Fußball: Kreisliga A1
Das Duell der Torjäger

Gronau -

Wenn an der Laubstiege Fortuna Gronau und der VfB Alstätte aufeinander treffen, dann sind die Gäste als Tabellenführer der Kreisliga A1 natürlich die Gejagten. Nur für die Rolle des Jägers taugen die Hausherren nicht mehr.

Freitag, 29.03.2019, 19:00 Uhr
Treffen der Torjäger. Markus Krüchting (links) war für den VfB schon 14 Mal erfolgreich. Marcel Bösel jubelte bereits 16 Mal für Fortuna.
Treffen der Torjäger. Markus Krüchting (links) war für den VfB schon 14 Mal erfolgreich. Marcel Bösel jubelte bereits 16 Mal für Fortuna. Foto: Angelika Hoof

Fortuna geht mit bereits 19 Punkten Rückstand bei sogar schon einen Match mehr auf dem Konto als Fünfter in diese Partie, die Sonntag um 15 Uhr angepfiffen wird. Ein Rollentausch findet allerdings in einer anderen Disziplin statt. In der ist ein Gronauer führend – und somit der Gejagte.

In der Torschützenliste nämlich steht Marcel Bösel mit 16 erzielten Treffern ganz oben. Auf schon 14 Tore bringt es Alstättes Spielertrainer Markus Krüchting . Der will von einem Zweikampf aber nichts wissen. „Ich schieße keine Elfmeter, ich trete keine Freistöße. Ich lege auch mehr Tore auf, als ich selbst erziele. Die Frage nach der Torjägerkanone stellt sich für mich nicht“, macht Krüchting deutlich. Trotzdem sieht er Parallelen: „Marcel und ich sind ähnlich veranlagt, links wie rechts, aber auch mit dem Kopf ganz gut. Ich glaube aber, unsere Offensive ist nicht so abhängig von mir wie Fortunas von Marcel.“

„Davor kann ich nur den Hut ziehen“

Der Goalgetter der Blau-Schwarzen, hinter dessen Einsatz aufgrund eines Metallsplitters im Auge noch ein kleines Fragezeichen steht, geht die Sache da schon etwas forscher an. Warum auch nicht – schließlich könnte er zum dritten Mal in Serie die Saison als bester A-Liga-Schütze abschließen.

„Das Triple würde ich natürlich gerne mitnehmen. Aber ich gönne es auch Markus“, sagt Marcel Bösel. „Als ich in der Jugend zwei Jahre beim SuS Stadtlohn gespielt habe, war er da Stürmer der Ersten und für mich schon eine Art Vorbild, einer, zu dem man aufgeschaut hat. Dass Markus jetzt trotz seiner Verletzungen solche Leistungen weiter abruft, davor kann ich nur den Hut ziehen.“

Meniskusaußenriss und Knorpelschaden

Dies trifft jedoch weniger auf die jüngsten Leistungen der eigenen Mannschaft zu. Denn Fortuna Gronau hat sei drei Partien nun schon nicht mehr gewonnen, immer zwei Gegentore kassiert. Der letzte Dreier gelang ausgerechnet gegen den letzten Jäger der Alstätter. Denn mit 1:0 gewann die Mannschaft von Orhan Boga beim ASV Ellewick. Den Spielertrainer ereilte derweil die nächste Hiobsbotschaft. Er selbst fällt nun auch mit einem Meniskusaußenriss und Knorpelschaden aus – die Saison ist für Boga beendet.

Was den Gronauern nicht gelang, schafften die Alstätter sehr wohl. Nämlich einen guten Start raus aus der Winterpause. Drei Siege feierte Rot-Weiß seitdem. Warum der VfB, der erst zwei seiner 21 Partien verloren hat, so schwer zu besiegen ist? Markus Krüchting kennt die simple Lösung: „Weil wir als Mannschaft gut arbeiten und im Moment die beste Defensive haben. Außerdem sind wir immer gut für ein oder auch zwei Tore. Ich hoffe also, dass Marcel dieses Mal mit dem Toreschießen pausiert und wir mindestens einen Punkt mit nach Hause nehmen.“

Das wiederum hört der Fortuna-Stürmer nicht so gerne. „Torjäger hin, Kanone her – am Sonntag bleiben die drei Punkte an der Laubstiege.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6504922?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35318%2F
Giulia Wahn beim ESC: „Platz 20 war Hauptgewinn“
Beim ESC landete der für San Marino startende Sänger Serhat (l.) auf Platz 20. Dennoch gab es für ihn und seine münsterische Background-Sängerin Giulia Wahn (hinten rechts) Grund zum Jubeln.
Nachrichten-Ticker