Fußball: Kreisliga A1
A-Ligisten fast auf Betriebstemperatur

Fußballkreis Ahaus -

Die hiesigen Kreisligisten starten am Sonntag in die Meisterschaft. Die Voraussetzungen könnten dabei unterschiedlicher kaum sein. Für Teams, die sich während der Vorbereitung mit einer Verletztenmisere rumplagen mussten, rutschten andere sorgenfrei durch.

Freitag, 11.08.2017, 10:08 Uhr

Ring frei für die Meisterschaft: Der ASC Schöppingen und Fortuna Gronau verfolgen ähnliche Ziele mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Hier streiten Malek Mallaamine (# 7), Rafael Figueredo, Sevket Karaman, Mike Hemker, Timo Setzpfand (v.l.) um die Kugel.
Ring frei für die Meisterschaft: Der ASC Schöppingen und Fortuna Gronau verfolgen ähnliche Ziele mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Hier streiten Malek Mallaamine (# 7), Rafael Figueredo, Sevket Karaman, Mike Hemker, Timo Setzpfand (v.l.) um die Kugel.

Um die Meisterschaft werden die hiesigen Kreisliga A-Mannschaften in dieser Saison wohl nicht mitspielen – das sagen die Trainer des ASC Schöppingen , Fortuna Gronaus , des VfB Alstätte und Vorwärts Epes II jedenfalls über sich selbst. Die Teams verfolgen unterschiedliche Ziele.

Beim Vorjahresvierten aus Alstätte hat Markus Krüchting das Trainingsszepter samt Altlasten übernommen. Mehrere Langzeitverletzte aus der ersten Elf, darunter Yannik Terhaar und Alex Buß, beklagt Krüchting. Sonntag beim SV Heek fehlen ihm acht Spieler, der Einsatz von Johannes Terhaar und Marcel Freckmann ist noch offen. „Wenn ich annähernd alle Mann an Bord habe, sehe ich uns unter den ersten Fünf“, sagt der Coach. Bis dahin sei es wichtig, nach fünf bis zehn Spieltagen, unter den ersten Acht zu stehen. Positiv war es, so hebt Krüchting hervor, die beiden Pokalspiele zu null gewonnen zu haben.

Anders sieht es personaltechnisch in Schöppingen aus. Dort hat Rafael Figueiredo für Sonntag beim FC Vreden und „absoluten Meisterkandidaten die Qual der Wahl“. Insgesamt muss er noch an der Taktik feilen. Was in der vergangenen Saison hinten noch nach hopp oder top anmutete, soll 2017/18 verbessert werden. „54 Gegentore sind eine Menge Holz. Vielleicht habe ich als Stürmer zu offensiv aufgestellt“, übt Figueiredo Selbstkritik. So gegenzusteuern, wie er es erhofft hatte, war dem Coach nicht möglich: „Aufgrund von Urlaub konnten wir nicht kollektiv trainieren und spielen.“ Die Testpartien nutzte er also, um vieles auszuprobieren und zu variieren: „Jeder konnte sich zeigen.“ Positiv überrascht haben ihn die beiden Ex-A-Junioren Joscha Kemper und Leandro Costa. Auch Neuzugang Andreas Struwe hat die Eingewöhnungsphase abgeschlossen. „Von ihm erwarte ich einiges“, so sein Chef. Länger verzichten muss Figueiredo noch auf Pascal Korthues, Marten Höping und Bright Küper.

Die Saison auf sich zukommen lassen: So lautet das Motto bei Fortuna Gronau und Torben Rattelsdorfer. Dabei baut er auf Eigengewächse: „Unser Ziel ist, die Jugendlichen und die Spieler aus der Zweiten an die A-Liga heranzuführen.“ Das Augenmerk liegt beim Achten der vergangenen Saison ebenfalls auf dem Defensivbereich. Die Abläufe in der Viererkette müssen geschult werden, wie auch das Pressingverhalten. Zudem möchte Rattelsdorfer das Flügelspiel intensivieren. Sonntag startet seine Elf mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger Eintracht Ahaus II. Ein Gegner, den man nicht unterschätzen sollte, warnt der Trainer: „Sie sind taktisch und spielerisch gut und möchten sich in der Liga etablieren.“ Bis auf Simon Kalitzki sind alle Mann an Bord.

Ein weiterer Aufsteiger ist Vorwärts Epe II. Zumindest was die Testspiele angeht, ist die Truppe von Ahmet Durmaz ganz vorne dabei: Vier Spiele, vier Siege. Dies dürfe allerdings nicht überbewertet werden, meint der Coach: „Das war schon gut, aber wir richten uns auf den Kampf um den Klassenerhalt ein.“

Dabei kam es ihm gelegen, dass er die Vorbereitung beinahe ohne Ausfälle durchziehen konnte: „Wir haben gut und hart trainiert und viel ausprobiert, um auch mögliche Ausfälle zu kompensieren.“ In einem 4-4-2- oder 4-5-1-System möchte Durmaz seine Jungs einen offensiven Fußball spielen lassen. Vorwärts startet bei der SG Coesfeld II, ein möglicher Konkurrent um den A-Liga-Verbleib. „Wichtig wäre es, mit Punkten zu starten“, sagt Durmaz. Lediglich Sascha Hartmann fällt aus.

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