Fußball: Westfalenpokal
Wildcard als Trostpflaster für TuS Freckenhorst und SV Drensteinfurt

Kreis Warendorf -

Der TuS Freckenhorst und der SV Drensteinfurt dürfen im Westfalenpokal nicht weiterspielen, sondern nur noch die Dritt- und Regionalligisten. Die Entscheidung des FLVW sorgte bei den beiden Vereinen für unterschiedliche Reaktionen. Die Clubs bekommen Geld und eine Wildcard als Trostpflaster.

Donnerstag, 22.04.2021, 17:28 Uhr
Fühlten sich zumindest kurzzeitig wie vor den Kopf gestoßen: Pierre Jöcker und der TuS Freckenhorst sowie der SV Drensteinfurt. Denn der Verband machte den Träumen vom DFB-Pokal ein Ende.
Fühlten sich zumindest kurzzeitig wie vor den Kopf gestoßen: Pierre Jöcker und der TuS Freckenhorst sowie der SV Drensteinfurt. Denn der Verband machte den Träumen vom DFB-Pokal ein Ende. Foto: Wegener

Für die einen ist es ein Trostpflaster, für die anderen eine Wildcard. Nachdem der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) entschieden hat, den Westfalenpokal allein mit den Dritt- und Regionalligisten zu beenden, fiel das Trio aus dem Kreis Warendorf zumindest kurzzeitig aus allen Wolken.

Die Hoffnung auf eine Fortsetzung des Wettbewerbs endete abrupt. Gleichzeitig auch der Traum, bei einem Abbruch im alternativ angedachten Losverfahren unter den sich noch im Wettbewerb befindenden Teams als „Sieger“ und damit als Teilnehmer am DFB-Pokal ermittelt zu werden. Immerhin sind der SV Drensteinfurt, der TuS Freckenhorst und die SV Beckum für den Westfalenpokal 2021/22 gesetzt. Eine Qualifikation über den Kreispokal ist damit nicht notwendig. Zudem gibt es laut FLVW-Vize Manfred Schnieders noch ein finanzielles Bonbon von 1000 Euro für jeden Verein.

Ich finde es schlimm, dass man uns nicht zutraut, die Hygienevorschriften einzuhalten.

Heinz Goldmann

Die Reaktionen in Freckenhorst und Drensteinfurt fallen dennoch unterschiedlich aus. Wobei auf die Vereine ein großer Aufwand inklusive Verantwortung gewartet hätte. Der stellen sich die Dritt- und Viertligisten, spieltechnisch als Profis eingestuft, seit einem Jahr. „Ich finde es schlimm, dass man uns nicht zutraut, die Hygienevorschriften einzuhalten“, sagt Heinz Goldmann. „Man hätte uns ja beispielsweise die Kosten für Tests erstatten oder uns zumindest fragen können, ob wir die selbst finanzieren wollen“, so der Sportliche Leiter des TuS Freckenhorst weiter.

Das ist okay so.

Uwe Heinsch

Uwe Heinsch sieht das gelassen. „Das ist okay so. Wir haben uns auch keine großen Gedanken gemacht. Es gibt doch ganz andere Sorgen“, gibt der Sportliche Leiter des SVD zu Protokoll, ehe er positiv denkt: „Wir freuen uns, dass wir in der kommenden Saison im Westfalenpokal spielen dürfen. Das ist nicht selbstverständlich.“

So bleibt es dabei: Der SV Lippstadt 08, SC Wiedenbrück, SC Preußen Münster, Sportfreunde Lotte, SV Rödinghausen und SC Verl dürfen sich nun um die DFB-Pokal-Teilnahme streiten – die Vereine unterhalb der Regionalliga nicht. Das Viertelfinale wird am Freitag ausgelost, das Endspiel (29. Mai) findet in Verl statt.

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