American Football: U 19
Ausgeprägter Beschützerinstinkt – Jost Kröger schirmt Mammuts-Quarterback ab

Ascheberg -

Jost Kröger (Münster Mammuts) macht trotz seiner imposanten Erscheinung einen friedlichen Eindruck. Nur sollte niemand seinem Quarterback zu sehr auf die Pelle rücken – dann setzt der junge Ascheberger alle 140 Kilos gewinnbringend ein.

Freitag, 05.07.2019, 21:45 Uhr
In geduckter Haltung stellt sich Jost Kröger den Gegnern in den Weg – und wehe, einer kommt seinem Quarterback zu nahe.
In geduckter Haltung stellt sich Jost Kröger den Gegnern in den Weg – und wehe, einer kommt seinem Quarterback zu nahe. Foto: flo

Moritz Petzold hat die WN vorgewarnt: Jost Kröger sei „der Größte und Stärkste“ im Team, so der Coach des U 19-American-Football-Teams der Münster Mammuts. Und tatsächlich: Die Nackenstarre bleibt nicht aus, wenn man sich als eher mittelgroßer Journalist mit dem Ascheberger verabredet. 2,05 Meter misst der junge Mann, auf die sich 140 Kilo Kampfgewicht verteilen. „Reine Muskelmasse“, sagt Kröger mit einem Augenzwinkern – unterhalb des Brustpanzers zeichnet sich ein kleines Bäuchlein ab.

Wie stark der 18-Jährige ist, testen die WN lieber nicht aus. Die Einschätzung seines Trainers reicht uns da völlig. Man kann sich auch so vorstellen, dass diese imposante Erscheinung die Idealbesetzung für die sogenannte O-Line ist. Sein Job: den Quarterback zu beschützen, also den Regisseur. Auch wenn er beim Treffen mit den WN einen eher knuffigen Eindruck macht: Wenn es darum geht, dem wichtigsten Spieler im Team den Rücken freizuhalten, kennt Kröger laut Petzold keine Verwandten. Gelingt es einem Footballer, den gegnerischen Passgeber auch nur zu berühren, gilt das als größte Schmach für die O-Line.

Zwölf Jahre Handball bei der HSG

Obschon er allein seiner Statur wegen für den neben Baseball, Eishockey und Basketball wichtigsten US-Sport prädestiniert scheint: Erst seit 2015 übt der Fachabiturient ihn aus. Vorher hat Kröger zwölf Jahre Handball bei der örtlichen HSG gespielt, als Kreisläufer (man hat gerade das Bild im Kopf, wie dieser Koloss die gegnerischen Abwehrleute lästigen Fliegen gleich abschüttelt). Dann besuchte er ein Probetraining der Mammuts – und es war um den Handballer Kröger geschehen.

Was ihn am Football so fasziniert? „Einerseits die Action, andererseits, dass es eine hochkomplexe Sportart ist. Viele Bekannte glauben immer noch, dass es nur darum geht, einander gegenseitig aufs Maul zu hauen.“ Eine krasse Fehleinschätzung, so der Ascheberger. Erstens sei das Regelwerk dick wie ein Telefonbuch. Jede Form von unmotivierter Gewalt werde geahndet. Und zweitens sei nicht umsonst im Football oft von „Rasenschach“ die Rede: „Jeder einzelne Spielzug ist extrem ausgeklügelt.“ Bis zu zehn Trainer kümmern sich in Münster um die Nachwuchs-Regionalliga-Mannschaft.

Patriots-Fan

Und welche persönlichen Ziele hat der angehende Informatiker? Die NFL (Lieblingsklub: die New England Patriots) vielleicht? „Nee, den Ehrgeiz hab’ ich nicht. Das Größte wäre für mich, einmal bei den Senioren im Stadtderby mitzuwirken.“ Tausende Zuschauer verfolgen die Oberliga-Nachbarschaftsduelle zwischen den Mammuts und den Blackhawks. Am Sonntagnachmittag ist es mal wieder so weit. Kröger ist noch zu jung, um selbst auf dem Platz zu stehen. „Aber natürlich feuer’ ich die Jungs von der Tribüne aus an.“

Stadtderby

Eingebettet ist die Partie am Sonntag zwischen den Mammuts und den Blackhawks in einen „American Sportsday“. Los geht’s auf der Anlage am Schiffahrter Damm um 13 Uhr mit einer Lacrosse-, Baseball- und Cheerleader-Präsentation. Das eigentliche Match beginnt um 14.30 Uhr.

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