Fußball: Bezirksliga 7
Tobias Kofoth hat den Wechsel nicht bereut

Ascheberg/Drensteinfurt -

Vor einem Jahr wechselte Torhüter Tobias Kofoth von seinem Heimatverein TuS Ascheberg zum SV Drensteinfurt. Seine erste Saisonbilanz ist durchweg positiv. Doch nun bekommt er ernsthafte vereinsinterne Konkurrenz.

Montag, 17.06.2019, 10:00 Uhr
Keeper Tobias Kofoth ist mit seiner ersten Saison im Kasten des SVD mehr als zufrieden. Auch die Drensteinfurter haben keinen Grund, mit den Leistungen des Aschebergers zu hadern.
Keeper Tobias Kofoth ist mit seiner ersten Saison im Kasten des SVD mehr als zufrieden. Auch die Drensteinfurter haben keinen Grund, mit den Leistungen des Aschebergers zu hadern. Foto: Matthias Kleineidam

Es war sein persönliches Highlight: Im torlosen Heimspiel gegen den FSC Rheda am Gründonnerstag hielt Tobias Kofoth , Keeper des Fußball-Bezirksligisten SV Drensteinfurt, alles, was auf sein Gehäuse kam, brachte die Gäste mit seinen Paraden zur Verzweiflung und die Zuschauer im Erlfeld zum Staunen.

Eine „Wahnsinns-Leistung“ attestierte Trainer Oliver Logermann seinem Schlussmann damals. Auch der Ascheberger erinnert sich gern an das Spiel zurück: „Da hatte ich einen super Tag erwischt.“ Der 29-Jährige, der im Sommer 2018 vom TuS Ascheberg nach Drensteinfurt gewechselt war, erwies sich aber nicht nur gegen Rheda, sondern in der kompletten Saison als Glücksgriff für die Stewwerter.

Der SVD ist erst Kofoths zweite Station als Fußballer. Mit sechs Jahren war er 1996 beim TuS gestartet. „Ich habe die B-Jugend übersprungen, bin von der C- sofort in die A-Jugend gekommen und später in die erste Mannschaft hochgezogen worden“, so der Keeper. Sein größter Erfolg mit dem TuS: der Aufstieg 2010 in die Bezirksliga . Dort hielt sich das Team sieben Jahre, ehe Kofoth 2017 mit dem TuS abstieg und sich nach einem Jahr in der Kreisliga A Richtung Drensteinfurt verabschiedete.

„Oli (Trainer Logermann, d. Red.) hat mich angerufen und gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte“, erklärt Kofoth. Außerdem kannte er Oliver Gellenbeck, der sich beim SVD als Torwarttrainer engagiert, bereits. „Er war viele Jahre beim TuS aktiv.“ Kofoth nahm die Herausforderung an. „Ich wollte nach 22 Jahren mal was anderes sehen, bevor ich die Handschuhe an den Nagel hänge“, sagt der Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. Er fühlt sich wohl beim SVD: „Ich komme mit der Mannschaft super klar, alle haben mich super aufgenommen.“

Ich halte mich fit und nehme den Kampf an. Dann wird man sehen, was passiert.

Tobias Kofoth

Mit Kofoth im Tor legten die Drensteinfurter die beste Bezirksliga-Saison seit dem Aufstieg 2012 hin. Ein Grund für den Erfolg ist für ihn die Abwehr: „Die hat sich im Vergleich zur Saison zuvor enorm verbessert.“

In der Vorbereitung auf die neue Spielzeit muss er sich mächtig strecken. Denn es gibt – anders als zuletzt – einen ernsthaften Konkurrenten im Kampf um den Platz zwischen den Pfosten. Der 21 Jahre junge Steffen Scharbaum, der für Borussia Mönchengladbach in der Junioren-Bundesliga aufgelaufen ist, kehrt vom Regionalligisten SG Wattenscheid 09 zu seinem Heimatverein zurück.

Kofoth hat die Nachricht in der Winterpause gefasst aufgenommen. „Ich hatte zwar Angebote von anderen Vereinen, aber ich fühle mich so wohl in der Mannschaft, dass ich mich entschieden habe, zu bleiben.“ Auf die Frage, wie er seine Chancen sieht, Stammkeeper zu bleiben, antwortet Schalke-Fan Kofoth zurückhaltend: „Ich halte mich fit und nehme den Kampf an. Dann wird man sehen, was passiert.“

Auf die Fahrgemeinschaft mit Yannick Westhoff muss er in Zukunft verzichten. Den 21-Jährigen Westhoff, bei dem ein Knorpelschaden im Knöchel diagnostiziert wurde, zieht es nach nur einem Jahr beim SVD zurück zum TuS Ascheberg. Kofoth bedauert das: „Yannick ist ein super Typ und noch ziemlich jung. Ich finde es echt schade, dass er zurückgeht, aber es ist verständlich. In Ascheberg kann er einmal pro Woche trainieren und spielt sonntags trotzdem.“

Einziger Ascheberger im Kader des Bezirksligisten ist Kofoth ohnehin nicht. „Ich habe ja noch Fabi Frönd, mit dem ich öfter fahre“, schmunzelt er.

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