Fußball: Landesliga 4
Mehr Mentalität – SV Herbern vom Start weg konkurrenzfähig

Herbern -

Der SV Herbern hat im Sommer viele Stammkräfte verloren. Kopfschmerzen bereitet das Holger Möllers vor dem Ligastart am Sonntag, 15 Uhr, in Ahaus trotzdem keine. Zwei der Neuzugänge haben es dem Coach besonders angetan.

Freitag, 10.08.2018, 18:32 Uhr

Zählt zu den Gewinnern der Vorbereitung: der im Sommer aus der eigenen Jugend gekommene Patrick Sobbe (M.).
Zählt zu den Gewinnern der Vorbereitung: der im Sommer aus der eigenen Jugend gekommene Patrick Sobbe (M.). Foto: flo

Vorsichtshalber hat Holger Möllers, Coach des SV Herbern, beim Trainingsauftakt darauf hingewiesen, dass – bei zehn Abgängen und ebenso vielen Neuen – die Entwicklung nicht mit dem Saisonstart abgeschlossen sein werde. Das gilt auch sechs Wochen später und einen Tag vor Saisonbeginn am Sonntag, 15 Uhr, bei Eintracht Ahaus noch. Einerseits. Andererseits komme es in den ersten Wochen gar nicht so sehr darauf an, wer die eingespielteste Truppe hat, sondern wer physisch auf der Höhe ist. Insofern lehnt sich Möllers nicht zu weit aus dem Fenster, wenn er seine bekannt laufstarken Mannen „von Beginn an konkurrenzfähig“ nennt.

Klar spielten die Ahauser seit Jahr und Tag einen flotten Ball. Aber, so der Cheftrainer der Blau-Gelben: „Die hätten sich womöglich einen angenehmeren Auftaktgegner als uns gewünscht.“ Zumal Möllers, der am Sonntag ohne Eric Sabe und Rudi Bieche (beide verletzt) auskommen muss, seine Elf auch spielerisch auf einem guten Weg wähnt. Ja, es gab diese Aussetzer, gerade beim Fuchs-Cup. Aber: „Wir haben die Fehler angesprochen und sind zuversichtlich, dass sie in dieser Häufigkeit kein zweites Mal passieren.“

SVH-Coach Möllers von den Neuen überzeugt

Auch von den Neuzugängen ist Möllers überzeugt. Zum Beispiel Rückkehrer Vincent Sabe (vorher TuS Ascheberg) und A-Jugend-Kapitän Patrick Sobbe. Zwei wahre „Mentalitätsspieler“, freut sich der Coach. Mittelfeldleute, die keinem Zweikampf aus dem Weg gehen, die nie einen Zentimeter weichen, die bis zum Ende marschieren.

Zum Beispiel Daniel Dellwig-Jerez. Dem 19-jährigen Dirigenten (kam von Westfalia Rhynern 2) fehle es – normal in dem Alter – an Spielhärte, so Möllers. Die Anlagen des jungen Deutsch-Spaniers nennt der Trainer indes „überragend“. Zum Beispiel Luis Krampe, der ja nicht ohne Grund bereits in der Rückrunde fest zum Kader der Ersten gehört habe. Zum Beispiel Julius Höring. Für den Youngster gelte wie für die übrigen Perspektivspieler aus der Zweiten: kaum eine Übungseinheit verpasst, Spielpraxis gesammelt, schnell ins Kollektiv gefunden. Für den Moment müsse keiner aus dem Quintett befürchten, ins A-Liga-Team zurückzukehren.

Und damit zur Liga. Chance wie Risiko der so ausgeglichenen Staffel 4 ist, dass sich zuletzt immer wieder Teams durchgesetzt haben, die vorher niemand ernsthaft auf der Rechnung hatte. Während die sogenannten Favoriten regelmäßig strauchelten. Das wird laut Möllers abermals der Fall sein. Zwar sei Münster 08 – wie 2017/18 – erster Titelanwärter. Es sei aber durchaus nicht auszuschließen, dass die Nullachter gleich in Spiel eins gegen Nottuln eine unliebsame Überraschung erleben.

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