Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Beim TuS Laer wird im Jungbrunnen getaucht

laer -

Beim TuS Laer 08 setzten sie auf die Jugend. Das hat Charme, allerdings auch so seine Tücken. Trainer Ron Konermann hat sich zum Ziel gesetzt, dass seine Jungspunde in der Rückrunde flügge werden.

Sonntag, 22.12.2019, 14:42 Uhr aktualisiert: 23.12.2019, 10:34 Uhr
Laers Alexander Thüning hat sich trotz seiner erst 20 Jahre zur unangefochtenen Nummer eins im Laerer Kasten und zu einem der besten Torhüter der Kreisliga A entwickelt.
Laers Alexander Thüning hat sich trotz seiner erst 20 Jahre zur unangefochtenen Nummer eins im Laerer Kasten und zu einem der besten Torhüter der Kreisliga A entwickelt. Foto: Johannes Oetz

Mit den jungen Leuten ist es ja immer so eine Sache . . . Sie sind frech, forsch und unbekümmert, allerdings auch grün hinter den Ohren. Beides in fußballerischen Einklang zu bringen, dieser Aufgabe stellt sich Ron Konermann , Trainer des A-Ligisten TuS Laer 08.

„Fünf, sechs Punkte hätten wir mehr haben müssen“, analysiert der Coach mit Blick auf das Tableau. „Nordwalde, St. Arnold, Ochtrup, Emsdetten – wir haben zu oft Führungen zu leicht hergegeben.“ Warum? „In manchen Partien standen acht Jungs auf dem Feld, die unter 22 Jahre jung sind. Da fehlt die Routine, und dann passiert so was eben. Aber das haben wir einkalkuliert, als wir uns für diesen Weg entschieden haben.“

Talente aus dem eigenen Nachwuchs in die erste Mannschaft einzubauen, das ist Konermann gelungen: Sein jüngerer Bruder Leon, dazu Paul Wesener-Roth, Jasper Höner, Hannes Medding oder Torwart Alexander Thüning sind die besten Beispiele. Vor allem seinem Keeper bescheinigt Konermann eine richtig gute Entwicklung. Thüning hätte sich zu einem der besten Schlussmänner der Liga gemausert.

Die individuellen Fortschritte drücken sich aber nur bedingt in Zahlen aus. 21 Punkte bedeuten Platz neun, der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt lediglich fünf Zähler. „Die A-Liga ist in dieser Saison echt verrückt. Da kann jeder jeden schlagen – und deshalb sollten wir zusehen, einen guten Start ins neue Jahr hinzulegen. Das erste Heimspiel gegen den Skiclub besitzt schon enorme Bedeutung“, weiß Konermann.

18 der 36 Laerer Saisontore gehen auf das Konto von Marcel Exner, der sich so unverzichtbar gemacht hat. Die Gefahr, zu leicht auszurechnen zu sein, sieht Konermann nicht. „Die Gegner versuchen es ja jedes Mal, Marcel mit allen Mitteln aus dem Spiel zu nehmen, was aber nur in den seltensten Fällen gelingt. Ich mache mir viel mehr um andere ­Sachen Gedanken.“

Damit meint der 34-jährige Übungsleiter das Defensivverhalten. 42 Gegentore – das ist der fünftschlechteste Wert im Kreisoberhaus – sind einfach zu viel. Da müsse man dringend dran arbeiten, und zwar im Verbund, findet der Coach. Dass mit Steffen Köhler im Winter ein defensivstarker Akteur vom Landesligisten TuS Altenberge kommt, wertet Konermann als einen Schritt in die richtige Richtung. Nichtsdestotrotz guckt er sich nach Verstärkungen für 2020/21 um. „Ein, zwei Leute mit Erfahrung und entsprechender sportlicher Qualität täten uns schon ganz gut. Aber das müssten dann schon Spieler sein, die uns wirklich weiter bringen“, beschreibt Konermann das Anforderungsprofil.

► Die Wintertestspiele des TuS Laer: 19. Januar (Sonntag) bei Preußen Borghorst II; 25. Januar (Samstag) bei Greven 09 II; 28. Januar (Dienstag) gegen Westfalia Osterwick; 30. Januar (Donnerstag) gegen Emsdetten 05 II; 1. Februar (vereinsinternes Hallenturnier); 4. Februar (Dienstag) gegen den SV Wilmsberg II; 6. Februar (Donnerstag) gegen den FC SW Weiner); 8. Februar (Samstag) gegen GS Hohenholte.

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