Fußball: Bezirksliga 11
Kein Urlaub, keine Punkte für den FC Epe

Epe -

Andre Hippers war bereits vor dem Anpfiff des Nachholspiels gegen den FC Nordkirchen nicht nur mies gelaunt. Nein, der Trainer war schon fast erbost. Und irgendwie war seine Reaktion auch nachzuvollziehen.

Sonntag, 23.02.2020, 14:00 Uhr aktualisiert: 24.02.2020, 17:20 Uhr
Pechvogel in den Bülten: Patrick Redegeld (rechts) hätte in der Schlussminute auf 1:1 stellen können, scheiterte aber vom Elfmeterpunkt.
Pechvogel in den Bülten: Patrick Redegeld (rechts) hätte in der Schlussminute auf 1:1 stellen können, scheiterte aber vom Elfmeterpunkt. Foto: Angelika Hoof

„Es wurde uns zugesagt, dass am Karnevalswochenende definitiv nicht gespielt wird. Dann war es ein einziges Hin und Her – und am Ende mussten wir eben doch ran. Unter anderem mussten Felix Wobbe und ich unsere Urlaube, weitere Spieler andere private Termine absagen. Dafür fehlt mir wirklich jegliches Verständnis.“

Der Spielertrainer des FC Epe legte nach: „Ich könnte jetzt viel erzählen: Über Ansetzungen, die keinen Sinn machen und auch schon von Markus Krüchting kritisiert wurden. Über den so frühen geplanten Start im Kalenderjahr. Aber es bringt ja nichts.“

Hippers Laune änderte sich auch nach den 90 Minuten gegen den FC Nordkirchen nicht. Ganz im Gegenteil. Denn Bezirksligist FC Epe verlor das Nachholspiel am Samstag in den Bülten mit 0:1 (0:1). Und zwar – nicht zum ersten Mal – sehr, sehr unglücklich. „Da war sie wieder, unsere tragische 90. Minute“, nahm es der Coach hinterher mit Galgenhumor.

Redegeld hat den Ausgleich auf dem Schlappen

Denn der FCE bekam in der Schlussminute einen Strafstoß zugesprochen. Kapitän Patrick Redegeld übernahm Verantwortung, scheiterte aber an Nordkirchens Keeper Philipp Sandhowe. „Ein Unentschieden hätte uns sicher den nötigen Schub für die kommenden Aufgaben gegeben. Dann hätten wir die Kabine abgerissen. Jetzt wird das der Gast dank dreier Zähler erledigen“, ärgerte sich Hippers über den verpassten möglichen Punktgewinn.

Denn es gelang den Blauen in den Bülten, in den ersten 20 Minuten mehr vom Spiel zu haben, den Gegner laufen zu lassen und durch Jannik Holtmann auch die erste ordentliche Chance zu verbuchen. Fast aus dem Nichts fiel dann das 0:1, weil nach einem Kopfballduell der zweite Ball nicht gut genug verteidigt wurde. Und so drehte am Ende Daniel Krüger jubelnd ab (21.).

0:1 zeigt Wirkung – FC erst nach der Pause wieder besser

Der Gegentreffer zeigte Wirkung, denn der FCE verlor jetzt den Faden – bis zum Pausentee. Im zweiten Abschnitt wurde es wieder besser, aber: „Wir haben zwar engagiert gespielt, doch immer nur bis zum und um den gegnerischen Sechszehner herum. Danach machen wir es zu kompliziert. Da fehlt dann auch mal ein wuchtiger Stoßstürmer, der ein, zwei Verteidiger an sich bindet“, fasste Andre Hippers den zweiten Abschnitt treffend zusammen. Vor allem fehlte auch das Quäntchen Glück beim Elfer. Denn der Punktgewinn war trotzdem möglich.

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