Fußball: Frauen-Kreispokal Münster
Ohne Hoffnung: SV Herbern empfängt DJK Wacker Mecklenbeck

Herbern -

Für Vorfreude könnte das bevorstehende Viertelfinale gegen Westfalenligist Wacker Mecklenbeck beim SV Herbern sorgen. Doch der Landesligist geht personell auf dem Zahnfleisch – und rechnet sich nur theoretische Chancen aus.

Dienstag, 27.11.2018, 18:30 Uhr
SVH-Spielerin Lara Krieger (r.) fällt mit Verdacht auf Bänderriss für den Rest des Jahres aus. Damit ist sie „in guter Gesellschaft“, nämlich Teil einer ellenlangen Ausfallliste.
SVH-Spielerin Lara Krieger (r.) fällt mit Verdacht auf Bänderriss für den Rest des Jahres aus. Damit ist sie „in guter Gesellschaft“, nämlich Teil einer ellenlangen Ausfallliste. Foto: lll

„Hätten wir die erste Elf fit, würde ich mir gerade zu Hause eine Chance ausrechnen“, sagt Andreas Weber, Trainer der Herberner Landesliga-Fußballerinnen. Der SVH hat am Mittwoch im Kreispokal-Viertelfinale den Westfalenligisten DJK Wacker Mecklenbeck zu Gast. Anpfiff ist um 19.30 Uhr auf dem Kunstrasen am Siepenweg.

Als höherklassige Mannschaft ist die DJK Favorit, anderseits gegenüber dem SVH auch keine Übermannschaft. Wacker liegt im Mittelfeld der Westfalenliga, genau wie die Herberner eine Liga drunter. Aber, wie der SVH-Trainer schon sagt: „Hätten wir die erste Elf fit . . .“ Tatsächlich stehen dem Herberner Coach insgesamt „nur 14 Spielerinnen zur Verfügung, darunter zwei Torfrauen“.

„Ich habe eine Ausfallliste, die ist schon sportlich“, seufzt Weber. Ausfallen werden neben den Verletzten Tanja Krzyzosiak und Lara Krieger unter anderem die angeschlagenen Inga Blesenkemper und Karla Hackenberg. Beruflich verhindert sind Michaela Meßmaker und Nadine Steincke, Johanna Vorlop muss wegen der Vorbereitung auf eine Prüfung passen. Die angeschlagene Knipserin Laura Brockmeier sitzt, wenn es gut läuft, auf der Bank, wird aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zum Einsatz kommen.

Denn die Prioritäten sind angesichts der ohnehin minimalen Chancen auf einen Einzug ins Halbfinale für den Coach klar: „Wir haben noch zwei Meisterschaftsspiele vor der Winterpause. Da sind die Punkte in der Liga wichtiger.“

Abfedern lässt sich die Personalnot am Siepenweg nicht: Eine zweite Frauen-Mannschaft hat der SVH nicht, und Unterstützung aus dem Kader der B-Juniorinnen könnten die Herbernerinnen nach den Verbandsregeln auch im Pokal erst zur zweiten Saisonhälfte in Anspruch nehmen, so Weber.

Wehrlos in sein Schicksal wird sich der SVH aber nicht ergeben: Aber, so Weber: „Für uns ist es einfach eine Trainingseinheit. Gucken, lernen . . .“ Denn diesmal reiche es nicht, um sich Chancen auf mehr auszurechnen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6218750?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35330%2F
Bus-Crash im Berufsverkehr
Der Bus, der von Ahlen nach Warendorf unterwegs war, wurde im vorderen Bereich stark beschädigt. Die Feuerwehr musste größere Mengen auslaufender Betriebsstoffe abstreuen.
Nachrichten-Ticker