Fußball | A-Junioren-Bezirksliga
Vorwärts Epes U 19 abgestiegen

Epe -

Der Traum des Klassenerhalts ist für Vorwärts Epes A-Junioren geplatzt. Am letzten Spieltag unterlag der Nachwuchs vom Wolbertshof der Ibbenbürener SpVg mit 4:7. Trainer Hakan Zopirli geht in seinem Saisonrückblick hart mit der Mannschaft ins Gericht.

Donnerstag, 06.06.2019, 05:45 Uhr aktualisiert: 06.06.2019, 17:58 Uhr
Zurück auf den Boden der Kreisliga-Tatsachen: Vorwärts Epes A-Junioren um Nicolas Werink (M.) sind aus der Bezirksliga abgestiegen.
Zurück auf den Boden der Kreisliga-Tatsachen: Vorwärts Epes A-Junioren um Nicolas Werink (M.) sind aus der Bezirksliga abgestiegen. Foto: Birgit Hüsing-Hackfort

Die Hoffnung auf den Klassenerhalt war da, die Mannschaft hatte an ihre minimale Chance geglaubt. Doch es sollte nicht sein. Am letzten Bezirksliga-Spieltag unterlagen Vorwärts Epes A-Junioren bei der Ibbenbürener SpVg mit 4:7 (0:4) und gelten somit als Bezirkliga-Absteiger. Trainer Hakan Zopirli erfuhr bereits vor dem Anpfiff von dieser Tatsache, verschwieg sie aber seiner Elf: „Wir waren immer davon ausgegangen, dass das Torverhältnis zählt. Doch relevant ist der direkte Vergleich, und da ist Westfalia Gemen besser als wir.“

Daher schickte der Coach jene Kicker aufs Feld, die im Laufe der Saison weniger zum Stammpersonal gehörten. Prompt lag Epe mit 0:4 zur Pause zurück. Die Gäste zeigten eine Reaktion, kamen durch Treffer von Nick van Wezel (60./83.) und Leon Kernebeck (65., 75./FE) auf 4:6 heran, zu einem Punkterfolg reichte die Leistung jedoch nicht.

Der letzte Auftritt war wie ein Spiegelbild der Saison. Schlecht spielt der Nachwuchs vom Wolbertshof gar nicht mal. Vieles sei Kopfsache und selbst verschuldet gewesen. Zopirli findet klare Worte: „Wir sind nicht aufgrund unseres Könnens abgestiegen, sondern aufgrund mangelnden Charakters. Wir sind keine Mannschaft geworden.“ Ein harter Vorwurf.

„Ein Desaster“

Zopirli belegt seine Meinung in seinem Saisonrückblick zum kleinen Kader von 14, 15 jungen Männern, die zum Teil eher mit Disziplinlosigkeit statt mit Einsatzfreude glänzten: „Es gibt Spieler, die waren nicht damit einverstanden, auf der Bank zu sitzen. Die haben irgendwann gemerkt, dass der Trainer auf sie angewiesen ist und erschienen nur noch zum Spiel. Das war ein Desaster.“ Als Trainer fühlte er sich irgendwann handlungsunfähig. Es sei eine Generationenfrage. Heute hätten Jugendliche viele und andere Dinge im Kopf als Fußball.

Zusätzlich erinnert sich der Coach auch an eine nicht unerhebliche Portion Pech. Fünfmal hat Epe mit 2:3 verloren, oft fielen die entscheidenden Gegentreffer in den Schlussminuten. Aber nicht aufgrund konditioneller Defizite: Vielmehr sei tief in den Köpfen der Spieler die Angst zu verlieren verankert gewesen: „Das ist wie ein Treibsandeffekt, das habe ich aus den Jungs nicht rausbekommen.“ Die Kreispokal-Euphorie mit dem Endspiel gegen Vreden ließ die Grün-Weißen einige Punkte einfahren, doch sie verebbte schnell. „Besonders gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel haben wir versagt“, so Zopirli. Spielerisch habe die Mannschaft durchaus das Zeug zu einem Platz im Mittelfeld gehabt.

Mannschaft erhält komplett neues Gesicht

Dies sollte auch in der kommenden Saison das Ziel sein – eine Klasse tiefer. Zwei Spieler hören berufs- oder studiumsbedingt auf, neun rücken in die Senioren auf und Kouria Roumanos wechselt zu C-Liga-Aufsteiger Turo d‘Izlo. Die aufrückenden B-Junioren seien noch nicht so weit, eine gute Rolle unter den Topteams der Kreisliga zu spielen. „Es wird ein harter Kampf“, prophezeit Zopirli. Er wird ab Juli nur noch Sportleiter der Vorwärts-Senioren sein. Seine Nachfolge als U 19-Trainer übernehmen Timo Zorn (zuletzt Eintracht Ahaus U 19), der Kapitän der Reserve-Mannschaft Dominik Buß und Robin Duesmann.

Der großen Schelte zum Trotz hat Zopirli auch positive Worte für seine (ehemaligen) Schützlinge. Allen voran attestiert er Torwart Stefan Peters-Kottig eine top Entwicklung: „Er hat von mir das Vertrauen bekommen und von unserem Torwart-Trainer Maikel Visser ein gutes Einzeltraining erfahren.“

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