Reiten: Turnier in Oelde für professionelle Reiter
Jana Fink gewinnt S*-Springen

Kreis Warendorf -

Nach dem erfolgreichen Turnier über die Osterfeiertage hat der Reitverein Oelde nachgelegt und unter dem Motto „Sprung in den Mai“ ein weiteres Turnier ausgerichtet. Damit hat er bei den professionellen Reitern offene Türen eingerannt. Allein im L-Springen gab es 71 und im M-Springen weitere 75 Starts. Die höchste Prüfung gewann eine Reiterin vom RFV Milte-Sassenberg.

Montag, 03.05.2021, 16:40 Uhr aktualisiert: 03.05.2021, 16:54 Uhr
Jana Fink vom RFV Milte-Sassenberg siegte bei einem Turnier in Oelde mit der Hannoveraner Corlensky-Tochter C´est la Maria Callas in einem S*-Springen.
Jana Fink vom RFV Milte-Sassenberg siegte bei einem Turnier in Oelde mit der Hannoveraner Corlensky-Tochter C´est la Maria Callas in einem S*-Springen. Foto: Hartwig

Es waren wohlgemerkt ausschließlich professionelle Reiter, die derzeit als Einzige bei Turnieren starten dürfen. Die Amateure guckten, wie schon seit Anfang November, in die Röhre. Für Hubert Uphus (Herzebrock-Clarholz) muss sich das ändern. „Wir müssen schnellstens sehen, dass auch Amateure wieder am Turniersport teilnehmen dürfen, sonst wird der Leistungsabstand zwischen Profis und Nicht-Profis einfach zu groß und irgendwann verliert unsere Basis die Motivation“, sagte Uphus. Der war in Oelde als Richter wie auch als Präsidiumsmitglied des fast 100 000 Mitglieder zählenden Pferdesportverbandes Westfalen dabei.

Kobrink wünscht sich, bald wieder auch Amateure begrüßen zu können

Auch Bernhard Kobrink, Turnierleiter und erster Vorsitzender des RV Oelde, hofft, dass bald wieder gemischte Wettbewerbe möglich sind: „Die im vergangenen Jahr unter Corona-Bedingungen veranstalteten Turniere haben klar gezeigt, dass sich die geforderten Hygiene-Konzepte im Turniersport sehr gut umsetzen lassen und dass die Teilnahme von Amateuren absolut keine zusätzlichen Risiken schaffen.“ Stolz sei er auf seine Mitglieder, die nur drei Wochen nach dem Osterturnier wieder bereit waren, eine weitere Veranstaltung zu organisieren, bei der sie aufgrund der Corona-Bestimmungen größtenteils selbst gar nicht mitreiten durften.

Gute Ergebnisse für professionelle Reiter aus dem Kreis Warendorf

Rein sportlich waren die Profis aus dem Kreis Warendorf der Konkurrenz aus Westfalen, dem Rheinland und Niedersachsen gewachsen. So sicherte sich Hubertus Große-Lümern (RFV Vornholz) in der Springpferdeprüfung der Klasse A für vier- bis sechsjährige Pferde mit dem Westfalen Corlandus Platz zwei. In einer weiteren Prüfung der gleichen Klasse machte es ihm sein Vereinskollege Alexander Rottmann nach und wurde mit Barcbalou ebenfalls Zweiter. In der Springpferdeprüfung der Klasse L für fünf-bis siebenjährige Pferde belegte Reinhard Lütke-Harmann (RV Albersloh) mit Crash Comfort Platz drei.

Spannend verlief das L-Springen.

Lilienbecker fängt Sontag knapp noch ab

ls einer der ersten Starter lieferte René Sontag vom RV Geisterholz mit Stute Diluca einen fehlerfreien und mit 51,28 Sekunden extrem schnellen Ritt ab, der lange Zeit für den Sieg in der ersten Abteilung gereicht hätte. Doch kurz vor Schluss trat mit Dennis Lilienbecker (RFV Warendorf) und der Holsteiner Stute Luz ein Paar an, das mit einer Nullrunde in 49,68 Sekunden besser war und Sontag den Sieg noch entriss.

Auch im stark besetzten M-Springen auf Ein-Sterne-Niveau hielten die Warendorfer Reiter bestens mit. So verpasste in der ersten Abteilung Vivien Schauren (RV Geisterholz) mit Caballero nur ganz knapp den Sieg und belegte mit dem westfälischen Coronas-Sohn Platz zwei (null Strafpunkte in 47,94 Sekunden). Besser war lediglich Lasse Timmer (Osnabrück) mit Quixx (0/47,28). An dritter Stelle folgte Große-Lümern mit der Stute Ab geht´s (0/48,32). In der zweiten Abteilung musste sich Rottmann mit Amity FBH (0/48,23) lediglich dem Sieger Stefan Leber (Sundern) mit C´est Tommy beugen (0/47,90).

Jana Fink gewinnt den sportlichen Höhepunkt

Sportlicher Höhepunkt war ein S*-Springen. Hier holte Jana Fink vom RFV Milte-Sassenberg den Sieg. Mit der Hannoveraner Corlensky-Tochter C´est la Maria Callas, einer Enkelin der westfälischen Springpferdemacher-Legende Cornet Obolensky, lieferte Fink nicht nur eine stilistisch gelungene, sondern in 59,33 Sekunden auch besonders schnelle Nullrunde ab. Keiner der 26 anderen Teilnehmer konnte das unterbieten.

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