Fußball: Verdiente 0:2-Niederlage für den TuS Altenberge bei Westfalia Kinderhaus
Vorn weht beim TuS Altenberge nur ein laues Lüftchen

Altenberge -

Im Hinspiel ein 4:0, im Rückspiel ein 0:2: Der TuS Altenberge konnte seinen Coup vom August nicht wiederholen und unterlag bei Westfalia Kinderhaus verdient – wie Trainer Florian Reckels meinte.

Sonntag, 02.12.2018, 18:46 Uhr aktualisiert: 03.12.2018, 15:42 Uhr
So ein Mist: Altenberges Christian Hölker ärgert sich nach dem Kinderhauser Führungstreffer. Der TuS blieb an der Großen Wiese gegen einen starken Gegner weitestgehend blass.
So ein Mist: Altenberges Christian Hölker ärgert sich nach dem Kinderhauser Führungstreffer. Der TuS blieb an der Großen Wiese gegen einen starken Gegner weitestgehend blass. Foto: Heimspiel / Christian Lehmann

Keine vier Monate ist es her, da schickte der TuS Altenberge den SC Westfalia Kinderhaus am ersten Spieltag der Landesligasaison mit 4:0 vom Feld. An die Gala zu Saisonbeginn konnte die Elf von Trainer Florian Reckels im Rückspiel jedoch nicht anknüpfen. Im Gegenteil, bei der 0:2 (0:0)-Niederlage an der Großen Wiese blieben die Hügeldörfler vor allem in der Offensive einiges schuldig und rutschten in der Tabelle hinter den „ewigen Rivalen“ auf Platz sechs ab.

Dass sich Kinderhaus‘ Trainer Marcel Pielage und sein Pendant auf Altenberger Seite gut kennen und einmal wöchentlich über Taktik philosophieren, war vor allem im ersten Durchgang zu sehen, denn beide Teams waren zunächst auf Ballkontrolle und Fehlervermeidung bedacht. Torchancen verzeichnete jedoch nur die Westfalia. Nach zwei Minuten zwirbelte Corvin Behrens den Ball per Freistoß an den Innenpfosten. Wenig später stibitzte Behrens Steffen Köhler den Ball und legte rüber zu Jonas Kreutzer, dessen Abschluss jedoch TuS-Torhüter Marc Wenning-Künne prima meisterte (7.). Vor allem bei Freistößen von Spezialist Christoph Göbel brannte es im Altenberger Strafraum. In Minute 30 verpasste Gerrit Göcking nach einem solchen die Führung, im folgenden Kuddelmuddel nagelte Felix Kemper den Ball an die eigene Torlatte.

Zur Pause stellte Gästetrainer Reckels von Vierer- auf Dreierkette um, doch die Hoheit im Mittelfeld vermochte sein Team dadurch nicht zu erobern. Nach einer Ecke von Göbel wuchtete Innenverteidiger Philipp Hollenhorst die Kugel zum überfälligen 1:0 ins Netz (62.), ehe der überragende Corvin Behrens nach einem Stichpass von Kreutzer den Ball in die lange Ecke löffelte und die endgültige Entscheidung herbeiführte (2:0/75.). Es lief bereits die Nachspielzeit, als die Gäste ihre erste richtige Torgelegenheit im gesamten Spiel verzeichneten: Felix Kempers schulbuchmäßiger Kopfball sprang jedoch von der Unterkante der Latte wieder ins Feld (90.+1).

Als fairer Verlierer zeigte sich Gästecoach Florian Reckels: „Die Kinderhauser haben sehr viel Qualität im Kader und werden noch ihren Weg machen. Das war ein total verdienter Sieg, und das muss man so akzeptieren.“

Gegenüber Pielage hatte das beste Saisonspiel seiner Mannschaft gesehen: „Unsere Ordnung passte über 90 Minuten. Wir haben uns in den vergangenen Wochen erheblich gesteigert, vor allem in der Arbeit gegen den Ball. Dass wir Qualität mit Ball haben, war uns bewusst. Wir haben heute eine gute Mischung gefunden.“

Altenberge: Wenning-Künne – Risau, Köhler, Kemper, Wilpsbäumer – Gerstung – Hölker, Marx (78. Teriete), Hagedorn (52. Sandmann), Greshake – Rockoff (58. Wiechert)

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