Radsport: Termin wieder verlegt
Rennen des TV Friesen Telgte: Neuer Anlauf im Herbst

Telgte -

Das Radrennen in Telgte sollte erst im Juni 2020 und dann im Juni dieses Jahres stattfinden. Weil sich die Pandemie hinzieht, ist jetzt ein Termin im Herbst geplant – zur Not auch ohne Zuschauer. Der TV Friesen möchte die Wettfahrt unbedingt ausrichten.

Samstag, 01.05.2021, 05:34 Uhr aktualisiert: 01.05.2021, 05:40 Uhr
Eine Wettfahrt durch die Bauerschaft – hier ein Bild von einem Rennen 2019 in Ahlen – ist im Herbst in Telgte geplant.
Eine Wettfahrt durch die Bauerschaft – hier ein Bild von einem Rennen 2019 in Ahlen – ist im Herbst in Telgte geplant. Foto: René Penno

Dass man für die Organisation einer Großveranstaltung Tugenden wie Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen braucht, dürfte den Radsportlern beim TV Friesen bewusst gewesen sein. Für das Rennen in Telgte ist aber noch eine ganz andere Eigenschaft gefordert: Geduld. Und davon nicht zu knapp.

Im Herbst 2019 machte die Truppe um Ideengeber Patrick Altefrohne ihr Vorhaben publik: Im Juni 2020 sollte eine Rennveranstaltung in Regie des TV Friesen neu aufgelegt werden. Corona durchkreuzte die Pläne. Also neuer Termin: 12. Juni 2021. Daraus wird jetzt aber auch nichts, die Pandemie zieht sich hin. Also nächster Anlauf: Nun soll es der 9. Oktober sein, der Samstag vor den Herbstferien. „In der Hoffnung, dass dann wieder etwas möglich ist“, sagt Altefrohne. Der Landesverband muss beides, Absage und Neuterminierung, nur noch bestätigen. Reine Formsache, meint Altefrohne.

Der Umfang richtet sich nach den Auflagen

An Umfang und Rennklassen-Einteilung wollen die Telgter nichts ändern – erst mal nicht. „Das hängt aber von den Auflagen ab“, sagt der Mann an der Spitze des Orga-Teams. Wenn die Pausen zwischen den einzelnen Rennen länger werden müssen als geplant, damit sich die Fahrer abseits der Strecke nicht begegnen, dann müsse man die Zahl der Starts reduzieren. „Der Fokus liegt auf den Amateur-, Elite- und Jugendrennen“, betont Altefrohne.

Erfahrungen für die nächsten Jahre sammeln

Liebend gerne hätten die Friesen im Herbst Zuschauer dabei – wenn Publikum denn erlaubt ist. „Wir würden die Auflagen bestimmt gut einhalten können, wir fahren ja nicht in einem Wohngebiet“, beteuert Altefrohne. Bei den Rennen in Telgte vor mehr als 20 Jahren waren die Pedaleure im Orkotten unterwegs. Jetzt sollen sie durch die Bauerschaft Raestrup kurven. Und zur Not eben ohne Anfeuerung an der Strecke. „Mir ist wichtig, dass wir das Rennen durchführen, auch um Erfahrungen für die nächsten Jahre zu sammeln.“

Das gesamte Organisationsteam stehe hinter den neuen Plänen, versichert Altefrohne. Zu der Truppe zählen noch Wolfgang Bernsmann, Sebastian Nieberg, Guido Pupkes, Paul Klebba und Johanna Kretzer sowie Susanne Wienand aus Stadtlohn. „Sie kennt sich gut aus in der Rennorganisation und ist auch im Landesverband tätig“, sagt Altefrohne.

Saisonstart noch offen

Wienand war mal Sportliche Leiterin der Mannschaft aus Münster, für die Altefrohne Amateurrennen fährt. Er gehört auch in diesem Jahr zum „Leeze-Team by tinteistbesser.de“. Wann die Saison startet, ist noch offen. Der Telgter geht davon aus, dass vor Juni keine Rennen stattfinden. Schade eigentlich, denn er fühlt sich topfit. Seine Motivation sei hoch, er trainiere viel, und er habe Spaß dabei. Pro Woche strampele er mehr als 400 Kilometer. Auf rund 2000 Kilometer komme er allein im April.

„Ich bin gut drauf, die Rennen könnten stattfinden“, sagt Altefrohne. Aber wenn er was in dieser Zeit gelernt hat, dann ist das Geduld.

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