Leichtathletik: Kampf gegen Doping
Neue Rekordlisten in der Leichtathletik: Skepsis überwiegt

Bezirk Lüdinghausen -

Die Pläne des europäischen Verbandes, im Kampf gegen Doping neue Rekordlisten einzuführen, stößt bei den heimischen Leichtathleten auf Skepsis. Das ist das Ergebnis einer kleinen Umfrage.

Freitag, 05.05.2017, 06:05 Uhr

Bernhard Bußmann ist Wettkampfwart im Kreisleichtathletikausschuss Ahaus/Coesfeld.
Bernhard Bußmann ist Wettkampfwart im Kreisleichtathletikausschuss Ahaus/Coesfeld. Foto: chrb

Der europäische Leichtathletik-Verband EAA versucht, im Kampf gegen Doping an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Ab dem 1. Januar 2018 soll es ganz neue Europarekordlisten geben, die bis dahin geltenden Rekorde würden in eine „historische Liste“ überführt. Die Frage am Freitag lautet: Welche Meinung haben die heimischen Leichtathleten zu dieser Idee?

Dirk Casimir (Triathlon, Union Lüdinghausen ): Ich halte nichts davon, weil die Leistungen aufgestellt worden sind. Wenn Doping nachgewiesen ist, ist die Streichung klar, aber es sind ja nicht alle gedopt gewesen.

Martin Dabrowski (Vorstand, Union Lüdinghausen): Erstmal muss Doping konsequenter mit mehr Ressourcen bekämpft werden, damit eine Reform überhaupt Sinn macht. Darin sehe ich derzeit das größte Pro­blem. Für saubere Rekordhalter in der Leichtathletik ist solch ein Schritt sehr ärgerlich.

Heinrich Wiechmann (Trainer, ASV Senden): Ich finde gut, dass man sich Gedanken gemacht hat. Aber ich glaube und hoffe, dass etwa einige Mittelstreckler nicht manipuliert haben. Es müsste noch mehr auch mit ehemaligen Sportlern diskutiert werden.

Bernhard Bußmann (Leichtathletik-Kreis Ahaus/Coesfeld): Das ist ein weiteres Zeichen im Rahmen des Dopingkampfes, ich finde den EAA-Vorschlag sehr konsequent und gut für die Außendarstellung. Ob man die Sportler damit vom Doping abhält, ist eine andere Frage.

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