Motorsport
Daniel Klick und Dominik Raubuch: Gemeinsam durch die „Grüne Hölle“

Herbern -

Auf den Spuren von Niki Lauda und Jacky Ickx: Der Herberner Daniel Klick und Dominik Raubuch aus Castrop Rauxel rasen in jedem Jahr bei der RCN-Serie über den Nürburgring – durch die legendäre „Grüne Hölle“.

Mittwoch, 08.11.2017, 22:11 Uhr

Ein eingespieltes Team: Daniel Klick (l.) und Dominik Raubuch sind Kumpels seit Jahren und machen gemeinsam den Nürburgring unsicher,
Ein eingespieltes Team: Daniel Klick (l.) und Dominik Raubuch sind Kumpels seit Jahren und machen gemeinsam den Nürburgring unsicher, Foto: privat

Daniel Klick und Dominik Raubuch sind Kumpels, schon seit Jahren. „Wir kennen uns schon ewig“, sagt Klick. Als Jugendliche lernten sich der heute 33-Jährige und der ein Jahr jüngere Raubuch kennen, beim ADAC-Youngster-Cup, liefen sich im Rahmen dieser Nachwuchsförderung immer wieder über den Weg. Daraus wurde eine Freundschaft, eine schnelle im Wortsinn. Denn Klick und Raubuch sind Rennfahrer und mittlerweile auch ein Team.

2012 nahmen sie erstmals gemeinsam an der RCN-Serie (Rundstrecken Challenge Nürburgring) auf dem Kurs der legendären „Grünen Hölle“ teil, quasi auf den Reifenspuren von Niki Lauda, Jackie Stewart und Jacky Ickx. Natürlich sind die RCN-Rennen einige Nummern kleiner als die Formel-1-Duelle in den legendären 70er-Jahren. Ganz ohne sind sie dennoch nicht, ganz im Gegenteil: „220, 230, 240 fahren wir immer“, sagt Klick.

Den bisher größten gemeinsamen Erfolg feierten der leidenschaftliche Motorsportler, der in Ascheberg geboren wurde, einige Jahre in Ottmarsbocholt lebte und heute in Herbern-Nordick wohnt, und der Castrop-Rauxeler Raubuch vor drei Jahren. Damals gewann das Duo das „Schwedenkreuz“, das nach dem Verlauf eines Streckenteils benannte jährlich letzte Rennen der RCN-Serie. Im Oktober 2017 wurden sie Dritter in der Klasse H 3 für Fahrzeuge zwischen 1600 und 2000 Kubikzentimeter.

Daniel fährt meistens ein bisschen schneller, kommt dabei aber ziemlich schnell ins Driften.

Dominik Raubuch

Zwei Jahre nach ihrem Triumph auf dem Nürburgring, 2016, wurden sie erneut Erster, allerdings getrennt. An dem Tag, an dem sich Raubuch, diesmal alleine, erneut den Sieg im „Schwedenkreuz“ holte, wurde Klick Deutscher Meister in Hessen – in der Klasse 3 bei den Serientourenwagen, im Autocross. Anders als Klick, der mittlerweile auf beiden Untergründen zu Hause, kommt Raubuch im Wortsinn von der Straße. „Ich bin mehr Rallye gefahren, Dominik mehr Asphalt“, sagt Klick. Der Unterschied macht sich auch in der Fahrweise der beiden Piloten auf dem Nürburgring bemerkbar. „Daniel fährt meistens ein bisschen schneller, kommt dabei aber ziemlich schnell ins Driften“, schmunzelt Raubuch.

„Das Rennfahren wurde Daniel in die Wiege gelegt“, sagt Mutter Mechthild Klick. Sie und ihr Ehemann Joachim Klick machten früher selbst die Pisten unsicher. „Wir haben kistenweise Pokale“, lacht die heute 67-Jährige, die unter anderem Meisterin des Kreises Coesfeld im Geschicklichkeitsfahren wurde. Bei den Rennen ihres Sohnes beschränken sich die Klicks heute aufs Daumendrücken und Zuschauen. Dominik Raubuchs Vater Werner ist näher dran. Er ist der Mechaniker des Teams, in Castrop-Rauxel steht auch der Flitzer von Klick und Raubuch – ein BMW E 36 318ti.

Er hat inzwischen Winterpause – wie auch die beiden Fahrer. Die Füße legen sie auch regelmäßig beim 24-Stunden-Rennen am Rande der „Grünen Hölle“ hoch, schauen sich gemeinsam mit Freunden die anderen Fahrer an. „Dann machen wir zusammen Urlaub“, lacht Daniel Klick.

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