Fußball: Vorbereitungsturnier
SVH-Turnier mit Flair und bewegter Geschichte

Herbern -

Am morgigen Sonntag (30. Juli, 15 Uhr) startet an der Werner Straße der Fuchs-Cup, Ausrichter ist der SV Herbern. Zwischen 2001 und 2013 fand das top-besetzte Turnier in Amelsbüren statt. Zwei Ehemalige erinnern sich.

Freitag, 28.07.2017, 20:16 Uhr

Umsichtiger Mittelfeldlenker: Bernd Löcker nahm als Spieler des SV Herbern und des TuS Hiltrup am Fuchs-Cup teil. Begnadeter Techniker: Lars Anfang gewann mit Davensberg 2002 in Amelsbüren.
Umsichtiger Mittelfeldlenker: Bernd Löcker nahm als Spieler des SV Herbern und des TuS Hiltrup am Fuchs-Cup teil. Begnadeter Techniker: Lars Anfang gewann mit Davensberg 2002 in Amelsbüren. Foto: rau

Zwei Spieler, die an der Fuchs-Cup-Geschichte maßgeblich mitgeschrieben haben, sind Bernd Löcke und Lars Anfang. Der eine als Taktgeber des SV Herbern, der andere als Zauberfuß des SV Davaria Davensberg , beide gemeinsam später beim TuS Hiltrup.

„Das war schon eine tolle Truppe“, erinnert sich Anfang an die Zeit in Davensberg, damals die Nummer zwei in der Region hinter Preußen Münster – und neben GW Nottuln (2004/2007), dem 1. FC Gievenbeck (2005/2006), sowie Hiltrup (2008/2011) Fuchs-Cup-Rekordsieger.

Anfang war auch Teil jener Davaren-Mannschaft, der das historische 10:1 2002 gegen Wacker Mecklenbeck glückte. Nie war ein Endspiel in Amelsbüren vor- oder nachher so einseitig. Im Jahr darauf verteidigten die Davaren ihren Titel (2:0 gegen Preußen Münster 2).

Löcke und Co. gewannen die Erstaustragung des Turniers in seiner jetzigen Form 2001 dank eines 2:1 über GW Gelmer im Finale, das er und Anfang später ein weiteres Mal mit dem TuS erreichten.

Anfang ist inzwischen sportlicher Leiter beim sehr ambitionierten Bezirksligaaufsteiger VfL Wolbeck, der sich in Gruppe A mit Hiltrup, Münster 08 und Greven 09 misst. Als die Einladung von Pokalstifter Hubert Fuchs kam, „habe ich sofort zugesagt“. Weil er „dieses Turnier schon als Spieler klasse“ fand. Weil die Bedingungen nirgends so gut seien wie in Herbern. Und weil die Aufteilung in eine Münster- sowie eine Altkreis-Gruppe „einfach Sinn macht.“ Da er derzeit mit der Familie in Südtirol Ferien macht, werde er die Neuauflage der Traditionsveranstaltung aber „leider verpassen“. Anfang hofft aber, „dass sich das Turnier dauerhaft am neuen Standort etabliert.

Schön, mal wieder die alten Bekannten aus meiner Hiltruper Zeit zu treffen.

Bernd Löcke

Löcke hat, wenn man so will, auch Urlaub. Und zwar vom Fußball. Nach Jahrzehnten als Spieler wie als Trainer gönnt sich das SVH-Urgestein aktuell eine Auszeit – und wird doch kaum bei einer Fuchs-Cup-Partie fehlen: „Allein schon, um mal wieder die alten Bekannten aus meiner Hiltruper Zeit zu treffen.“

Der einstige Mittelfeldstratege hat wie Anfang den Fuchs-Cup „in bester Erinnerung“. Das Teilnehmerfeld sei immer erlesen gewesen, „der Rasen in Amelsbüren war stets in bestem Zustand. Das Turnier hatte einfach Flair“, so Löcke, für den Herbern aus diesem Grund der einzig logische Nachfolger ist: „Diese besondere Stimmung an der Werner Straße, das Zuschauerfreundliche, das gibt es in kaum einem anderen Stadion.“

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