Fußball: Saison 2020/21
Abbruch oder Fortsetzung? - Hoffen auf den März

Gronau/Epe -

Fortsetzung oder Abbruch? Die Frage beschäftigt Spieler, Trainer wie Funktionäre. Einigkeit herrscht darüber, dass der Monat März wohl entscheidend dabei sein wird. Geduld und Hoffnung sind gefragt. Gleichwohl gibt es nicht in allen Punkten eine Übereinstimmung.

Samstag, 27.02.2021, 19:12 Uhr
Weiß nicht mehr, wie er seine Spieler bei Laune halten soll: Orhan Boga
Weiß nicht mehr, wie er seine Spieler bei Laune halten soll: Orhan Boga Foto: Angelika Hoof

Mit den Temperaturen steigt die Hoffnung zur Rückkehr auf den Platz und zum Spielbetrieb. Auch wenn die Hallensportarten wie Handball, Volleyball und am Donnerstag Tischtennis den Stecker gezogen haben. Für die (Freiluft-)Fußballer ist der 1. April indes kein Scherz – sondern ein anvisiertes Datum. Weitere Aufschlüsse könnte die Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin in der kommenden Woche bringen. Wie aber ist die Erwartungshaltung bei den heimischen Vereinen? Wir sind auf Stimmenfang gegangen und haben die Verantwortlichen gefragt: „Glauben Sie noch an ein Saison-Comeback und die Wiederaufnahme, oder erwarten Sie einen Abbruch?“ Das Meinungsbild hat eine klare Tendenz, eindeutig aber fällt das Votum nicht aus.

Andre Hippers (Spielertrainer FC Epe ): Man liest von Hoffnung, dann gehen die Zahlen wieder hoch. Es ist also schwierig. Ich bin eher in dem Modus, mich ab Sommer mit der Vorbereitung auf 2021/22 zu beschäftigen. Sicher, sollte es losgehen, wäre es kein Problem, Sonntag-Mittwoch zu spielen. Es wäre möglich, das so durchzuziehen.

Ich erinnere mich an Zeiten, da wurde sogar Gründonnerstag, Ostersamstag und Ostermontag gespielt.

Thomas Buß, 1. Vorsitzender Vorwärts Epe

Thomas Buß (1. Vorsitzender Vorwärts Epe): Ich hoffe nach wie vor, dass wir Ostern wieder auf die Plätze dürfen. Dann würde man ab Mitte April und bis Mitte oder Ende Juni die Hinrunde noch hinbekommen. Man muss es nur wollen. Bei uns wären das inklusive des Nachholspiels noch acht Partien. Dann gibt es eben zwei Spiele in einer Woche. Ich erinnere mich an Zeiten, da wurde sogar Gründonnerstag , Ostersamstag und Ostermontag gespielt. Die Zeit würde reichen. Und heiß genug sind die Spieler.

Markus Krüchting (Trainer VfB Alstätte): Vor einem Monat war meine Zuversicht größer. Wenn es um den Seniorenfußball geht, ist meine Hoffnung gering. Die Frage ist ja auch, was der Verband will. Wenn er mit Blick auf alle Ligen und die unterschiedliche Anzahl von Mannschaften eine klare Linie verfolgt, sieht es schlecht aus. Wir werden sicher noch auf den Platz kommen und vielleicht im Juni Freundschaftsspiele bestreiten. Zu mehr wage ich keine Prognose.

Rafael Figueiredo (Spielertrainer ASC Schöppingen): Die Hoffnung stirbt ja zuletzt. Es wäre schön, schnellstmöglich wieder dran zu kommen. Für uns als Tabellenführer wäre es umso schöner. Daher würde mich ein Abbruch ärgern. Aufsteigen möchte ich so nämlich nicht. Aber je länger es dauert, desto mehr schwindet die Hoffnung. Eine eventuell nur zweiwöchige Vorbereitung wäre allerdings auch fahrlässig. Schließlich hatten wir einige Monate Pause. Von daher könnte ich mir vorstellen, dass wir die Saison über den Sommer weiterlaufen lassen. Ich möchte die Entscheidung nicht treffen. Denn über allem steht die Rücksicht auf die Gesundheit.

Rick Reekers (Spielertrainer RW Nienborg): Ich möchte noch spielen. Hoffe daher sehr auf einen Re-Start. Lange Zeit ohne Fußball ist komisch. Zumindest die Hinrunde zu Ende bringen wäre schön. Dass gerade die für Abbruch sind, die unten stehen – einige schon das zweite Jahr– stört mich. Wenn das mit den Impfungen und Schnelltests jetzt klappt, kann es Mitte April losgehen. Dann bleiben fast drei Monate. Man muss sich halt arrangieren.

Orhan Boga (Trainer Fortuna Gronau): Ich habe das Gefühl, dass es im April wieder losgeht. Wenn nicht, bleiben im Mai und Juni neun Sonntage. Das wird eng, ist aber machbar. Der März wird entscheidend. Die sozialen Kontakte werden vermisst, das Verseinleben auch. Zudem wird man mit den Schnelltests doch Regularien finden können. Meine Spieler weinen ja fast, weil sie derzeit nur laufen können. Die Stimmung steigt, wenn der Ball rollt.

Harry de Wagt (Frauen-Obmann Fortuna Gronau): Nee, ich glaube nicht an einen Re-Start. Der 26. Oktober war unser letztes Spiel. Diese Saison bekommen wir nicht mehr hin. Allein schon nicht bei vier Wochen Vorbereitung.

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