Fußball: U17-Bundesliga
Alles in Butter – Rama Rubio heuert als Torwarttrainer auf Schalke an

Ascheberg -

Daniel Rama Rubio, früher TuS Ascheberg, hatte als Jugendlicher wie jeder Torhüter den Traum, vom Fußball später mal leben zu können. Dieser Wunsch könnte trotz seines frühen Karriereendes doch noch in Erfüllung gehen – wenn auch über Umwege.

Dienstag, 13.08.2019, 18:00 Uhr
Arbeitet künftig für jenen Verein, den sein ehemaliger Coach Holger Möllers für den besten der Welt hält: Daniel Rama Rubio.
Arbeitet künftig für jenen Verein, den sein ehemaliger Coach Holger Möllers für den besten der Welt hält: Daniel Rama Rubio. Foto: red

Daniel Rama Rubio ist gerade aus dem Urlaub zurück. Paar Wochen Malaysia. Wobei Urlaub vielleicht nicht ganz das passende Wort ist. Schnorcheln in der Südsee? Auch, ja. Aber vor allem hätten seine Freundin und er den Trip genutzt, um Land und Leute besser verstehen zu lernen. Schulen hätten sich Rama Rubio und seine Gefährtin – beide Pädagogen – angeschaut. In Teilen des Inselstaates, in denen „die Leute viel weniger zum Leben haben als wir.“ Unterrichtsformen in Südostasien: Für so was kann sich der ehemalige Torwart des TuS Ascheberg aufrichtig begeistern. Wissen saugt der gebürtige Spanier begierig wie ein Schwamm auf. Was vermutlich ein Grund dafür ist, dass die Nachwuchsabteilung des FC Schalke 04 ihn unbedingt im Trainerstab haben wollte. Ab dieser Saison coacht der gebürtige Spanier die Torleute des U 17-Bundesligisten.

Ex-Coach Möllers: Keine Überraschung

Für seinen ehemaligen Coach Holger Möllers ist das „keine Überraschung“: Vielseitig interessiert sei Rama Rubio schon damals gewesen, „richtig Biss“ habe der Keeper gehabt. Nicht nur wenn es darum ging, die eigenen Fähigkeiten zwischen den Pfosten zu verbessern. Bereits in der Bezirksligaspielzeit 2015/16 habe er sich intensiv mit Trainingsmethodik befasst. Er wusste ja schon in jungen Jahren, „dass mein erster Traum, Profi-Keeper zu werden, nach mehreren OPs nie in Erfüllung gehen würde. Also lebe ich gerade meinen zweiten.“ Wie er seinerzeit ausgerechnet nach Ascheberg kam? „Ich hatte gehört, dass es nahe Münster, einem möglichen Uni-Standort, diesen kleinen Verein gibt, in dem mehrere meiner Landsleute kicken“, erzählt der 28-Jährige.

Noch während er das Lehramtsstudium (Sport, Spanisch, Kunst) vorantrieb, machte Rama Rubio die ersten Scheine, bald steht der Erwerb der DFB-Elite-Jugend-Lizenz an. Nach einem Jahr in Ascheberg und einem weiteren Gastspiel beim SV Drensteinfurt nahm die Coaching-Karriere Fahrt auf, zunächst beim FC Gievenbeck. Als er einen hoffnungsvollen FCG-Nachwuchsschlussmann zum Probetraining auf Schalke begleitete, unterhielt er sich „ein bisschen“ mit einem S 04-Übungsleiter – und hinterließ einen bleibenden Eindruck. Wenig später kam die Offerte, in der „Knappenschmiede“ anzufangen. „Beworben habe ich mich nicht“, betont Rama Rubio.

Ganzheitlicher Ansatz

Wieso die Gelsenkirchener so überzeugt von ihm waren? Vielleicht habe es mit seinem ganzheitlichen Ansatz zu tun: „Es geht nicht allein darum, dem Nachwuchs beizubringen, wie man Bälle fängt.“ Ernährung etwa spiele eine Rolle, noch wichtiger sei das Thema Psychologie: „Wie überrede ich einen kleinen Kerl, der in einer Partie fünf Stück kassiert, dass er nicht tags darauf Stürmer werden will?“

Jetzt also Schalke. Torhüterland. Neuer, Fährmann, Nübel. Wieso der Verein immer wieder herausragende Schlussleute hervorbringt? „Ich glaube, dass die Trainer hier alle ganz wunderbar sind.“ Daniel Rama Rubio ist jetzt einer von ihnen.

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