Reiten: Turnier in Herbern
Weniger ist manchmal mehr

Herbern -

Rund 500 Nennungen weniger als im Vorjahr verzeichnet der RV von Nagel Herbern für sein fünftägiges Reitturnier. Damit können die Organisatoren gut leben. Zum einen gibt es gute Gründe für den Rückgang, zum anderen nun mehr Luft im Zeitplan.

Dienstag, 16.07.2019, 10:00 Uhr
Franz Hubert Schulze Schleithoff vom RV Havixbeck-Hohenholte gewann mit Cinven CR das S*-Springen 2018. Lokalmatadorin Sabine Thiel gratulierte im Namen des Sponsors.
Franz Hubert Schulze Schleithoff vom RV Havixbeck-Hohenholte gewann mit Cinven CR das S*-Springen 2018. Lokalmatadorin Sabine Thiel gratulierte im Namen des Sponsors. Foto: Christian Besse

Ein wenig durchatmen können die Organisatoren vom RV von Nagel Herbern. Zwar steht ab morgen (17. Juli) das traditionell fünftägige Reitturnier am Haselbüschken auf dem Programm – doch ganz so stressig wie zuletzt dürfte es diesmal nicht werden. Der Grund: In den vergangenen drei Jahren war das Herberner Turnier an den jeweiligen Wochenende das einzige im Umland – 2019 gibt es „noch drei, vier weitere“, schätzt Barbara Kümer , Geschäftsführerin des RV von Nagel.

Die Reiter haben diesmal also Alternativen, was sich direkt auf die Meldezahlen für Herbern durchschlägt. Etwa 2100 Nennungen sind bislang am Haselbüschken eingelaufen, das sind rund 500 weniger als im Vorjahr. 66 Paare (statt 86 vor zwölf Monaten) haben für den Turnierhöhepunkt am Sonntag ab 16 Uhr, das S*-Springen mit Stechen, gemeldet. Doch nicht nur die Helfer, sondern auch die Zuschauer dürften froh sein, dass die Prüfung um den Fritz-Ligges-Gedächtnispreis diesmal nicht ganz so lang dauert wie in den Vorjahren.

Die Spannung dürfte darunter kaum leiden. Im vergangenen Jahr siegte der Havixbecker Franz Hubert Schulze Schleithoff mit Cinven CR mit einem Vorsprung von ganzen 13 Hundertstelsekunden vor Marius Brinkmann vom RV Lüdinghausen mit Cidan.

Das gilt auch für das Speed-Derby am Freitag ab 19.15 Uhr: 30 Paare gehen bei der Geländeprüfung an den Start. 2017 und 2018 hatten Joachim Raguse, Initiator dieses Wettbewerbs, und Mozart souverän gewonnen. Doch der Schimmelwallach ist, wie berichtet, vor wenigen Monaten, eingegangen. Was die Konkurrenz sicherlich nicht freut, den Wettbewerb diesmal aber spannender machten dürfte.

Für den Höhepunkt im Dressurviereck, die M-Prüfung am Sonntag ab 14 Uhr, haben die Herberner die Teilnehmer auf 45 Paare begrenzt. Der Grund: Anders als bei anderen Vereinen gibt es am Haselbüschken nur einen Dressurplatz, den in der Halle. Da die Paare einzeln einreiten, hätte eine Prüfung mit mehr Teilnehmern zu viel Zeit gekostet, erklärt Geschäftsführerin Kümer.

Der Wettbewerbsreigen des RV von Nagel startet am morgigen Mittwoch um 8 Uhr mit einer Prüfung der Klasse L auf dem Springplatz und endet am Sonntag mit der S*-Prüfung um den Fritz-Ligges-Gedächtnispreis.

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