Wasserball: Nordwestfalenliga
SV Gronau startet mit einigen Fragezeichen

Gronau -

Voller Tatendrang blicken die Wasserballer des Schwimmvereins Gronau auf die kommende Saison. Die ist aus unterschiedlichen Gründen mit einigen Unwägbarkeiten behaftet.

Donnerstag, 05.12.2019, 15:46 Uhr aktualisiert: 09.12.2019, 10:48 Uhr
Mit großen Ambitionen gegen die Wasserballer der SV Gronau in die bevorstehende Saison. Die Chancen der U 12 und U 16 (kl. Foto) lassen sich kaum einschätzen.
Mit großen Ambitionen gegen die Wasserballer der SV Gronau in die bevorstehende Saison. Die Chancen der U 12 und U 16 (kl. Foto) lassen sich kaum einschätzen. Foto: Günter Poggemann

Vorsichtiger Optimismus – so lässt sich die Stimmung bei den Wasserballern des Schwimmvereins Gronau vor dem Saisonauftakt beschreiben. Mit dem Gastspiel bei der WSG Vest III startet das Team von Trainerin Iris Meyer am Sonntag in die neue Saison der Nordwestfalenliga.

„Die Trainingsbeteiligung ist im Moment wirklich sehr gut“, freut sich die Trainerin. Das war in den vergangenen Jahren oft anders, weil immer wieder Spieler aus beruflichen oder Studium bedingten Gründen beim Training und auch bei den Spielen fehlten. Tatsächlich kann man beim Training ein großes Engagement und auch viel Spaß beobachten.

Dennoch gibt es manche Fragezeichen, ob das reicht, um – wie in der vergangenen Saison – am Ende auf Platz zwei zu landen. Denn auch in diesem Jahr stehen einige wichtige Spieler nur mit großen Einschränkungen zu Verfügung. Felix Huke sucht eine neue Herausforderung beim Schwimm- und Wasserballclub Oldenzaal, der mit der ersten Mannschaft in der zweithöchsten niederländischen Wasserballliga spielt. Bis Februar/März wird auch Routinier Daniel Voß fehlen, nachdem er sich bei einem Sturz beim Joggen beide Ellenbogen und das rechte Handgelenk gebrochen hat. Und auch Lukas Frieler, ein Spieler, der ebenfalls die Center-Position gut ausfüllen kann, wird vermutlich aus beruflichen Gründen immer wieder fehlten, sorgt sich Iris Meyer.

Auch einige Regeländerungen stellen die Spieler und ihre Trainerin vor neue Herausforderungen. Nach Torschuss, Eckball und/oder Ausschluss beträgt die Angriffszeit nur noch 20 Sekunden statt bis 30, und jede Behinderung eines Angreifers von hinten im Sechsmeterraum wird mit Strafwurf geahndet. Damit werde das Spiel schneller, schwimmerische Fähigkeiten gewönnen an Bedeutung und auch die Taktik werde sich ändern, ist Iris Meyer überzeugt. Um die Gefahr von Hinausstellungen des Centerverteidigers zu verringen, wird man daher beim SVG in Zukunft verstärkt auf eine Zonen- statt die Pressdeckung setzen.

Dabei vertraut die Trainerin vor allem auf die Stammkräfte wie Ingmar Keibel, Marcus Hagemann, Patrick Töns oder Stefan Senske. Aber auch die drei Youngster David Nienhues , Quirin Schiphorst und Bennet Mönsters spielen in ihren Planungen eine wichtige Rolle. Das „Wasserball-Gen“ bringen alle drei in jedem Fall mit. Die Mütter gehörten alle zur Meistermannschaft der SVG-Wasserballerinnen in den 1990er-Jahren, und auch Jens Schiphorst hat erfolgreich in Gronau Wasserball gespielt. „Vor allem David und Quirin sind ausgezeichnete Schwimmer. Alle drei werden ganz sicher zu ihren Einsatzzeiten kommen. David hat sich bereits in der letzten und vorletzten Saison ja gut eingebracht“, betont Meyer. Möglicherweise tragen sie ja auch ein wenig bei zum neuen Schwung im Training und zur optimistischen Grundeinstellung bei. „Wir wollen in jedem Fall wieder oben mitspielen“, antwortet der neue Mannschaftskapitän Patrick Töns auf die Frage nach dem Saisonziel mit fester Überzeugung. Und bekanntlich kann ein guter Mannschaftsgeist ja Berge versetzen.

Die erste Hürde bei der WSG Vest III sollte für die Mannschaft eigentlich zu nehmen sein, auch wenn es dort in der vergangenen Saison einen unerwarteten Punktverlust gab. Die folgenden Gastspiele im Pokal in Vreden und in der Liga in Bocholt dürften dagegen ungleich höher sein, bevor dann im neuen Jahr gleich mehrere Heimspiele in Gronauer Hallenbad im Kalender stehen.

Mit einer Wundertüte kann man auch diesmal das vergleichen, was die beiden Jugendmannschaften des SV Gronau in der neuen Saison erwartet. Naturgemäß kann Peter Rabaschus wenig sagen zu den Erfolgschancen der U 12, da die Mannschaft wie immer neu formiert wurde und auch die Leistungsstärke der Gegner aus Gelsenkirchen, Vreden und von der WSG Vest nicht bekannt ist.

Aus einigen schon erfahrenen Spielern, aber ebenso aus einigen sehr jungen Kräften besteht das Team der U 16, das von Pascal Tuband betreut wird. Daher zuckt er nur mit den Schultern auf die Frage nach den Erfolgschancen in den Spielen gegen die Teams aus Bocholt, Borghorst, Gelsenkirchen, Gladbeck und von der WSG Vest.

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