Fußball: Bezirksliga 12
Torfestival im Wilmsberger Waldstadion

Borghorst -

Wenn es um das Toreverhindern geht, haben die Bezirksliga-Fußballer des SV Wilmsberg momentan Pudding in den Beinen. Aber dafür stimmt die Moral. Beides war im Heimspiel gegen den TuS Recke zu erkennen, das zu einem echten Spektakel wurde.

Sonntag, 22.09.2019, 19:46 Uhr aktualisiert: 23.09.2019, 15:30 Uhr
Mirco Pöhlker (l.) und der SVW hielten voll dagegen.
Mirco Pöhlker (l.) und der SVW hielten voll dagegen. Foto: Strack

Ein durchaus spektakuläres Bezirksliga-Punktspiel boten am Sonntag der SV Wilmsberg und der TuS Recke den Zuschauern an. Am Ende stand ein 4:4 auf der Anzeigetafel, das SVW-Trainer Christof Brüggemann durchaus als einen Pluspunkt verbuchte.

„Nachdem wir zuletzt zwei Mal verdroschen worden sind, fehlte uns in der Anfangsphase das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten“, fand Brüggemann. Doch nach dem 1:0 durch Julius Greshake (18.), an dem Marius Wies, Ricardo Bredeck und Alexander Wehrmann Aktien besaßen, waren die Piggen da. Und nach Bredecks 2:0 nach einem Seitenwechsel von Daniel Groll (30.) hatten die Hausherren das Heft komplett in die Hand genommen. Dass Mirco Pöhlker wenig später ein Eigentor unterlief, trübte den guten Wilmsberger Gesamteindruck ein wenig.

Als „schlafmützig“ charakterisierte Brüggemann den Auftritt der Seinen in den ersten 20 Minuten nach dem Wiederanpfiff. Insofern hatte es der TuS Recke relativ einfach, die Partie zu drehen. Rene Heeke (55.) und Tobias Klosterman (57.) sorgten innerhalb von 180 Sekunden für lange Gesichter beim Gegner. „In dieser Phase haben wir echt schlechten Fußball gespielt“, kritisierte Brüggemann.

Auf eine dritte Niederlage in Serie hatten die Wilmsberger aber überhaupt keiner Lust. Sie suchten verstärkt die Vorwärtsbewegung und wurden mit dem 3:3 von Alexander Wehrmann belohnt, der den Ball mit seinem schwächeren rechten Fuß unter die Latte platzierte – 3:3 (67.).

Dass es bei der Brüggemann-Elf momentan defensiv nicht stimmt, dokumentierte das 3:4 durch Daniel Kammerzell, der ein Missverständnis in der gegnerischen Deckung konsequent bestrafte (77.).

Letztlich reichte es für die Wilmsberger aber wenigstens noch zu einem Zähler: Mit dem letzten Mut und den verbleibenden Kräften warfen sie alles nach vorne. In einer unübersichtlichen Situation behielt Tobias Buck den Überblick und traf in der Nachspielzeit aus der Nahdistanz zum 4:4.

SV Wilmsberg: Teupen – Schemann, Dobbe, Pöhlker, Hermeling (83. Colalongo) – N. Thoms, Wies – Groll (79. Fischer), Greshake (55. Ochse), Wehrmann – Bredeck (70. Buck).

Tore: 1:0 Greshake (19.), 2:0 Bredeck (30.), 2:1 Pöhlker (34., Eigentor), 2:2 Heeke (55.), 2:3 Klostermann (57.), 3:3 Wehrmann (67.), 3:4 Kammerzell (77.), 4:4 Buck (90. + 4).

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