weiß Ahlen mit den besten Teams der Liga zu tun. Am Mittwochabend kommt es in Köln zu einem weiteren Duell mit einem Gegner aus dieser Kategorie.
Zuletzt – wie hier gegen Preußen Münster – bekamen es Sebastian Mai (Mitte), Mike Pihl (r.) und Rot-Weiß Ahlen mit den besten Teams der Liga zu tun. Am Mittwochabend kommt es in Köln zu einem weiteren Duell mit einem Gegner aus dieser Kategorie. Foto: Marc Kreisel

Komplimente? Nimmt natürlich auch ein Andreas Zimmermann gerne entgegen. Das Lob für die Punkteausbeute gegen die Sahneteams der Liga lässt Rot-Weiß Ahlens Trainer dagegen nicht so stehen. „Das waren trotzdem noch zu wenige“, sagt Zimmermann wie aus der Pistole geschossen. Ein bisschen Frust schwingt da sicher noch mit über die jüngste 2:3-Niederlage gegen den Tabellendritten Preußen Münster sowie den späten Ausgleich von Fortuna Düsseldorfs U23 zum 1:1.

Schlusslicht Ahlen hat zuletzt die große Nummern geärgert

Angesichts der Ausgangslage – die Regionalliga-Fußballer aus Ahlen sind schließlich weiterhin das Schlusslicht – könnte man Zimmermanns Ansage für Vermessen halten. Zur Wahrheit gehört aber ebenso, dass das Kellerkind in den vergangenen Wochen nahezu jedes Team von ganz oben ordentlich gefordert hat oder sogar hat stolpern lassen. Ein 1:1 gegen Spitzenreiter Dortmund II, ein 2:1-Erfolg gegen den Zweiten Rot-Weiß Essen, wiederum ein 1:1 gegen den Fünften Fortuna Düsseldorf und zuletzt eben eine knappe 2:3-Niederlage nach einer Führung gegen die nunmehr seit 15 Spielen unbesiegten Preußen. Das kann sich sehen lassen, um es mal vorsichtig zu formulieren.

„Die Jungs haben sich super entwickelt. Das Selbstvertrauen ist da“

„Gegen Münster und Düsseldorf war das zu wenig“, sagt Zimmermann dennoch mit Blick auf die Ausbeute. Ansonsten lobt auch er seine Mannschaft. „Die Jungs haben sich super entwickelt – sowohl die ganz Jungen als auch die Gestandenen wie beispielsweise Kevin Kahlert oder Bernd Schipmann.“ Man merke seiner Mannschaft zudem die jüngsten Erfolge an. „Das Selbstvertrauen ist da sowie der Glaube an die Mannschaft und an den Plan, den wir uns zurechtgelegt haben“, hat der RWA-Trainer festgestellt.

Auch die „Zimmermann-Tabelle“, die er zuletzt öfters mal bemüht hat, sieht gut aus. „18 Punkte aus 19 Spielen unter mir. Das ist okay. Damit wären wir auf eine ganze Saison hochgerechnet nicht Tabellenletzter“, sagt „Zimbo“. Heißt: Die Richtung stimmt. Den Abstieg zu verhindern wird trotzdem noch ein weiter Weg.

Als Nächstes steht am Mittwochabend das vorerst letzte Spiel gegen eines der Teams aus den Top Fünf an. Beim Tabellenvierten SC Fortuna Köln will Ahlens Trainer die Punkte einsammeln, die zuletzt liegengelassen wurden. „Ganz klare Geschichte – wir wollen jetzt drei in Köln“, sagt er.

Vorerst letztes Spiel gegen ein Team aus der Top-Fünf-Kategorie

Doch reicht nach kräftezehrenden Wochen gegen die da oben – die Sahneteams – überhaupt die Kraft? Zimmermann glaubt: ja. „Das sind doch alles junge Kerle. Selbst wenn mal ´ne englische Woche dabei ist, stecken die das weg. Ich hab‘ mich früher immer darüber gefreut – da musste ich weniger trainieren und durfte mehr spielen“, sagt „Zimbo“ und lacht. Der Trainer Zimmermann sieht das mit seinen etwas mehr als 50 Lenzen etwas anders. Englische Wochen bedeuten „lange Nächte mit dem Stab und nur wenig Zeit zur Vorbereitung“. Aber das soll nicht Köln zum Vorteil verhelfen. „Wir wissen, wo wir bei ihnen ansetzen müssen“, versichert er.

Englische Woche? Ich hab‘ mich früher immer darüber gefreut – da musste ich weniger trainieren und durfte mehr spielen.

Andreas Zimmermann
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