Breitensport Steinfurt: Cricket in Stemmert
Steinfurter Cricketers suchen Verstärkung

Burgsteinfurt -

In England und Wales tobt gerade der sportliche Kampf um die Weltmeisterkrone im Cricket. Millionen Fans verfolgen die Duelle zwischen den Stars aus dem Gastgeberland, Indien, Pakistan und Australien. Jaber Moradi wäre schon froh, wenn sich der eine oder andere Spieler mehr aus Burgsteinfurt oder Umgebung den Stemmerter Cricketers anschließen würde.

Freitag, 05.07.2019, 13:30 Uhr
Am 12. Juli (Freitag) wird im VR-Bank-Stadion „Cricket zum Kennenlernen“ abgeboten. Jaber Moradi vom Breitensport Steinfurt freut sich auf viele Interessierte.
Am 12. Juli (Freitag) wird im VR-Bank-Stadion „Cricket zum Kennenlernen“ abgeboten. Jaber Moradi vom Breitensport Steinfurt freut sich auf viele Interessierte. Foto: Marc Brenzel

Diese Weltmeisterschaft hat es in sich. Nicht nur die der Fußballerinnen, sondern auch die im Cricket. In England und Wales geht die zwölfte Auflage des Wettbewerbs jetzt in die entscheidende Phase. Und das zieht: Über eine Milliarde Fernsehzuschauer sahen das Duell zwischen Pakistan und Indien. In Deutschland ist das Turnier kein Thema. „Sehr, sehr schade“, findet Jaber Moradi. Der 28-jährige Afghane leitet beim Breitensport Burgsteinfurt die Cricket-Gruppe. Mit ihm unterhielt sich WN-Redakteur Marc Brenzel über einen Sport, der nichts mit Teetrinken oder britischer Spießigkeit gemeinsam hat.

Herr Moradi, wie kann es sein, dass Milliarden von Menschen aktuell über nichts anderes sprechen als über die WM, Cricket hier in Deutschland aber absolut keine Rolle spielt?

Jaber Moradi: Die Deutschen kennen den Sport einfach nicht. Vergangene Woche haben wir im Training mal einer Gruppe von Studenten der FH gezeigt, wie Cricket gespielt wird. Die wussten erstmal gar nicht, worum es geht, hatten dann aber viel Spaß.

Was macht Cricket so attraktiv?

Moradi: Cricket ist ein schnelles Spiel mit Werfern und Schlagmännern. Und so exotisch ist es auch gar nicht. Es ähnelt dem Baseball, den kennen doch mittlerweile viele Deutsche.

Gibt es bei Ihnen in der Cricket-Mannschaft denn deutsche Spieler?

Moradi: Leider nicht. Zur Mannschaft gehören so zehn bis 15 Mann. Inder, Pakistanis, Bangladeshis und Afghanen – alle aus Burgsteinfurt, Ochtrup und Umgebung. Aber wir hoffen, dass auch Spieler aus anderen Nationen zu uns stoßen. Am 12. Juli stellen wir Cricket im Rahmen von „Sport im Park“ vor. Von 18 bis 21 Uhr gibt es im VR-Bank-Stadion „Cricket zum Kennenlernen“.

Spielt Ihre Mannschaft im Ligabetrieb?

Moradi: Nein, aber wir bestreiten Matches. Zum Beispiel gegen Rheine oder Ibbenbüren.

Mit welchen Ergebnissen?

Moradi: Zuletzt gab es Niederlagen. Die Gegner haben allerdings auch bessere Trainingsbedingungen. Wir trainieren freitags in der Halle an der Gartenstraße oder samstags und sonntags am Abend auf der Laufbahn des VR-Bank-Stadions. Besser wäre für uns ein Fußballplatz, oder zumindest ein halber. So ein Cricket-Ball fliegt schon mal 80 Meter weit.

Gerade läuft die Weltmeisterschaft. Verfolgen Sie das Turnier?

Moradi: Ja, klar. Im Internet. Die afghanische Mannschaft hat leider alle Spiele verloren. Da gab es Probleme mit dem Teamgeist und der Motivation.

Wer wird Weltmeister?

Moradi: Ich tippe auf Indien.

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