Leichtathletik: Deutsche Hallen-Meisterschaften in Leipzig
Meinikmann mit neuer Bestleistung

Leipzig/Burgsteinfurt -

Und wieder eine neue Bestmarke: Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig hatte die Burgsteinfurterin Hanna Meinikmann im letzten Versuch ihren großen Wurf. Die Kugel blieb bei 16.70 Metern liegen, was Platz fünf für sie bedeutete.

Montag, 24.02.2020, 15:06 Uhr aktualisiert: 25.02.2020, 12:42 Uhr
Da konnte sie sich ein Grinsen nicht verkneifen, als sie im letzten Versuch mit einer neuen Bestmarke noch auf den fünften Platz sprang: Hanna Meinikmann aus Burgsteinfurt.
Da konnte sie sich ein Grinsen nicht verkneifen, als sie im letzten Versuch mit einer neuen Bestmarke noch auf den fünften Platz sprang: Hanna Meinikmann aus Burgsteinfurt. Foto: Marcel Merkel

Es ist gerade mal zehn Tage her, da holte Hanna Meinikmann aus Burgsteinfurt ihren ersten offiziellen Titel. Mit 16,22 Metern sicherte sie sich in Frankfurt bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften den ersten Platz. Am Wochenende in Leipzig, bei den nationalen Titelkämpfen in der Halle, setzte sie noch einen drauf. Zwar war es kein Titel, den die Studentin mit nach Hause brachte – immerhin war die komplette deutsche Elite in ihrer Disziplin mit am Start –, aber mit 16,70 Meter eine neue persönliche Bestmarke und der fünfte Rang bei einer Deutschen Meisterschaft.

„Das war mein bester Wettkampf bisher. Ich bin mit dem ersten Versuch schon an die 16 Meter herangekommen, und das war ein technisch schlechter Versuch“, berichtete die Stemmerterin aus Leipzig. Ihr Ziel war es, die vier Kilogramm schwere Kugel mindestens bis 16,50 Meter zu stoßen. „Als ich dann im zweiten Versuch eine Konkurrentin kontern musste, waren meine 16,49 schon neue Hallenbestweite“, war Meinikmann auf den Punkt fit. Doch es sollte noch besser kommen. Im letzten Versuch und ohne Druck donnerte sie die Kugel unter den Augen ihrer Eltern auf 16,70 Meter und war damit Fünfte der DM.

Platz eins belegte Alina Kenzel vom VfL Waiblingen mit 18,14 m, gefolgt von Katharina Maisch (LV Erzgebirge) mit 17,98 m und Meinikmanns Vereinskameradin vom TV Wattenscheid , Julia Ritter , die die Kugel 17,45 m weit stieß. Vierte war Claudine Vita vom SC Neubrandenburg mit 16,77 m.

Runtergebrochen auf die europäische und nationale Ebene bedeuten die 16,70 von Hanna Meinikmann Rang 21 in Europa, Platz fünf in Deutschland, Rang drei der U 23 in Europa und Platz zwei bei den U 23 in Deutschland.

Der Lohn ihres Erfolges? Eine Fahrkarte nach Portugal. „Das ist auch mein nächstes großes Ziel“, erzählt sie, dass der Länderkampf der U 23 am 21. März in Leiria bei der European Wurf-Challenge ganz oben auf ihrem Zettel steht.

Feiern konnten die beiden Athleten vom TV Wattenscheid in Leipzig jedoch nur mit angezogener Handbremse. „Wir mussten am Abend schon weiter nach Berlin zum Olympischen Trainingszentrum. Aber klar haben wir an der Bar vorher noch was getrunken“, sagt die 21-Jährige, die mit Julia Ritter mit einem O-Saft angestoßen hat, da sie keinen Alkohol trinkt. In puncto Studium ist derzeit gerade Ruhe angesagt, da Semesterferien sind. „Im März muss ich eine Klausur schreiben, daher ist die Ablenkung jetzt durch die Wettkämpfe ganz schön“, sagt sie.

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