Fußball: André Rodine bleibt eine weitere Saison Coach des TuS Altenberge
Zurück zur alten Philosophie

altenberge -

Der TuS Altenberge und André Rodine – das passt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Verein und Trainer auch in der Saison 2020/21 zusammen arbeiten. Im Hügeldorf soll noch an an paar Stellschrauben gedreht werden was die Jugendarbeit betrifft.

Montag, 18.01.2021, 16:52 Uhr aktualisiert: 18.01.2021, 16:58 Uhr
André Rodine wird auch über diese unterbrochene Saison hinaus Trainer des TuS Altenberge bleiben.
André Rodine wird auch über diese unterbrochene Saison hinaus Trainer des TuS Altenberge bleiben. Foto: Thomas Strack

„Wir gehen auch in die nächste Saison mit André Rodine als Trainer der ersten Mannschaft.“ Mit dieser Aussage beginnt eine Mitteilung des TuS Altenberge , der mit der Arbeit seines Trainer „sehr zufrieden“ sei. Den Posten nach dem Aufstiegstrainer Florian Reckels richtig zu besetzen, sei nicht einfach gewesen, mit Rodine sei dies aber gelungen.

„Altenberge ist ein cooler und familiärer Verein“, gibt Rodine die Komplimente zurück. Nach acht Spielen und der Tabellenführung in der Landesliga 4 habe man den Umbruch „in der zweiten Saison“ nach Reckels „ganz gut hinbekommen“. „Auch wenn die Tabelle jetzt natürlich arg verzerrt ist, denke ich doch, dass wir in der Spitzengruppe bleiben werden, wenn die anderen ihre Nachholspiel absolviert haben“, will sich Rodine mit dem TuS oben festsetzen.

Die Abgänge von Kevin (nach Wettringen) und Dennis Behn, Volkan Haziri sowie Gerrit Brinkmann, die alle drei zum SV Burgsteinfurt wechseln, will Rodine mit Spielern aus der A-Jugend (Danny da Costa, Till Scheipers für Tor) und eventuell sogar Kickern aus der Reserve kompensieren. „Aber wir werden uns auch extern umschauen, aber nur auf diesen Positionen“, sagt Rodine.

Noch etwas unklar sei, heißt es in der Mitteilung des Vereins weiter, ob auch Co-Trainer Marcel Pelster weitermache. Pelster sei für den TuS sehr wichtig, da er Aufgaben wahrnehme, die bei anderen Vereinen in den Bereich eines Obmanns fallen.

Darüber hinaus arbeitet der TuS an der Installierung eines hauptamtlichen Geschäftsführers nur für den Bereich Fußball. Eppi Hammer habe sich – wie angekündigt – vor einigen Monaten aus der Abteilungsleitung zurückgezogen. Zu seinen vielen Aufgaben gehörte auch das Formulieren von Strukturen und Definieren von Aufgabenbereichen in der Abteilung. Zeitweise waren es 20 Stunden und mehr pro Woche, die er in die Abteilung investiert habe. Aktuell leitet Dietrich Schulze-Marmeling die Abteilung kommissarisch.

Wie andere Vereine auch registriere man beim TuS eine abnehmende Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement. Die Schultern, die eine Abteilung mit über 30 Mannschaften tragen, seien schmaler und weniger geworden. Der TuS werde heute häufig als Dienstleister wahrgenommen. Dem müsse der Verein Rechnung tragen. Was allerdings auch bedeute, dass man zwecks Finanzierung der Stelle die Beiträge erhöhen müsse.

Beim Hauptvorstand sei die Abteilung mit ihrem Anliegen auf offene Ohren gestoßen. „Ich gehe davon aus, dass wir schon bald Vollzug melden können. Auch was die Besetzung der Stelle anbelangt“, sagt Schulze-Marmeling.

Des Weiteren arbeite der TuS an einer neuen Ausbildungsphilosophie, zunächst einmal für die jüngsten Jahrgänge. Man habe in den letzten Jahren etwas vom Charakter eines Ausbildungsvereins eingebüßt. In einigen Altersklassen sei der Focus zu wenig auf Ausbildung und zu stark auf das Spielergebnis und die Liga gerichtet gewesen. Um die Bezirksliga zu halten, habe sich der TuS in einem zu starken Maße um Spieler aus anderen Vereinen bemüht. Darüber sei manchmal das Scouting und die Entwicklung der hauseigenen Talente vernachlässigt worden.

Derweil beschäftige sich eine Arbeitsgruppe mit der Ausbildung in den jüngsten Jahrgängen. Diese bestehe aus Daniel Hemker, Ernst Sybon, Lars Eilert, Jugendobmann Stefan Klapproth und Eppi Hammer. Dabei gehe es auch darum, so etwas wie einen „Altenberger Weg“ zu formulieren. Die Gruppe schaue dabei auch über den Tellerrand des Vereins hinaus. Es falle auf, dass Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren heute deutlich weniger Fußball spielen, als dies noch vor zehn Jahren der Fall war. „Die Spieler der besten Jugendmannschaft, die wir bis heute hatten und aus der insgesamt sieben DFB-Stützpunktspieler, drei U-19-Bundesligaspieler und ein U-19-Nationalspieler hervorgingen, kickten in diesem Alter bis zu 15 Stunden pro Woche – auch weil sie viel Fußball außerhalb des Vereins spielten“, erinnert sich Schulze-Marmeling.

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