American Football: Tryout
„Schach auf dem Rasen“ und Teambuilding: Mammuts in der Davert gesichtet

DAVENSBERG -

Von wegen wüstes Gegeneinander: American Football ist eine so komplexe Sportart, dass die Trainerin der Münster Mammuts von „Schach auf dem Rasen“ spricht. Am Wochenende war ihr Team beim SV Davaria Davensberg zu Besuch.

Sonntag, 09.07.2017, 19:07 Uhr

Eins, zwei, drei, wer hat das Ei: in dem Fall die Mammuts (rote Trikots). Eins, zwei, drei, wer hat das Ei: In dem Fall die Mammuts (rote Trikots).
Eins, zwei, drei, wer hat das Ei: in dem Fall die Mammuts (rote Trikots). Eins, zwei, drei, wer hat das Ei: In dem Fall die Mammuts (rote Trikots). Foto: Bastian Becker

Nur das hochsommerliche Wetter störte etwas das Trainingslager der im November gegründeten Damenmannschaft des Footballvereins Münster Mammuts am Wochenende in Davensberg.

„Wir haben extra die Heizung angestellt“, witzelte Andrea Tegtmeier , Jugendobfrau des SV Davaria , angesichts der Temperaturen am Sonntag. Aufgrund eines Jugendspiels in Münster mussten die Mammuts-Damen ausweichen.

„Außerdem macht ein Trainingslager zu Hause keinen Sinn“, erklärte Elsa Rittgerodt , die junge Trainerin des Teams. Tegtmeier, deren Tochter Lisa mit dabei war, schlug daraufhin vor, den „massig vorhandenen Platz“ im Waldstadion zu nutzen.

Die Mammuts sind auf der Suche nach neuen Spielerinnen, um in der kommenden Saison im 9er-Tackle antreten zu können (Variante des üblichen 11er-Tackles ohne äußere Spieler). So wurde am Samstag ein Tryout mit zehn Teilnehmerinnen in Münster veranstaltet. In den nächsten Wochen fällt laut Rittgerodt dann eine Entscheidung, wer es bei den Mammuts versuchen darf.

Der Samstag stand zunächst im Zeichen des Teambuildings, die 15 Spielerinnen übernachteten etwa zusammen in einem Raum. Am Sonntag reiste dann das Team des Zweitligisten Solingen Paladins an. Rittgerodt leitete mit ihrem Trainerteam und den Solinger Kollegen Individualeinheiten für die einzelnen Mannschaftsteile, bevor beide Teams im 9er-Tackle-Trainingsspiel gegeneinander antraten.

„Wir wollten heute vor allem unsere Fehler erkennen und Erfahrung sammeln. Mir hat es gut gefallen“, bilanzierte Rittgerodt, die ihre Sportart angesichts der „supertaktischen Spielzüge“ als „Schach auf dem Rasen“ bezeichnet. Und: „Für jede Statur ist eine Position dabei.“ Zum Schluss gab es für die Trainerin dann noch eine Dusche aus dem Wassereimer.

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