Fußball: Bezirksliga
Talentshow bald ohne Bültbrun

Epe/Alstätte -

Süßer die Punkte nie purzeln als zu der Weihnachtszeit. Es ist, als ob Fanscharen singen, wieder von Titeln und Freud. So oder so ähnlich nehmen die Fußballvereine aus der Region ihre letzten Spiele nach einem zuletzt freien Sonntag und vor der Winterpause in Angriff.

Freitag, 29.11.2019, 18:00 Uhr
Dirk Bültbrun räumt im Sommer am Wolbertshof seinen Stuhl bei Vorwärts Epe für einen Spielertrainer.
Dirk Bültbrun räumt im Sommer am Wolbertshof seinen Stuhl bei Vorwärts Epe für einen Spielertrainer. Foto: Angelika Hoof

Während ab Sonntag dann Kinderaugen vorm Adventskalender 24 Mal leuchten, öffnen die heimischen Kicker in der Bezirksliga noch drei Türchen. Dahinter verstecken sich jeweils drei Zähler, die helfen sollen, die sportliche Bescherung möglichst üppig ausfallen zu lassen. Was bis dahin bei den Übungsleitern auf dem Wunschzettel steht und wie weit die Vereine schon bei der Trainerfrage vorangekommen sind? Die WN haben sich umgehört.

VfB Alstätte

Personell ist die Sache beim VfB Alstätte wenig kompliziert. Denn Markus Krüchtings Vertrag läuft auch noch für die Saison 2020/21. Ob die dann allerdings für die Rot-Weißen weiterhin in der Bezirksliga stattfindet, ist mehr als fraglich. „Ich kann ohnehin nur bescheidene Ziele formulieren und wäre schon froh, wenn nicht noch weitere Verletzte hinzukommen“, hofft Krüchting auf „den einen oder anderen Punkt“ bis zur Winterpause.

Die Abstiegsplätze verlassen – das ist selbst rechnerisch für das Schlusslicht der Bezirksliga bis zur Winterpause nicht mehr möglich. „Natürlich hätten wir gerne mehr Zähler gesammelt. Doch es war weiß Gott nicht alles schlecht“, findet der VfB-Coach. „Am wichtigsten wird es sein, dass wir nach dem Jahreswechsel möglichst alle verletzten Spieler wieder im Kader haben. Dann schauen wir weiter.“

FC Epe

Die Weichen auf Klassenerhalt gestellt haben die Kicker vom FC Epe in den vergangenen Wochen. Es lief gut, phasenweise sehr gut in den Bülten. Auch die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Spielertrainer Andre Hippers ist beschlossene Sache. Mehr noch: FC-Urgestein und Kapitän Patrick Redegeld wird nicht nur in der nächsten Saison weiter für die Blauen auflaufen, sondern darüber hinaus Hippers als Co-Trainer unterstützen.

„Wir freuen uns, dass Patrick bereit ist, noch mehr Verantwortung in dieser neuen Rolle zu übernehmen“, kommentiert Seniorenleiter Sven Terglane die Personalie. Derweil zieht Andre Hippers eine positive Zwischenbilanz: „Wie wir fußballerisch aufgetreten sind, damit bin ich sehr zufrieden. Die Mannschaft war sofort bereit, diesen Stil anzunehmen, den ich mir auf dem Feld wünsche. Das alles wollen und werden wir aber noch weiter verfeinern. Nicht erst in der kommenden Saison, sondern möglichst schon in der Rückrunde“, so der Spielertrainer.

Davor allerdings warten bis zur Winterpause noch „zwei echte Highlight-Spiele“. Für den FC Epe, aber auch für Andre Hippers persönlich: „Die Partie bei SuS Stadtlohn ist für mich natürlich etwas ganz Besonderes. Mit dem SuS ist mir damals der Aufstieg in die Oberliga gelungen. Eine tolle Erinnerung. Nun aber gilt: Uns erwartet am 8. Dezember ein brutal schwerer Gegner. Und auf das Eper Derby am Wochenende danach freuen sich alle. Da merke ich als Trainer jetzt schon, wie sich die Spieler reinknien, um sich gute Optionen für einen Platz in der Startelf zu erkämpfen.“

Vorwärts Epe

Apropos Derby: Für Dirk Bültbrun wird der Ortsvergleich am 15. Dezember der letzte sein. „Der Verein möchte zur neuen Saison ein neues Konzept mit Spielertrainer umsetzen. Dann stehe ich bei Vorwärts Epe nicht mehr in der Verantwortung.“

Geschäftsführer Andre Bügener ergänzt: „Mit dem, was Dirk in den vier Jahren geleistet hat, sind wir bestens zufrieden. Was uns im Vorstand fast noch besser als der rein sportliche Erfolg gefallen hat: wie Dirk es geschafft hat, immer wieder junge Spieler aus den eigenen Reihen einzubauen, wie die sich dann weiterentwickelt haben. Die Truppe hat richtig Spaß am Fußball. Die Zuschauer kommen auch meist auf ihre Kosten“, lobt Bügener Bültbruns Arbeit in höchsten Tönen, bestätigt ebenfalls: „Ja, wir möchten den Weg nun mit einem Spielertrainer weitergehen. Ich hoffe, den Namen können wir in den nächsten zehn Tagen präsentieren.“

„Wir haben noch zwei Heimspiele, darunter das Derby gegen den FC Epe. Das sollte Motivation genug sein, um personell gesehen in den letzten drei Partien auf die Zähne zu beißen und als Tabellendritter zu überwintern“, lautet Dirk Bültbruns Ziel bis zur Winterpause. Das Zwischenfazit des Trainers fällt dementsprechend gut aus: „Unsere offensive Spielweise zahlt sich aus. Mit 43 Treffern führen wir die Torstatistik der Liga an“, nennt er einen Pluspunkt.

Der ist umso höher zu bewerten, weil „die Abgänge von Jan Beverborg, Umut Berke und auch Saffet Semer schon schwer wogen“, so Bültbrun weiter. Aber es sei gelungen, mit zahlreichen Neuzugängen aus der A-Jugend diese Lücken nach und nach zu schließen. „Der vorerst dritte Platz ist das überraschende Ergebnis dieser Talentshow.“

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