Westernreiten: Davensbergerin sammelt Turniersiege
Als Cowgirl fest im Sattel

Davensberg -

Wie aus einer Cowboyserie entritten sieht Claudia Horstkötter aus, wenn sie mit Wallach Rudi auf Turnieren auftritt. Dabei ist das, was die Davensbergerin macht, solider Sport – sie ist aktuelle Titelträgerin im NRW-Cup der Westernreiter.

Donnerstag, 20.02.2014, 15:02 Uhr

Reiter mit Cowboyhut und in knallig-buntem Outfit sind im zumindest optisch gediegenen Münsterland eher selten – die so genannten Westernreiter nach US-amerikanischem Vorbild sind hier eine Seltenheit.

Ausnahmen bestätigen die Regel, und Claudia Horstkötter ist so eine Ausnahme. Die 30-Jährige aus Davensberg frönt seit 2009 dem Westernreiten , das nur rein optisch an ein Rodeo aus einem klassischen Cowboyfilm erinnert, ansonsten aber äußerst wenig mit dem Zureiten eines ungezähmten Wildpferdes zu tun hat. Spektakulär ist Westernreiten dennoch. Die bei den Zuschauern beliebteste Disziplin ist das Reining, eine im Galopp gerittene Dressur mit Tempowechseln und Drehungen.

„Geritten bin ich schon, seit ich klein bin, aber bis vor fünf Jahren nur klassisch englisch – also Dressur- und Springreiten, wie es auch auf den Turnieren hierzulande verbreitet ist“, erinnert sich Claudia Horstkötter. Das änderte sich dann schlagartig: „Wir haben Verwandtschaft im Emsland besucht, wo Westernreiten relativ verbreitet ist.“ Dort wurde die Davensbergerin infiziert: „Mir hat gefallen, dass das alles wesentlich entspannter ist.“

Ein Jahr zuvor hatte sich die Sachbearbeiterin für Versicherungen Wallach Rudi gekauft, als Pinto-Haflinger-Mix „quasi eine Wald- und Wiesenmischung“, schmunzelt Horstkötter. Wie seine Reiterin trainierte sich Rudi in den kommenden Monaten Jahren die breit gefächerten Fertigkeiten an, auf die es beim Westernreiten ankommt – mit Erfolg. 2012 traten Claudia Horstkötter und ihr Wallach erstmals beim NRW-Cup an, bei dem jährlich zwischen Juni und September auf vier Turnieren in Marl, Datteln, Münster und Dinslaken Punkte gesammelt werden.

Das Paar aus Davensberg wurde auf Anhieb Sieger, allerdings ohne Konkurrenz, weil es sich als einziges hatte qualifizieren können. Ein Jahr darauf sah das schon anders aus, diesmal traten Horstkötter und Rudi gegen etwa 20 weitere Paare an – und landeten wieder ganz oben auf dem Treppchen. Im Sommer 2014 wollen sie den Titel-Hattrick perfekt machen.

Insgesamt sechs Disziplinen stehen bei jedem Turnier des NRW-Cups auf dem Programm – allerdings müssen die Westernreiter nicht jede Disziplin absolvieren. „Man muss aufpassen, wie viel man dem Pferd zumutet“, erklärt Claudia Horstkötter. Allerdings: Je mehr Prüfungen man macht, desto mehr Punkte kann man sammeln. „Vier bis fünf“ Prüfungen werden von der Davensbergerin und ihrem Wallach in der Regel absolviert. Ihre Lieblingsdisziplinen heißen Horseman­ship, Pleasure und Trail (siehe Infokasten).

Für die Zuschauer bietet ein Turnier der Westernreiter immer viel Spektakel, nicht nur was die oft ausgefallenen Kostüme angeht – „Da ist richtig Bling-Bling“, so Claudia Horstkötter. Sie selbst hat dafür selten ein Auge, sondern konzentriert sich mit Rudi auf die Bewältigung von Dressuraufgaben oder Parcours.

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