Fußball: Bezirksliga 11
1:2-Niederlage macht VfB Alstätte trotzdem Mut

Alstätte -

Mit dieser Niederlage war vielleicht zu rechnen. Schließlich führte die Reise den VfB Alstätte im vorgezogenen Punktspiel am Donnerstagabend zur TSG Dülmen. Doch die Art und Weise, wie der Club vom Bahnhof nach diesen 90 Minuten dann das 1:2 (0:0) akzeptieren musste, ist ohne Frage bitter.

Freitag, 20.09.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 20.09.2019, 14:46 Uhr
Pechvogel: Als Daniel Blickmann kurz nach der Pause das Leder versprang, war die TSG sofort da. Ein schneller Konter führte zur 1:0-Führung in der 53. Minute.
Pechvogel: Als Daniel Blickmann kurz nach der Pause das Leder versprang, war die TSG sofort da. Ein schneller Konter führte zur 1:0-Führung in der 53. Minute. Foto: Stefan Hoof

Weil der Aufsteiger beim Vorjahres-Fünften und nun vorerst Bezirksliga-Dritten keineswegs die schlechtere Mannschaft war. Ein Unentschieden lag nicht nur im Bereich des Möglichen. Es wäre vermutlich auch das gerechtere Ergebnis gewesen. „Heute stehen wir leider wieder mit leeren Händen da“, bedauerte auch der verletzte Spielertrainer Markus Krüchting die erneute Pleite. Denn: „Wir haben wirklich alles rausgehauen, was ging. Schade, dass das nicht belohnt wurde.“

Die Taktik des VfB im TSG-Stadion am Grenzweg verwunderte nicht. Der Auftritt im ersten Abschnitt aber schon. Alstätte stand in der Defensive bestens organisiert und räumte alles ab, noch ehe sich die Dülmener überhaupt dem Strafraum der Gäste gefährlich nähern konnten.

Konzentriert und kompromisslos

Es war eine absolut konzentrierte wie kompromisslose Vorstellung im ersten Abschnitt, die Krüchting ausdrücklich lobte: „Dülmen hat nicht eine nennenswerte Chance verbucht. Wir selbst hätten ein Mal etwas mehr Glück gebrauchen können.“ Der Coach erinnerte an jene Szene, in der Henning Leeners und Fabian van Weyck nach einem schnellen Konter im Abschluss etwas zu überhastet reagierten. Andernfalls hätte dies die Alstätter Führung bedeutet.

Nach Wiederbeginn setzten für den VfB dann Chris Schmäing und Henning Feldhaus die ersten „Duftmarken“ im zweiten Abschnitt. Anschließend aber musste sich Daniel Blickmann über seinen Stockfehler ärgern. Ihm sprang bei der Ballannahme das Leder zu weit weg, ein Dülmener spritzte dazwischen. Und ab ging die Post. Tobias Korte musste am Ende nur noch den Fuß zum 1:0 hinhalten, VfB-Keeper David Große-Hündfeld war machtlos (53.). „Es ist schon ein wenig kurios, wenn ausgerechnet der Favorit dich auskontert“, kommentierte Krüchting das Gegentor – und geriet langsam, aber sicher in Wallung. Denn nur zwei Minuten später bekamen die Hausherren einen zweifelhaften Strafstoß zugesprochen, den abermals Korte verwandelte.

Zwei strafstoßwürdige Aktionen

„Wir liefern hier wirklich eine tolle Partie ab. Trotzdem steht es auf einmal 0:2. Fünf Minuten haben wir anschließend gebraucht. Danach tat es gut zu sehen, dass die Jungs sich nicht aufgegeben haben“, merkte Alstättes Trainer an. Ihnen glückte auch tatsächlich das Anschlusstor, als Henning Feldhaus sich in der 64. Minute einen Querpass erlief und dann vor dem gegnerischen Kasten die Nerven behielt.

Pech hatten die VfBler im Anschluss nicht nur bei zwei TSG-Aktionen, die ebenfalls gut und gerne mit einem Elfmeter für die Gäste hätten bewertet werden können, sondern ohnehin bei ihren Abschlüssen. Denn Möglichkeiten aufs 2:2 gab es durch Daniel Busch, Henning Feldhaus und Chris Schmäing ausreichend. Doch als der Schiedsrichter am Donnerstagabend die Partie beendet hatte, stand der Bezirksliga-Aufsteiger schon wieder mit leeren Händen da. Zum fünften Mal im siebten Spiel. Es wird wohl noch eine harte Saison, die auf den VfB Alstätte wartet.

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