Fußball: Kreisliga A 2 Münster
„Viva la Zwote“ – Altenberges Reserve grüßt von der Spitze

Altenberge -

Für jede Menge positive Schlagzeilen sorgt in dieser Saison die A-Liga-Reserve des TuS Altenberge. Trainer Klas Tranow erklärt im Vorfeld des Heimspiels gegen Meister SV Bösensell, warum es derzeit so gut läuft.

Freitag, 21.09.2018, 14:42 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 21.09.2018, 14:42 Uhr
Klare Ansage: Klas Tranow ist sich im Klaren darüber, dass seine junge Mannschaft am Sonntag gegen Bösensell nur im Kollektiv bestehen kann.
Klare Ansage: Klas Tranow ist sich im Klaren darüber, dass seine junge Mannschaft am Sonntag gegen Bösensell nur im Kollektiv bestehen kann. Foto: Thomas Strack

Besser geht es nicht! Fünf Spiele, fünf Siege, Tabellenführer der Kreisliga A 2 Münster. Warum es für die Altenberger Reserve momentan so prima läuft, entlockte WN-Sportredakteur Marc Brenzel TuS-Trainer Klas Tranow .

Ihr Co-Trainer Daniel Roters scherzte unlängst, er würde es genießen, durch das Dorf zu laufen und sich auf die Tabellenführung ansprechen zu lassen. Gehen Sie jetzt auch häufiger in Altenberge spazieren?

Klas Tranow: Nein, ich wohne ja in Münster. Aber ich gönne Daniel das.

Verraten Sie mal, was den TuS Altenberge II so stark macht?

Tranow: Ganz einfach: Wir haben eine extrem lernfähige und willige Mannschaft, die genau das umsetzt, was sich wir Trainer und der Verein von ihr wünschen. Zudem spielen wir mit vielen ganz jungen Leuten, die sich für Aufgaben in der Landesliga-Mannschaft empfehlen möchten und entsprechend motiviert sind. Aber . . .

ja bitte . . .

Tranow: . . . aber ich will den Erfolg jetzt auch nicht zu hoch hängen. Wir genießen die Tabellenführung, doch wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Es wird sicherlich ein, zwei oder mehr Niederlagen für uns geben, aber das gehört auch zu einem Lernprozess. Am Saisonende werden wir wohl nicht ganz oben stehen.

Ziel ist es also nicht, sich auf Dauer da oben festzusetzen?

Tranow: Nein. Ziel ist es, ein Sprungbrett für die erste Mannschaft zu sein. Gerade im Hinblick auf unsere sehr gute Jugendarbeit. Einige Spieler nehmen halt den Umweg Zweite, um in die Erste zu kommen.

Dafür gibt es ja auch in dieser Saison einige Beispiele, oder?

Tranow: Ja, genau. Dominik Wartenberg, Florian Schocke, Florian Kerelaj, Nabil El-Haji oder Marcel Exner trainieren bei der Ersten mit, kommen aber auch bei uns zum Einsatz. Meiner Meinung nach bringen ihnen 90 Minuten bei uns in der A-Liga mehr als fünf Minuten in der Landesliga.

Bei Abstellungen von oben müssen zwangsläufig andere auf die Bank. Gibt es da keine Schwierigkeiten mit dem „Stammpersonal“?

Tranow: Alle bringen sich da voll ein. Das passt zum Mannschaftsmotto „Viva la Zwote“. Das beinhaltet unter anderem, dass wir respektvoll miteinander umgehen und Freude haben. Anders geht es gar nicht. Schließlich sehen einige ihre Mitspieler öfter als ihre Freundin.

Wie oft wird denn trainiert?

Tranow: Drei Mal die Woche.

Das ist für Zweitvertretungen – auch wenn sie in der A-Liga spielen – eher unüblich.

Tranow: Mag sein, aber wir arbeiten leistungsorientiert. Das kennen die Jungs seit ihren Jugendzeiten gar nicht anders.

Am Sonntag kommt mit dem SV Bösensell der amtierende Meister. Wie ist die Ausgangslage?

Tranow: Die haben sich so langsam eingegroovt und werden darauf brennen, uns zu besiegen. Aber das hat aktuell jeder Gegner vor. So ist das eben, wenn man Tabellenführer ist.

  | Anstoß: Sonntag, 13 Uhr, Sportzentrum, Altenberge

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