Fußball: Davertpokal
Starker SV Herbern hält die Gegner ganz schön auf Trapp

Ascheberg -

Titelverteidiger SV Herbern war an Tag eins des Davertpokals das Maß der Dinge. Union Lüdinghausen und B-Ligist BW Ottmarsbocholt schafften es ebenfalls in die Zwischenrunde. Eine Mannschaft enttäuschte dagegen auf ganzer Linie.

Freitag, 04.01.2019, 23:24 Uhr aktualisiert: 04.01.2019, 23:31 Uhr
Mann des Tages war SVH-Angreifer Julian Trapp (r.), der hier Lüdinghausens Neuzugang Niklas Neumann abschüttelt.
Mann des Tages war SVH-Angreifer Julian Trapp (r.), der hier Lüdinghausens Neuzugang Niklas Neumann abschüttelt. Foto: flo

Als Holger Möllers, Coach des SV Herbern, anmahnte, ein paar seiner Leute müssten sich an das Spiel in der Halle erst noch gewöhnen, da kann er einen Mann unmöglich gemeint haben: Julian Trapp . Der 23-Jährige, der in den USA studiert und seinen Rückflug in die Staaten extra so gelegt hatte, dass er beim Davertpokal noch mitmischen kann, war an Tag eins des Budenzaubers in Ascheberg auffälligster Akteur auf dem Parkett und, mit sechs Toren, der bei weitem treffsicherste Schütze.

SVH überrollt die Konkurrenz

Man könnte es auch so formulieren: Der SVH hielt die Konkurrenz ganz schön auf Trapp. Drei Siege, 19 Mal genetzt, nur ein Tor kassiert: Mit dem Titelverteidiger, dem nur noch ein Triumph fehlt, um zu Rekordsieger Davaria Davensberg (zehn Turniersiege) aufzuschließen, ist unbedingt zu rechnen.

Auch Union Lüdinghausen bewies in der sogenannten Todesgruppe A einen starken Überlebenswillen. Im Endspiel um Platz zwei lag der Dritte des Vorjahres gegen A-Liga-Primus Concordia Albachten Mitte des zweiten Durchgangs mit 1:3 zurück. Doch zwei Mal Nils Husken und Neuzugang Sven Görlich, dem insgesamt drei Treffer gelangen, drehten das Match in den Schlussminuten noch.

Union dreht Spiel gegen Albachten

„Wir waren in allen Partien phasenweise zu hektisch“, monierte Union-Coach Tobias Tumbrink. Dafür spielte den Lüdinghausern in die Karten, dass Albachten, mit nur sechs Feldspielern angereist, zum Ende hin die Kräfte schwanden.

Zu den positiven Erscheinungen des ersten Tages zählte BW Ottmarsbocholt. Das 6:3 des B-Ligisten über die klassengleiche DJK GW Marathon Münster war noch „etwas holprig“, wie Michael Füstmann fand. In der zweiten Partie gegen den TuS Ascheberg sah der BWO-Coach indes eine ziemlich abgeklärte Vorstellung seiner Mannen, die den örtlichen A-Ligisten locker mit 3:0 abfertigten.

TuS enttäuscht

Dagen war der Auftritt des TuS, der auch Münster 08 (2:3) und Marathon (5:6 mit der Schlusssekunde) unterlag, eine einzige Enttäuschung. Nur das Match gegen die Zweitvertretung der Nullachter sei halbwegs in Ordnung gewesen, so Aschebergs Trainer Martin Ritz. Sonst noch was Positives aus TuS-Sicht? „Ja, dass sich niemand verletzt hat.“ Das Gruppenfinale verlor Ottmarsbocholt gegen die Kanalkicker mit 2:6. Die Laune bei den Blau-Weißen war trotzdem bestens.

Am Samstag, 14 Uhr, kämpfen die Teams in den übrigen Gruppen – darunter Geheimfavorit und Ausrichter Davensberg – ums Weiterkommen. Die Zwischenrunde beginnt am Sonntag um 13 Uhr.

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