Fußball: Kreisliga A 2 Münster
Kann keiner knipsen? Davaria Davensberg ohne echte Neun

Davensberg -

Davaria Davensberg, in der Vorsaison starker Dritter, wähnt sich erneut gut aufgestellt. Nur an einer Stelle drückt der Schuh. Wer soll bloß künftig die Tore im Waldstadion schießen? Einer, der es eigentlich kann, eher nicht.

Mittwoch, 14.08.2019, 19:00 Uhr
Co-Trainer Mike Raed (h.l.) und der spielende Coach Masen Mahmoud nehmen Neu-Keeper Benjamin Dautanac in die Mitte. Weitere Zugänge sind (v.v.l.) Andreas Nicosia, Roman Emann und Justus Menze. Jonas Loose fehlt.
Co-Trainer Mike Raed (h.l.) und der spielende Coach Masen Mahmoud nehmen Neu-Keeper Benjamin Dautanac in die Mitte. Weitere Zugänge sind (v.v.l.) Andreas Nicosia, Roman Emann und Justus Menze. Jonas Loose fehlt. Foto: flo

„Die Statistiken lügen nicht“, ruft Jahja Raed , während er mit einem Augenzwinkern auf seinen Bruder deutet. Und der Kapitän des Fußball-A-Ligisten Davaria Davensberg hat ja recht. Mike Raed war mal der Schrecken aller Strafräume. Den FC Mecklenbeck hat er damals mit kolportierten 50 Treffern förmlich im Alleingang in die Bezirksliga geballert. Nur hat dieser Knipser vor dem Herrn eben auch seine Karriere aus gesundheitlichen Gründen längst beendet. Klar hätte er grundsätzlich Spaß am Kicken, erklärt der einstige Vollblutangreifer, auch die Technik verlerne man nicht. „Aber“, so der Co-Trainer der Davaren, „außer für Kurzeinsätze komme ich eher nicht in Betracht.“

Kein klassischer Mittelstürmer

Insofern könnte Davensberg in der neuen Spielzeit, die in knapp anderthalb Wochen beginnt, vorn ein Problem bekommen. Maurice Tia, in der Vorsaison mit Abstand bester Schütze (17 Treffer), hat sich Richtung Holland verabschiedet. Und die zweite potenzielle Solo-Spitze, Rassam Hassanzadeh Ashrafi, stürmt fortan für B-Ligist SC Gremmendorf. Einerseits halb so wild, findet der Co-Trainer: „Die Tore können bei uns auch Anas Lotfi oder die Morsel-Brüder Jawad und Mohamed schießen.“ Andererseits: Eine echte Neun ist nicht in Sicht.

Davaren trotzdem guter Dinge

Trotzdem sind die Verantwortlichen im Waldstadion ganz guter Dinge. „Ich denke nicht, dass es diesmal eine Mannschaft wie Concordia Albachten gibt, die vorneweg marschiert“, glaubt Geschäftsführer Uwe Eickholt. Und Spielertrainer Masen Mahmoud erwartet, „dass Altenberge 2, Bösensell und Wacker Mecklenbeck wohl wieder vorn mitmischen werden, vielleicht auch Aufsteiger Havixbeck. Aber fußballerisch müssen wir uns vor keiner dieser Mannschaften verstecken.“

Neu im Kader sind die flexibel einsetzbaren Jungspunde Andreas Nicosia (BSV Roxel U 19), Bruder von Davaria-Defensiv-Allrounder Umberto, Justus Menze (Münster 08 2) und Roman Emann (TuS Hiltrup U 19/Einigung mit dem Ex-Verein steht noch aus) sowie zwei Routiniers: Keeper Benjamin Dautanac (zuletzt SV Rinkerode) und Mittelfeldmann Jonas Loose (Greven 09), den es aus privaten Gründen in die Davert verschlägt.

Bei Christopher Merten stehen die Zeichen derweil auf Trennung. Der Innenverteidiger, wegen einer verbalen Entgleisung beim Fuchs-Cup in Herbern als Wiederholungstäter ohnehin für zehn Wochen gesperrt, wurde seither nicht mehr beim Training gesichtet. Am heutigen Donnerstag, 20 Uhr, gastieren die Davaren in Runde eins des Kreispokals bei Portu Münster – falls der C-Ligist denn elf Mann zusammenbekommt.

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