Fußball: Landesliga
„Palles“ langer Leidensweg

altenberge -

Vor zwei Jahren hat sich Pascal Hölker übelst verletzt und kämpft sich seit dieser Zeit langsam wieder an den Fußball und seine Mannschaft beim TuS Altenberge heran. Aber es dauert und kostet auch Nerven.

Dienstag, 11.02.2020, 16:23 Uhr aktualisiert: 14.02.2020, 14:18 Uhr
Zwei Jahre lang liegt Pascal Hölker (M.) verletzungsbedingt schon „auf Eis“. Aber der 28-Jährige hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass er noch einmal beim TuS mit der ersten Mannschaft um Punkte in der Landesliga spielen kann. Foto:
Zwei Jahre lang liegt Pascal Hölker (M.) verletzungsbedingt schon „auf Eis“. Aber der 28-Jährige hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass er noch einmal beim TuS mit der ersten Mannschaft um Punkte in der Landesliga spielen kann. Foto: Foto: Sven Rapreger

Pascal Hölker hatte vor kurzem Jahrestag. Allerdings keinen, den er gefeiert hat, denn der Anlass oder vielmehr die Erinnerung an das Ereignis ist alles andere als schön. Zwei Jahre ist es mittlerweile her, dass der „Sechser“ des TuS Altenberge im Training einen offenen Schien- und Wadenbeinbruch erlitten hat. Der Knochen, so sagt der 28-Jährige selbst, sei zwar gut verheilt, Probleme bereite aber immer noch das umgebende Gewebe der Haut und Muskeln. An Fußball auf Landes- oder Kreisliga-Niveau sei „momentan noch nicht zu denken“.

„Das ist beim Training passiert. Ein Gastspieler wollte schießen, und ich war einen Tick eher am Ball, sodass der mich hinten an der Wade getroffen hat“, erläutert „Palle“, wie er im Kreis der Mannschaft gerufen wird. Übel genommen hat er dem Gastspieler dieses Missgeschick nicht. „Das kann immer mal passieren, wenn man Fußball spielt. Es war halt ein unglücklicher Zweikampf. Till (Remke) hat sich auch sofort entschuldigt“, erinnert sich Hölker.

Da die Verletzung ein offener Bruch war, wurde der Altenberger noch am selben Tag operiert und bekam zunächst einen Fixateur (externe äußere Haltevorrichtung zur Ruhigstellung von Knochenbrüchen) aus Metall. Später wurde vom Knie bis zum Knöchel ein Nagel eingesetzt, der vor einem Jahr entfernt worden ist.

Ironie des Schicksals: Sein Vater Matthias hatte mit 26 Jahren eine ähnlich schwere Verletzung. Er war mit den Schuhen im Rasen hängen geblieben und hatte sich den Knöchel gebrochen und mehrere Bänder gerissen.

Berufsbedingt hat Pascal Hölker als Bürokaufmann bei der Westlotto-Gesellschaft mit Geld und Glück zu tun. Sportlich betrachtet ist solch eine schwere Verletzung alles andere als ein Glücksfall, doch Hölker lässt den Kopf nicht hängen. „Schmerzfrei? Das ist so eine Sache“, kratzt sich der 28-Jährige am Kopf und überlegt: „Ein wenig joggen geht, aber nicht lange. Seit einem halben Jahr mache ich Fortschritte und wollte eigentlich zur Wintervorbereitung wieder einsteigen. Aber das musste ich abhaken. Ich habe allerdings für die nächste Saison schon bei André Rodine zugesagt“, hat Hölker die Hoffnung auf einen Wiedereinstieg bei der Ersten noch nicht ad acta gelegt. „Ich will auf jeden Fall wieder spielen Ständig nur zuschauen, wie die anderen spielen, tut natürlich weh“, wäre der Ur-Altenberger froh, wenn er überhaupt erstmal wieder ohne Schmerzen richtig flemmen könnte.

„In der Hinserie hätten wir ihn gut gebrauchen können. Er hätte uns bestimmt weitergeholfen. Aber da ging es ja leider noch nicht“, sagt sein aktueller Trainer. „Jetzt steht seine vollständige Heilung im Vordergrund. Er soll bloß nichts überstürzen“, hat ihn André Rodine immer noch auf dem Zettel.

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