Fußball: Landesliga 4
Beim TuS Altenberge trägt ein roter Teufel jetzt Grün

Altenberge -

Seit Sommer spielt Mauro Martin für den TuS Altenberge. Der Pfälzer ist zwar erst 21- Jahre alt, hat in seiner Laufbahn aber schon ein, zwei richtig coole Partien bestritten. Und für einen echten deutschen Traditionsverein war er auch schon am Ball.

Mittwoch, 18.09.2019, 16:20 Uhr aktualisiert: 18.09.2019, 16:28 Uhr
Seit Sommer läuft Mauro Martin (r.) für den TuS Altenberge auf. Der 21-jährige Pfälzer wurde in der Jugend unter anderem beim 1. FC Kaiserslautern ausgebildet.
Seit Sommer läuft Mauro Martin (r.) für den TuS Altenberge auf. Der 21-jährige Pfälzer wurde in der Jugend unter anderem beim 1. FC Kaiserslautern ausgebildet. Foto: Thomas Strack

Acht Neuzugänge stellte der Fußball-Landesligist TuS Altenberge im Sommer vor. Im Endeffekt alles bekannte Namen, die sich bereits im Verein oder im Umland ihre Meriten erworben hatten. Ein richtig frisches Gesicht war lediglich Mauro Martin : Ein 21-Jähriger, der in der Jugend schon das Trikot eines vierfachen Deutschen Meisters trug.

In der U 15 und U 16 nämlich lief der Linksfuß für den 1. FC Kaiserslautern, den Verein seiner Heimatstadt, auf. Anschließend folgten Stationen beim FK Pirmasens und dem SV Morlautern , bevor Martin nun in Altenberge eine neue sportliche Heimat fand.

Martin, der in Düsseldorf Duale Sportökonomie studiert und in Münster arbeitet, pausierte zuletzt ein gutes Jahr. „Ich wollte erstmal den Umzug nach Münster hinbekommen und mich einleben, also richtig ankommen. Aber jetzt wollte ich wieder Fußball spielen“, so der Süddeutsche.

Möglichkeiten, seinem Hobby auf höherem Amateurniveau nachzugehen, hätte es in der Domstadt sicherlich auch gegeben, stattdessen trägt der ehemalige rote Teufel nun das Grün des TuS Altenberge. „Trainer André Rodine hatte von mir gehört und mich zu einem unverbindlichen Gespräch eingeladen“, erinnert sich Martin. „Das verlief gut, für mich hörte sich das Konzept schlüssig an.“

Obwohl der Saisonstart mit einem Punkt aus fünf Spielen unbefriedigend ausfiel, ist Martin von einer baldigen Kehrtwende überzeugt. „Die Qualität ist da, die Stimmung ist trotzdem immer positiv, und wir sind auf dem richtigen Weg. Wir spielen das auch ganz gut, müssen die Bälle nur noch irgendwie reindrücken“, findet der gelernte Linksverteidiger, der beim TuS vorwiegend im zentralen Mittelfeld aufgestellt wird.

Martin, der in Altenberge die Rückennummer 28 trägt, bringt Erfahrung aus 44 Partien in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und 21 Einsätzen in der Verbandsliga Südwest mit.

Die Spiele, an die sich der Student jedoch am liebsten zurückerinnert, fanden in Pokal-Wettbewerben statt. Zum einen das Finale im Südwest-Pokal, das der SV Morlautern gegen Wormatia Worms gewann. „2:1 nach 0:1-Rückstand, wobei der Siegtreffer in der 80. Minute fiel“, gerät Martin immer noch ins Schwärmen, wenn er an den 25. Mai 2017 denkt. Im gleichen Atemzug nennt der Neu-Altenberger das Match im DFB-Pokal gegen die SpVgg Greuther Fürth (0:5): „Unglaublich, wie professionell das da alles ablief.“

Übrigens ist Mauro Martin – auch wenn es sich so anhören mag – weder Spanier noch Italiener. „Das ist eine schöne Anekdote, die ich immer gerne erzähle“, sagt der Pfälzer lächelnd. „Mein Bruder heißt Maximilian, und meine Mutter wollte mich Moritz nennen. Doch mit Max und Moritz war mein Vater nicht einverstanden. Am Ende haben sie mich Mauro genannt, was auf italienisch Moritz heißt. So hat meine Mutter doch noch ein bisschen ihren Willen bekommen.“

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