Motorsport: Autocross
Letzte Krönung steht für das Team Wesp noch aus

Herbern -

Als Franz-Josef Wesp vor zwei Jahren plötzlich starb, stand das Autocross-Team seines Sohnes vor dem Aus. Doch es überlebte, und inzwischen haben Karsten Wesp und sein Team die dritte Meisterschaft ihrer Geschichte im Visier.

Mittwoch, 16.08.2017, 06:08 Uhr

Mit seinem Team würde Karsten Wesp (2.v.l.) gerne noch einen Titel einfahren – und beim heimischen Rennwochenende wieder ganz vorne mit dabei sein. Torsten Krone und Bruder Christoph Wesp (r.) unterstützen ihn dabei. Mit Sohn Lenn (l.) steht die dritte Fahrergeneration schon in den Startlöchern.
Mit seinem Team würde Karsten Wesp (2.v.l.) gerne noch einen Titel einfahren – und beim heimischen Rennwochenende wieder ganz vorne mit dabei sein. Torsten Krone und Bruder Christoph Wesp (r.) unterstützen ihn dabei. Mit Sohn Lenn (l.) steht die dritte Fahrergeneration schon in den Startlöchern. Foto: Isabel Schütte

Sie fahren Rennen, tüfteln und schrauben an ihrem Auto. Das Team Wesp feiert in diesem Jahr sein Silberjubiläum. Karsten Wesp vom MSC Herbern hat in dieser Zeit zweimal die Deutsche Meisterschaft eingefahren, er will diesen Titel in den nächsten Jahren mit seinem Team unbedingt noch einmal erlangen.

In diesem Jahr besteht das Team aus Karsten Wesp und Jörg Bäumer als Fahrer sowie Karstens Bruder Christoph, Henrik Hirsch, Thorsten Krone und Dennis Brannekämper. Seit Tagen wird in der heimischen Werkstatt für das Autocross-Wochenende in Herbern-Arup an der Feinabstimmung des Spezialcrossers gearbeitet, der mit einem überarbeitetem Honda-Motor, 1137 Kubik und 152 PS ausgestattet ist. Beim Heimrennen möchte das Team vorne mitfahren.

„Das ist natürlich immer ein absolutes Highlight in der Saison und ich denke, dass wir nach dem Sieg in Eppe auf dem richtigen Weg sind“, sagt Karsten Wesp. Schon als Kind kam er mit an die Rennstrecke. Vater Franz-Josef , besser als „Jupp“ bekannt, hatte großen Anteil daran, dass der Motorsport in der Familie Wesp bis auf den heutigen Tag großgeschrieben wird. „Für mich war es in der Kindheit ganz normal, am Wochenende mit meinem Vater, meinen zwei Brüdern und meiner Mutter zu den Rennen zu fahren“, erinnert sich der heute 44-Jährige. Sein erstes Rennen fuhr Karsten Wesp mit 18 Jahren, mit 19 gründete er sein eigenes Motorcross-Team.

Manchmal kam ich in die Werkstatt, und das Auto war schon fertig, weil mein Vater den ganzen Tag daran geschraubt hatte.

Karsten Wesp

Sein Vater habe ihm über 20 Jahre lang viel Arbeit abgenommen. „Manchmal kam ich in die Werkstatt, und das Auto war schon fertig, weil mein Vater den ganzen Tag daran geschraubt hatte“, erinnert sich der Sohn, der in dieser Zeit auch Vereinsvorsitzender im DRCV und beim MSC Herbern war.

Als „Jupp“ Wesp vor zwei Jahren plötzlich starb, ging erst einmal gar nichts mehr im Team. „Wir haben damals die Saison irgendwie zu Ende gefahren und uns anschließend zusammengesetzt, um zu überlegen, wie es weiter geht. Die Lücke im Team war fast nicht zu schließen und die Zukunft stand auf der Kippe. Nur mit viel Geduld und einer kompletten Neuaufstellung haben wir die hinbekommen“, erzählt Karsten Wesp. Sein Amt als Vorsitzender beim MSC Herbern, das er seit 2006 bekleidet hatte, hing er Anfang dieses Jahres an den Nagel, um sich auf seine sportliche Karriere zu konzentrieren.

Die dreißig Jahre möchte Karsten Wesp mit seinem Team gerne noch voll machen – ein dritter Titel würde dieses Krönen.

Autocross-Wochenende des MSC Herbern

Die Vorbereitungen für das Autocross-Wochenende des MSC Herbern in der Bauerschaft Arup laufen auf Hochtouren. Am Samstag (19. August) um 14 Uhr beginnt das Langstreckenrennen. Hier fahren bis zu 40 Autos 45 Minuten um Punkte für die Meisterschaft. Als Lokalmatadoren starten Karsten Wesp, Marc Mürmann, Marcel Schoppmann und Daniel Klick. Anschließend steht das Rennen der „Bauernklasse“ auf dem Programm, hier können Neulinge erste Erfahrungen beim Autocross sammeln. Am Sonntag um 9.45 Uhr geht es mit der DRCV-Meisterschaft weiter. Gegen 18 Uhr beginnen die Tagesendläufe. Für den MSC Herbern sind Marcel Schoppmann, Daniel Klick und Anna-Lena Müller bei den Serientourenwagen sowie Karsten Wesp, Marc Mürmann und Marco Meßmaker bei den Spe­zialcrossern am Start. iss

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