Fußball: Landesliga 4
TuS Altenberge läuft bei minus vier Grad auf Hochtouren

Altenberge -

Die Heimstärke des TuS Altenberge war schon vor dem Flutlichtspiel gegen den SV Eintracht Ahaus am Freitagabend bekannt. Mit einem derart deutlichen Erfolg gegen das zweitstärkste Auswärtsteam der Liga war aber dennoch nicht zu rechnen.

Freitag, 02.03.2018, 23:03 Uhr

An drei Toren beteiligt und ständiger Unruheherd auf der linken Angriffsseite: Malte Greshake (r.) vernaschte seinen Gegenspieler Timo Brillert ein ums andere Mal
An drei Toren beteiligt und ständiger Unruheherd auf der linken Angriffsseite: Malte Greshake (r.) vernaschte seinen Gegenspieler Timo Brillert ein ums andere Mal Foto: Jan Gudorf

Gerade einmal zwei Gegentore hatte der SV Eintracht Ahaus in seinen bisherigen sieben Auswärtsspielen hinnehmen müssen. Der TuS Altenberge war am Freitagabend dafür verantwortlich, dass sich diese Anzahl nach nur 13 Minuten Spielzeit verdoppelte. In der Folge traf er noch zwei weitere Male und sorgte mit einem furiosen 4:0 (2:0)-Erfolg für die erste Auswärtsniederlage des Teams „aus den Top drei der Liga“, wie Florian Reckels die Eintracht einschätzt.

Gegen eine Mannschaft aus jenem elitären Kreis „wollten wir unbedingt mal gewinnen“, gab der TuS-Trainer die Marschroute vor, die seine Elf von Beginn an beherzigte. Das Aufwärmprogramm hatte den TuS bei klirrender Kälte offenbar früh auf Hochtouren gebracht. Nach nur sieben Minuten nutzte Henrik Wilpsbäumer den Raum nach einer Spielverlagerung von Jakob Schlatt zur 1:0-Führung. Nur sechs Minuten später schloss Patrick Teriete eine schöne Kombination über Christian Hölker und Malte Greshake erfolgreich ab. „Wenn wir führen, ist es schwer gegen uns“, spielte Reckels der frühe Vorsprung in die Karten.

Diese Erfahrung musste also nun auch Ahaus machen. „Wir haben das Spiel in der ersten Viertelstunde weggeschmissen“, konstatierte Jens Niehues. Immerhin sah der Eintracht-Coach, wie sich seine Mannen in der Folge zurück ins Spiel kämpften. Ein echte Torchance sprang aber nicht dabei heraus. Entsprechend laut fiel Niehues‘ Halbzeitansprache aus.

Zwar hatten die Gäste nach dem Seitenwechsel zunächst mehr Spielanteile, die erste Gelegenheit besaß aber Altenberge, als Felix Kemper auf den Querbalken köpfte (56.). Sechs Minuten später sorgte Hölker allein vorm Tor für die Vorentscheidung, nachdem er von Greshake steilgeschickt worden war.

Bei der Eintracht saß der Frust tief, was sich in hart geführten Zweikämpfen zeigte. Christopher Ransmann (64.) und Tobias Hemling (78.) übertrieben es mit der Härte ein bisschen und flogen jeweils nach Fouls gegen Greshake mit Gelb-Rot respektive Rot vom Platz. Obendrein hatte Pa­trick Rockoff für einen weiteren schmerzhaften Moment für Ahaus gesorgt, als er das Leder nach Vorarbeit von Schlatt und Greshake zum 4:0 über die Linie spitzelte (77.).

Mit zwei Mann in Überzahl verlagerte Altenberge das Spiel in der Schlussphase komplett in des Gegners Hälfte und vergab gleich mehrere Gelegenheiten auf das fünfte Tor. Entsprechend verdient war der TuS-Erfolg aus Sicht der beiden Trainer.

TuS Altenberge: Brameier – Lütke Lengerich, Marx, Kemper – Risau, Rockoff, Schlatt, Wilpsbäumer (74. Roters) – C. Hölker, Teriete (69. Exner), Greshake (80. Schocke). – Tore: 1:0 Wilpsbäumer (7.), 2:0 Teriete (13.), 3:0 Hölker (62.), 4:0 Rockoff (77.). – Bes. Vorkommnisse : Gelb-Rote Karte für den Ahauser Christopher Ransmann (64. wiederholtes Foulspiel), Rote Karte für den Ahauser Tobias Hemling (78., grobes Foulspiel).

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