Fußball: Davertpokal
Wie in alten Zeiten? Ausrichter Davaria Davensberg hat was vor

Davensberg/Ascheberg -

Keine Mannschaft hat den Pott so häufig in die Höhe gestemmt wie Davaria Davensberg. Der A-Ligist will bei der 33. Auflage des von den WN präsentierten Budenzaubers an bessere Zeiten anknüpfen. Helfen könnten zwei neue Spieler.

Donnerstag, 03.01.2019, 19:14 Uhr aktualisiert: 03.01.2019, 19:22 Uhr
Die großen Erfolge der Davaren beim Davertpokal liegen schon ein Weilchen zurück. Dieses Siegerbild stammt aus dem Jahr 2012, Coach der Davensberger war damals ein gewisser Ismail Atalan (v.r.).
Die großen Erfolge der Davaren beim Davertpokal liegen schon ein Weilchen zurück. Dieses Siegerbild stammt aus dem Jahr 2012, Coach der Davensberger war damals ein gewisser Ismail Atalan (v.r.). Foto: rau

Davaria Davensberg ist – man vergisst das ja gern angesichts der Dominanz des SV Herbern in der jüngeren Vergangenheit – immer noch Davertpokalrekordgewinner. Das Gros der zehn Erfolge (gegenüber neun der Blau-Gelben) fällt indes in die Ära jener „Burgturm-Brasilianer“, die dereinst die Nummer zwei im Münsterland hinter den Preußen waren und vehement Einlass in die Fußball-Oberliga begehrten. Tempi passati, der letzte Sieg liegt sechs Jahre zurück.

Lotfi und Co. wie gemacht für den Budenzauber

Und doch: Diesmal könnte was gehen. Zumal das Team um Spielertrainer Masen Mahmoud als Ausrichter der 33. Auflage des von den WN präsentierten Budenzaubers ab Freitag an der Nordkirchener Straße in Ascheberg doppelt motiviert sein dürfte. Hört man sich unter Mahmouds Trainerkollegen um, fallen, gefragt nach den Turnierfavoriten, zwar immer wieder die Namen Herbern, Senden und Nordkirchen. Aber auch der Respekt vor den Davaren ist gehörig. Die haben ja nicht nur eine formidable Halbserie in der Kreisliga A 2 hingelegt (Platz zwei hinter Albachten). Edeltechniker wie Anas Lotfi, dessen Einsatz nach mehrwöchiger Verletzungspause allerdings fraglich ist, machen auch unterm Hallendach „Bella Figura“.

Insofern denkt Mahmoud gar nicht daran, die Erwartungen zu dämpfen: „Das Weiterkommen ist für uns ein Muss.“ Selbst die „Zweite“, die es in dem Sinne ja gar nicht gibt und die ausschließlich mit A-Liga-Leuten bestückt ist, könne die Vorrunde überstehen. Beide Teams greifen am Samstag ins Pokalgeschehen ein.

Morsel und Hammond debütieren

Die Zuversicht des Trainers gründet nicht nur auf die tolle Hinrunde und den vergleichsweise großen Kader, sondern auch auf zwei zusätzliche Spieler. Zwar sei die Verpflichtung von Jawad Morsel (Hammer SpVg 2) – als Kreativmann wie gemacht für die Halle – noch nicht offiziell. Beim Davertpokal darf der jüngere Bruder von Mohamed Morsel dennoch mitmischen. Fix ist der Wechsel des Defensiv-Allrounders Jeffrey Hammond vom VfL Wolbeck (Bezirksliga) in die Davert.

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Trainer erzählen an der Stelle gerne, dass die Freiluftsaison absolute Priorität genieße.Möllers: Ach was. Würde ich selber nicht brennen: Wie soll ich dann das Feuer innerhalb des Teams entfachen? Jeder im Altkreis weiß um die enorme Bedeutung des Pokals.Feinfüße wie Oscar Franco Cabrera oder Whitson dürften besonders in ihrem Element sein.Möllers: Nur leider sind beide auf Heimaturlaub. Dennoch bieten wir eine schlagkräftige Truppe auf. Richtig heiß sind vor allem unsere Ascheberger: Vincent Sabe, Patrick Sobbe, Julius Höring und Leo Fenker.Wer sind die größten Konkurrenten?Möllers: Senden, Nordkirchen, vielleicht Davensberg und Münster 08. Leider war das Feld qualitativ schon mal stärker. Ich weiß, dass sich die Davaren bei der Zusammenstellung große Mühe gegeben haben. Aber die zumindest theoretische Möglichkeit, dass Herbern eins, zwei und drei am Sonntag in der Zwischenrunde aufeinandertreffen, finde ich alles andere als prickelnd.Ihr sehr offensiver Ex-Keeper Robert Mikulic war beim Sieg 2017 ein wesentlicher Faktor.Möllers: Stimmt. Wobei Leo Fenker und Sven Freitag ebenfalls ganz gut kicken können. Denkbar wäre auch, einen Feldspieler ins Tor zu stellen.Haben Sie Ihren Vertrag eigentlich schon verlängert?Möllers: Nein. Aber beide Seiten sind in guten Gesprächen. Vielleicht gibt’s ja schon am Wochenende was Offizielles.

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