Fußball: Deutsche Meisterschaft der Ü-35-Frauen
Borghorster Tränen trocknen schnell

Borghorst -

Der Traum, eine Medaille zu gewinnen, erfüllte sich für die Ü-35-Fußballerinnen von Preußen Borghorst nicht. Sie beendeten die Endrunde der Deutschen Meisterschaft in Berlin auf dem vierten Platz. Zwei Spielerinnen des SCP erhielten eine Sonderauszeichnung.

Dienstag, 18.09.2018, 16:40 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 18.09.2018, 16:36 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 18.09.2018, 16:40 Uhr
Die Preußen wurden in Berlin vertreten von (h.v.l.): Melanie Waterkamp, Marianne Finke-Holtz, Silke Bühn, Daniela Paetzold, Andrea Nitsche, Eva Knüp, Nadine Siwek, Manu Frettlöh, Evelyn Nagel und Anke Mikolajetz sowie von (v.v.l.) Doris Achtermann, Sylvia Augusteijn, Britta Röwer, Susi Doliner, Maren Brumley, Steffi Neuser und Judith Finke.
Die Preußen wurden in Berlin vertreten von (h.v.l.): Melanie Waterkamp, Marianne Finke-Holtz, Silke Bühn, Daniela Paetzold, Andrea Nitsche, Eva Knüp, Nadine Siwek, Manu Frettlöh, Evelyn Nagel und Anke Mikolajetz sowie von (v.v.l.) Doris Achtermann, Sylvia Augusteijn, Britta Röwer, Susi Doliner, Maren Brumley, Steffi Neuser und Judith Finke. Foto: Preußen Borghorst

Eine Medaille war durchaus im Bereich des Möglichen, und am Ende flossen ob der vergebenen Chancen auch ein paar Tränen: Die Ü-35-Fußballerinnen der SG/ SC Preußen Borghorst belegten bei der Endrunde der Deutschen Meisterschaft in Berlin den undankbaren vierten Platz.

Im Auftaktspiel gegen den Top-Favoriten, den FC Bayern München, waren die Preußen darauf bedacht, der spielerischen Klasse des Teams um Navina Omilade mit Kampf zu begegnen. Am Ende hieß es 0:4 gegen ein mit früheren Nationalspielerinnen gespicktes Team.

In der zweiten Partie ging es für die Preußen-Frauen gegen die Vertretung des Bundesligaabsteigers USV Jena. Da das Selbstvertrauen nach der hohen Auftaktniederlage etwas gelitten hatte, agierten die Borghorsterinnen eher verhalten und trauten sich zu Beginn wenig zu. Erst der Lattenknaller von Manu Frettlöh in der fünften Minute wirkte wie ein Weckruf. Nun wurde der Westdeutsche Meister mutiger, und Sylvia Augusteijn sowie Britta Röwer besaßen weitere Chancen. Ein unglücklicher Heber über die Torhüterin nach einem Abstimmungsfehler im Mittelfeld führte dann zum 0:1-Rückstand. Nach dem Seitenwechsel war es weiter ein Spiel auf Augenhöhe mit guten Chancen für den SCP. Allerdings war immer ein Bein dazwischen, oder der Pfosten verhinderte das 1:1.

In der dritten Begegnung des ersten Turniertages gegen den Südwest-Vertreter 1. FFC Niederkirchen platze der Knoten. Manu Frettlöh brachte die Münsterländerinnen mit einem sehenswerten Schuss in den Winkel nach drei Minuten in Führung. Kurz vor der Pause erhöhte sie sogar auf 2:0. Nach dem Pausentee kombinierten die Borghorsterinnen munter weiter. Nadine Siwek erzielte per Hackentrick das 3:0, und Dani Paetzold traf zum 4:0-Endstand. Der Kampf um die Medaillen war somit wieder völlig offen.

Am Sonntagmorgen trafen die Preußen-Frauen auf SG Riegelsberg United (Südwest). Wie schon gegen Jena gerieten sie nach einem Fehler im Umschaltspiel früh in Rückstand. Riegelsberg stellte sich nach der Führung nur hinten rein und verteidigte den Vorsprung. Und wieder war Fortuna dem SCP nicht wohlgesonnen. Schüsse von Melanie Waterkamp, Judith Finke und Maren Brumley wurden von der Linie gekratzt, an den Pfosten gesetzt oder verfehlten das Ziel knapp. So standen unter dem Strich eine unglücklichen 0:1-Niederlage und die Erkenntnis, dass es mit der erhofften Medaille nichts werden würde.

Das letzte Spiel gegen den SV Nie HSV entwickelte sich zu einem Krimi. Den Führungstreffer der Norddeutschen egalisierte Britta Röwer nach einer schönen Ballstafette (6.). Nach der Pause traf Doris Achtermann zum umjubelten 2:1 für die Preußen. Kathrin Grundwald – die beste Goalgetterin des Wettbewerbs – glich nur wenig später zum 2:2 aus. Der SV Nie HSV machte sich nun wieder Hoffnungen auf die Silbermedaille und warf alles nach vorne. Jetzt stand Steffi Neuser im Brennpunkt des Geschehens. Die SCP-Keeperin konnte nicht mehr bezwungen werden, und so blieb es beim Remis. Sieger des Turniers und damit Deutscher Meister wurde erwartungsgemäß der FC Bayern München.

Aus den Händen der Mitglieder des DFB-Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball, Sabine Mammitzsch und Kathrin Nicklas, nahm Spielführerin Judith Finke die Urkunde für den vierten Platz entgegen. Zur besten Torhüterin der Ü-35-Endrunde wurde Steffi Neuser (SCP) gewählt.

Bereits am Samstagabend wurde Melanie Waterkamp für eine besondere Fair-Play-Aktion im Spiel gegen FFV Niederkirchen geehrt. Sie hatte einen zu Unrecht für Borghorst gepfiffenen Strafstoß zur Torhüterin zurückgespielt.

Die erträumte Medaille wurde zwar verpasst, doch auf der Rückfahrt überwog die Freude über die Teilnahme an dieser Premieren-Veranstaltung der Ü-35-Fußballerinnen.

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