2. Pokalrunde: VfB Alstätte - TSG Dülmen
Keine Nacht im Paradies

Alstätte -

Keine Frage, da war Musik drin. Zunächst ließ VfB Alstättes Stadionsprecher Bernhard Krösmann die Musik auch nach Spielbeginn noch ein wenig laufen, dann legten die Kicker eine flotte Sohle hin und erzielten in den folgenden 90 Minuten satte zehn Tore.

Sonntag, 04.08.2019, 19:21 Uhr aktualisiert: 05.08.2019, 17:08 Uhr
Dülmens Alexander Kock (9) traf gleich dreimal gegen den VfB Alstätte. Mit 3:7 (2:5) hatte der Bezirksliga-Neuling gegen die TSG Dülmen das Nachsehen und schied damit aus dem Pokalwettbewerb aus.
Dülmens Alexander Kock (9) traf gleich dreimal gegen den VfB Alstätte. Mit 3:7 (2:5) hatte der Bezirksliga-Neuling gegen die TSG Dülmen das Nachsehen und schied damit aus dem Pokalwettbewerb aus. Foto: Stefan Hoof

Die waren jedoch im Alstätter Stadion am Bahnhof ungleich verteilt. Siebenmal jubelte die TSG Dülmen, nur dreimal der Gastgeber, der sich somit mit einer 3:7-Niederlage aus dem Pokalwettbewerb verabschiedete.

Und deshalb lagen die VfB-Kicker zur Halbzeit (2:5) nicht mit Krösmann auf einer Wellenlänge, als er mit „Eine Nacht im Paradies“ die Spieler musikalisch in die Kabine begleitete.

Helene Fischers „Atemlos“ hätte sicherlich eher zum Spielverlauf der ersten 45 Minuten gepasst. Denn immer wenn die Gäste aus Dülmen das Tempo forcierten, geriet die stark ersatzgeschwächte Truppe des VfB Alstätte in große Schwierigkeiten. Das belegen die fünf Gegentreffer, die der Bezirksliga-Aufsteiger bis zur 43. Minute einstecken musste.

„Das war der beste Test, den wir vor dem Bezirksligastart haben konnten. Jetzt wissen wir, mit welchem Tempo wir zu rechnen haben“, meinte später VfB Alstättes an der Schulter verletzter Spielertrainer Markus Krüchting, der jedoch relativierte: „Die TSG erwarte ich oben in der Tabelle, damit müssen wir uns nicht messen.“

Aber immerhin. Als die TSG im zweiten Durchgang nachließ und selbst mit einem Strafstoß an VfB-Keeper Michael Gerwing scheiterte (69. Min.), kamen die Rot-Weißen bis auf 3:5 heran. Nach Hennig Feldhaus (32. Min. zum 1:2) und Alexander Buß (40. Min. zum 2:4) traf auch der kurz zuvor eingewechselte Marius Els­kamp nach feiner Einzelleistung. Darüber freute sich der VfB-Coach sehr. „Dass wir drei Tore machen, obwohl uns gerade vorne zurzeit viel Qualität fehlt, sehe ich sehr positiv.“

Und sogar ein vierter Treffer wäre möglich gewesen. Dülmens Torwart war aber zweimal zur Stelle und knipste damit dem VfB die Musik aus. Deshalb hieß es zwischenzeitlich nicht 4:5, sondern nach zwei weiteren Gegenstößen in der Schlussphase 3:7.

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