Fußball: Kreisliga A Münster
Das Sechser-Duo des TuS Altenberge II

Altenberge -

Die Zweite des TuS Altenberge hat zwei Dauerbrenner, die in der Meisterschaft auf der „Sechs“ spielen: Höltje/Drees. Die Wende zum Guten in der Offensive werden sie im Spiel gegen Blau-Weiß Aasee II am Sonntag vielleicht nicht einleiten, aber sie sorgen für Sicherheit.

Freitag, 15.11.2019, 14:26 Uhr
Niklas Elbert, Patrick Schulze und Julius Höltje (v.l.) im Knäuel gegen einen Mecklenbecker Spieler bei der 1:3-Niederlage gegen Wacker. Robin Drees (kl. Bild)
Niklas Elbert, Patrick Schulze und Julius Höltje (v.l.) im Knäuel gegen einen Mecklenbecker Spieler bei der 1:3-Niederlage gegen Wacker. Robin Drees (kl. Bild) Foto: Thomas Strack

Wenn Klas Tranow nach einem Auswärtsspiel seiner Mannschaft der Presse die taktische Aufstellung präsentiert, dann sind fast immer zwei Namen dabei, die zum Anpfiff zwischen Abwehr- und Angriffskette Aufstellung bezogen haben: Höltje/ Drees . Mit Vornamen Julius der eine, Robin der andere. Wobei der Trainer der Reserve des TuS Altenberge ab und zu gezwungen ist, dem Drees einen anderen an die Seite zu stellen.

„Höltje ist unser Dauerbrenner. Er spielt fast immer – es sei denn, er katapultiert sich durch die fünfte Gelbe selbst aus dem Spiel“, sagt Tranow über seinen „diskussionsfreudigen“ Kapitän. „Ich nenne es eher kommunikativ“, wirft der 25-jährige Höltje ein, der sich gern mal mit dem Schiedsrichter über die eine oder andere Situation näher unterhält. „Ich hatte aber erst einmal eine Gelb-Rote Karte“, bringt der mittlerweile abgeschlossene BWLer zu seiner Verteidigung an. Beleidigt habe er einen Unparteiischen noch nie.

27 von 30 Spielen hat Höltje in der vorigen Saison bestritten, 13 von 14 sind es in der aktuellen. Verletzungen kennt er kaum. Ein einziges Mal hatte er bislang einen Bänderriss. Seine Aufgabe: Mit Robin Drees bildet er die Doppel-Sechs bei der TuS-Reserve. „Er ist ein strategischer Sechser, das Bindeglied zwischen Abwehr und Angriff und ein absoluter Führungsspieler“, charakterisiert ihn sein Coach. Seit drei Jahren, seit Tranow die TuS-Zweite von Serdar Hizlitürk übernommen hat, ist Höltje der Kapitän der Mannschaft.

„Meine Stärken liegen in der Defensive“, sagt der 25-Jährige selbst. Mit Zahlen lässt sich dies leicht untermauern: In der Spielzeit 2018/19 hat er nicht ein einziges Mal das gegnerische Tor getroffen, in dieser Saison gegen Gelb-Schwarz Hohenholte aber immerhin schon einmal. „Ich komme nicht so oft in die Position, Tore zu erzielen. So weit vorne bin ich selten. Dafür sind eher andere zuständig“, sagt Höltje über seine Torjägerqualitäten.

In seiner Jugend war sein Betätigungsfeld in den meisten Teams der Angriff, Mittelstürmer sogar. Mit zunehmendem Alter rückte er immer weiter nach hinten, bis er in der A-Jugend auf der Sechs angekommen war. Sein Nebenmann, Robin Drees, 22 Jahre alt, spiele „eine andere Art Fußball“, behauptet TuS-Trainer Tranow. „Aber sie ergänzen sich. Das bedingt unser System. Gegen den Ball spielen wir anders als mit dem Ball. Drees ist ein wenig offensiver ausgerichtet“, erklärt der Coach die Altenberger Spielweise. Das unterstreichen auch die beiden Tore, die Drees bis dato bereits geschossen hat.

„Wenn der eine geht, bleibt der andere. Das läuft bei uns schon automatisch. Wirklich absprechen müssen wir uns nur in bestimmten Situationen“, sind Höltje/Drees ein eingespieltes Team, das nur, wenn‘s kritisch wird, reden muss.

Ein Problem allerdings, das sowohl Trainerteam als auch Mannschaft derzeit arg umtreibt, werden die beiden Sechser kaum lösen können: In der Vorsaison hatte die TuS-Zweite nach 14 Spielen ein Torverhältnis von 44:17, aktuell sind es magere 21:25 Tore.

► Am Sonntag erwartet die Altenberger Reserve um 12.30 Uhr die zweite Mannschaft von Blau-Weiß Aasee. Die hat nach ihrem jüngsten Trainerwechsel – auf Werner Kahle folgte Björn Hartmann – zwei Siege in Folge erzielt, zuletzt 1:0 gegen Fortuna Schapdetten. Damit ist Aasee II zwar immer noch Letzter der Rangliste (zehn Punkte), hat den Abstand zum rettenden Ufer aber deutlich verkürzt. Beim TuS will Trainer Klas Tranow nach der jüngsten 1:4-Schlappe Ascheberg endlich „Taten“ sehen. „Wir müssen liefern. Es gibt keine Ausreden mehr, auch wenn Spieler fehlten“, sagt Tranow unmissverständlich.

Wenn der eine geht, bleibt der andere.

Julius Höltje
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